Vorschau Großer Preis von Italien

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— 10.09.2003

Nächster Stopp: Autodromo Monz(oy)a

Monza – die letzte Hochgeschwindigkeitsstrecke im diesjährigen Formel-1-Kalender ist Montoya-Revier.

Juan Pablo Montoya konnte sich bei der Pressekonferenz in Monza (Italien) 2002 ein fettes Grinsen nicht verkneifen. Gerade hatte er wieder mit Genuss zwei Bestmarken geknackt: zuerst seine zehnte Pole-Position mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 259,827 km/h – Weltrekord. Keke Rosbergs 17 Jahre alte Silverstone-Bestleistung (258,005 km/h) war damit ausgelöscht. Dabei half "JPM" sein BMW-V10-Motor, der erstmals über 19000 U/min hinausdreht – Formel-1-Rekord.

"Monza ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, da können wir die Leistung unseres BMW-Motors voll ausspielen", freut sich Motorsport-Direktor Gerhard Berger. Auch 2003 ein Plus im WM-Kampf gegen Michael Schumacher und Kimi Raikkönen, neben den Michelin-Reifen. Denn in Monza herrscht auch Mitte September meist hochsommerliche Hitze. Und Montoya ist schon jetzt ganz heiß auf seine Lieblingsstrecke. Da wird Schumi sich bei seinem schnellen Ferrari-Heimrennen (69 Prozent Vollgas) warme Schlappen aufziehen müssen. 2002 blieb er als vorzeitiger Champion brav hinter Kollege Barrichello, damit der eifrig für den Vizetitel punkten konnte. Doch nun braucht Schumi jeden Zähler für den Titelkampf. Bisher holte der Weltmeister in zehn Rennen auf der ultraschnellen Traditionsstrecke nur 46 Punkte (drei Siege).

Überholen ist im Autodromo trotz der langen Geraden schwierig. Bei zu dichtem Auffahren auf den Vordermann gerät man in dessen verwirbelten Luftstrom ("dirty air"). Das Auto wird instabil, verliert an Bodenhaftung, das Ansaug-Manöver scheitert. Deshalb ist die Pole-Position wichtig. In den vergangenen beiden Jahren besetzte sie Montoya ...

Autodromo Nazionale di Monza • seit 1950 im GP-Kalender • Länge: 5,793 km • Durchschnittstempo: 241,090 km/h (2002) • Runden: 53 • Distanz: 306,720 km

Sieger • 2002: Rubens Barrichello (Ferrari) 1:16.19,982 h • 2001: Juan Pablo Montoya (BMW-Williams) 1:16.58,493 h • 2000: Michael Schumacher (Ferrari) 1:27.31,638 h

Schnellste Runden • 2002: Rubens Barrichello (Ferrari) 1.23,657 Min. • 2001: Ralf Schumacher (BMW-Williams) 1.25,073 Min. • 2000: Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) 1.25,595 Min.

Pole-Positions • 2002: Juan Pablo Montoya (BMW-Williams) 1.20,264 Min. • 2001: Juan Pablo Montoya (BMW-Williams) 1.22,216 Min. • 2000: Michael Schumacher (Ferrari) 1.23,770 Min.

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