Vorfall auf der Hannover-Messe

Nackter Protest gegen Putin Nackter Protest gegen Putin Nackter Protest gegen Putin

Vorfall auf der Hannover-Messe

— 09.04.2013

Nackter Protest gegen Putin

Oben-ohne-Protest gegen Wladimir Putin auf der Hannover Messe: Fünf Frauen sind beim Messerundgang schreiend auf den russischen Präsidenten zugestürmt. Der Vorfall ereignete sich am VW-Messestand.

(dpa/sb) Fünf halbnackte Frauen sind beim Rundgang auf der Hannover Messe am Montag (8. April 2013) schreiend auf den russischen Präsidenten Vladimir Putin zugestürmt. Die "Femen"-Aktivistinnen wurden von Leibwächtern gestoppt, bevor sie Putin erreichten. Sie hatten sich "fuck dictator" auf die nackten Brüste geschrieben. Der Vorfall ereignete sich, als Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel den VW-Messestand besuchten. Die Frauen im Alter von 18 bis 33 Jahren wurden vorläufig festgenommen und von der Polizei vernommen. Sie sollten später auf freien Fuß kommen, sagte eine Polizeisprecherin. Es werde wegen Beleidigung ermittelt.

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Der russische Präsident reagierte gelassen auf die Proteste. Die Aktion habe ihm gefallen, sagte er. "Ohne eine solche Aktion würde man weniger über eine solche Messe sprechen als mit einer solchen Aktion." Merkel verwies auf die Demonstrationsfreiheit, kritisierte aber die Protestform: "Ob man in Deutschland zu einer solchen Notmaßnahme greifen muss und nicht anderweitig auch seine Meinung sagen kann, da habe ich meine Zweifel."

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VW XL1 Studie (2011) VW XL1 Studie (2011) VW XL1 Studie (2011)
Wie die Polizeisprecherin sagte, handelte es sich bei den Frauen um zwei Deutsche, zwei gebürtige Ukrainerinnen und eine gebürtige Russin. Gegen sie werde nach Paragraf 103 des Strafgesetzbuches wegen Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten ermittelt. Dabei handele es sich um ein sogenanntes Antragsdelikt: Die Justiz verfolgt die Ermittlungen nur dann weiter, wenn der Beleidigte dies wünscht.

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Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte am Abend der Agentur Interfax zufolge: "Niemand von russischer Seite hat Deutschland in irgendeiner Weise gebeten, die Aktivistinnen der Bewegung "Femen" zu bestrafen." Zwar sollte "Rowdytum" grundsätzlich strafbar sein. "Das sind jedoch nicht unsere Rowdys – es ist nicht an uns, sie zu bestrafen." Im Unterschied zu bisherigen Attacken dürften vulgäre Äußerungen der selbst ernannten "Sextremistinnen" der Gruppe "Femen" diesmal in Putins Heimat wohl nicht zitiert werden – wegen eines am Montag in Kraft getretenen Gesetzes. Danach können Kraftausdrücke in russischen Medien mit bis zu umgerechnet 5000 Euro bestraft werden, teilte der Kreml mit.

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