Vorbereitungen für den Winter

Vorbereitungen für den Winter

Vorbereitungen für den Winter

— 04.03.2002

So wird Ihr Auto winterfit

Höchste Zeit, das Auto für die Winterzeit zu rüsten. Viele Handgriffe können Sie selbst erledigen.

Reifen, Frostschutz, Motoröl

Kaum ist der Oktober vorbei, lauert der Frost schon überall. Und mit ihm kommt der Frust, wenn das Auto nicht auf den Winter vorbereitet wurde. Aber keine Angst - so ein Check ist nicht schwer. Jeder kann ihn in der Garage oder an der Tankstelle selbst machen.

Winterreifen Wer noch keine besitzt, sollte rasch einen Termin beim Reifenhändler oder mit der Markenwerkstatt machen. Fällt der erste Schnee, hat der Verkäufer meist keine Zeit oder nicht die passenden Reifen. Wer bereits Winterräder hat, kontrolliert die Profiltiefe. Diese muss laut Gesetz mindestens 1,6 Millimeter betragen, tatsächlich bietet aber nur eine Tiefe von mehr als vier Millimetern genug Grip. Laufflächen und Flanken dürfen nicht verletzt sein, sonst droht eine Panne. Alpinisten legen ihre Schneeketten in den Kofferraum und achten darauf, dass sämtliche Verschlüsse leichtgängig sind. Ein paar Tropfen Kriechöl wirken Wunder. Sicht: Bei schlechten Lichtverhältnissen besonders wichtiger Sicherheitsfaktor. Einmal in Ruhe alle Licht- und Scheibenwischerfunktionen ausprobieren. So wird schnell klar, ob nicht vielleicht doch etwas defekt ist.

Frostschutz Bis etwa minus 20 Grad sollte er im Kühlmittel reichen, wobei auch hier Bewohner bergiger Gegenden besser aufrunden. Motoröl: Altes schmiert bei Kälte nur unzureichend. Ein Blick ins Serviceheft zeigt, ob ein Wechsel fällig ist. Oder auch der Blick auf den Peilstab: Altes Öl sieht schwarz aus, neues schimmert honiggelb. Bei der Gelegenheit Kontrolle der Servoflüssigkeit nicht vergessen.

Herbstlaub Es sammelt sich im Wasserkasten, also unter der Motorhaube nahe der Windschutzscheibe. Wer die Blätter entfernt, bekommt später kein zerkleinertes Laub in das Gebläse. Schiebedach: Einmal die Gleitschienen mit Graphitöl einsprühen. Lack: Schäden müssen ausgetupft werden. Sonst rosten sie spätestens, wenn Salz in die Wunde kommt.

Unterbodenschutz - Kür oder Pflicht?

Verzinkung und chemische Vorsorge machen es möglich: Rost wird seltener. Wenn auch nur auf den ersten Blick. Bei unseren Gebrauchtwagen-Tests sehen wir häufig, wie die Hersteller hier sparen. Anders kann man Rost an einem dreijährigen Mazda 626 nicht erklären.

Wer sein Auto über viele Jahre nutzen will, fährt mit einer zusätzlichen Unterboden- und Hohlraumbeschichtung auf der sicheren Seite. Diese Arbeit erledigen Schnellwerkstätten, Tankstellen und Markenbetriebe gleich gut. Die Kosten belaufen sich je nach Materialbedarf und Fahrzeug auf etwa 500 Mark, rechnen sich aber bei längerer Nutzung und Verkauf des Wagens. Der sollte aber nicht in der nächsten Zeit anstehen, denn ein schwarz glänzender Unterboden wirkt vor allem bei älteren Fahrzeugen verdächtig. Der Käufer könnte glauben, dass damit bereits vorhandener Rost versteckt werden soll.

Freunde von Old- und Youngtimern sind mit der Schutzschicht nicht immer besser beraten. Wer sein altes Auto nicht täglich verwendet, kann darauf auch verzichten. Am blanken Blech sieht man frischen Rost viel schneller - und kann rasch ausbessern.

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