Vorschau Paris Motor Show 2008

Renault Ondelios Studie Mercedes-Benz E-Klasse Concept Fascination

Vorschau Paris Motor Show 2008

— 16.09.2008

Die Stars von Paris

Paris platzt aus allen Nähten. Auf dem Salon gibt es so viele Premieren wie Verliebte an der Seine. AUTO BILD zeigt alle Neuheiten, die die Hersteller auf die Automesse rollen.

Paris war ja schon immer eine Reise wert. Vor allem, wenn es um Küssen oder Kultur ging. Doch seit geraumer Zeit (um genau zu sein, seit 110 Jahren) kommen in der französischen Hauptstadt auch Autonarren voll auf ihre Kosten. Schuld daran ist der Pariser Salon 2008, die Mondial de l’Automobile, die Paris Motor Show, die alle zwei Jahre im Wechsel mit der Frankfurter IAA stattfindet. In diesem Jahr haben sich 332 Hersteller aus 23 Ländern für die automobile Herbstmesse angekündigt. Darunter Exoten wie Venturi oder Ligier, aber natürlich auch alle wichtigen Größen der Branche. Für Besucher öffnet  öffnet die Paris Motor Show vom 4. bis zum 19. Oktober 2008 (siehe unten).

Hier geht es zur Sonderseite über den Pariser Salon

Neuer Golf-Gegner: der Renault Mégane.

Vor allem die Franzosen wollen in ihrer Heimat natürlich zeigen, was sie draufhaben. Citroën präsentiert neben dem C3 Picasso unter anderem die Studie Hypnos, mit der sie möglicherweise das Parkett der Luxuslimousinen betreten. Mit dem C3 Pluriel Charleston feiert Citroën zudem den 60. Geburtstag des legendären 2CV. Bei Peugeot glänzt die Studie RS Concept im Scheinwerferlicht, die im Serien-Einsatz als rassiges viertüriges Coupé auf die Straße kommen dürfte. Außerdem stehen unterm Löwenmaul das Coupé-Cabrio 308 CC und der Prologue, eine kompakte Crossover-Studie, die schon bald als 3008 in Serie starten wird. Renault stellt den neuen Mégane vor und wirft mit der Studie Ondelios einen Blick in die Zukunft moderner Reiselimousinen. Den Sandero Stepway, den Renault ebenfalls am Start hat, sollen zunächst nur südamerikanische Kunden zu sehen bekommen. In Europa könnte das kompakte SUV die Modellpalette von Renaults Discount-Ableger Dacia erweitern.

Paris Motor Show 2008: Das zeigen die Deutschen

Die deutschen Autobauer reisen traditionell mit vollgepackten Transportern nach Paris. Audi will in der Cityflitzer-Klasse durchstarten und zeigt an der Seine die viertürige Studie des zukünftigen A1. Außerdem haben die Ingolstädter auf ihrem Messestand noch für die Limousinen-Version des 580 PS starken RS6, die frisch enthüllte S4-Generation und einen neuen sparsamen Zweiliter-TDI für den A4 Platz. Premium-Rivale BMW rollt an der Seine neben dem Facelift der aktuellen 3er-Reihe und dem neuen 7er ActiveHybrid mit dem X1 die nächste Ausbaustufe der X-Baureihe ins Rampenlicht. In die gleiche Kerbe haut auch BMW-Ableger Mini mit dem knuffigen Mini Crossover Concept. Eine Allrad-Größenordnung darüber rangiert das Top-Modell des Ford Kuga, den die Kölner in Paris zeigen. Erstmals in die Öffentlichkeit darf der neue Ford Ka, der sich die Technik mit dem Fiat 500 teilt. Außerdem bei Ford im Angebot: Focus RS und Fiesta ECOnetic.

Endlich ernst in Sachen Hybrid macht Mercedes-Benz. Die Schwaben enthüllen in der Stadt der Liebe den S 400 BlueHybrid – das erste Serien-Hybridfahrzeug eines deutschen Herstellers. Auch blau, aber ohne Elektro-Unterstützung: der C 250 CDI Blue Efficiency. Komplettiert wird das Sternen-Trio vom sechseinhalb Meter langen S600 Pullman und der  Studie Concept Fascination, die sich all die Mercedes-Kunden genauer ansehen sollten, die auf die nächste Generation der E-Klasse warten. Eine Ecke weiter saugt sich der neue Smart fortwo electric drive Saft aus dem Pariser Stromnetz. Aus Rüsselsheim macht sich der Opel Insignia Sports Tourer auf den Weg – die Kombi-Version des neuen Mittelklasse-Schönlings, die früher schlicht Caravan genannt wurde. Bei Porsche dreht sich alles um den neuen 911er – und natürlich um den Cayenne S Transsyberia. Bei Volkswagen im Rampenlicht steht natürlich die sechste Auflage des Golf – in allen möglichen Ausbaustufen. Vom knauserigen BlueMotion bis zum GTI-Showcar.

Paris Motor Show 2008: Das kommt aus Amerika und Südeuropa

Mehr als ein Foto des Auspuffs gibt es vom neuen Lamborghini noch nicht zu sehen.

Auch in Amerika weiß man natürlich um die Bedeutung des Pariser Autosalons und ist mit passenden Premieren gerüstet. Cadillac geht mit dem CTS Sport Wagon weiter auf Kuschelkurs mit europäischen Kunden und hat außerdem den neuen SRX auf dem Stand. Chevrolet liebäugelt mit knapp kalkulierenden Neuwagen-Käufern und schickt neben dem Nubira-Nachfolger Cruze auch den Siebensitzer Orlando in den Ring. Mit von der Partie sind auch der neue Camaro und der Chevrolet Volt. Aus England reist der Freelander Diesel-Hybrid an, den Land Rover möglichst schnell in Serie bauen will. Kräftig aufgerüstet hat die Region Südeuropa. Fiat drängt mit dem rassigen Cinquecento-Due Esseesse und Assetto Corse sowie dem schicken Familien-Transporter Fiorino Qubo mit aller Macht zurück in die Erfolgsspur. Zusätzlich haben die Italiner mit dem 500 Diabolika ein Show-Car im Comic-Style am Start. Lancia hat neben dem Delta mit dem Versus mal wieder ein Sondermodell des Ypsilon am Start. Ferrari rundet den Fiat-Auftritt mit dem neuen Klappdach-Renner California ab. Den größten Kracher will allerdings Lamborghini landen. Die Audi-Tochter wird in Paris wohl ein komplett neues Modell zeigen. Da kann Seat, der zweite Audi-Ableger, nicht ganz mithalten. Die Spanier erweitern mit dem Cupra und dem Ecomotive wie erwartet die neue Ibiza-Familie und zeigen die neue Mittelklasse-Limousine Exeo.

Paris Motor Show 2008: Das zeigen die selbstbewussten Asiaten

Den Weg in die Kleinwagen-Zukunft soll der Mazda Kiyora weisen.

Keine Wünsche offen lassen auch die asiatischen Hersteller. Brilliance zeigt in Paris Prototypen des Kompaktautos BS2 und das Coupé BC3. Honda schickt neben dem überarbeiteten Legend und dem neuen Jazz auch den Insight nach Paris – ein Hybrid, der ab 2009 den Ton in seinem Segment angeben soll. Hyundais neue i-Familie ist überaus fruchtbar. An der Seine bringen die Koreaner mit dem i20 und dem iX55 schon die nächsten Ableger an den Start. Außerdem soll das Genesis Coupé Sportwagen-Fans auf den Messestand locken. Konzernschwester Kia wagt sich mit dem kleinen Crossover Soul in ein neues Marktsegment und mit dem cee'd Hybrid erstmals an neue Spritspar-Technologie. Bei Lexus sollen das IS Cabrio, die Hybrid-Studie LF-Xh und die Allrad-Version des LS 460 die Weichen für die Zukunft stellen. An morgen denkt auch Mazda und zeigt neben dem überarbeiteten MX-5 die Kleinwagen-Studie Kiyora. Mit Lancer und Ralliart steht bei Mitsubishi ein Lancer-Doppelpack auf dem Programm. Nissan bringt sein Kleinwagen-Portfolio auf Vordermann. Die Japaner haben an der Seine neben dem facegelifteten Note auch den neuen Pixo und den Elektro-Flitzer Nuvu im Gepäck.

SsangYong startet mit dem Allradler C200 in die Golf-Klasse.

Einen echten Neustart legt Allrad-Spezialist SsangYong hin. Mit dem C200 wagen sich die Koreaner erstmals ins Kompakt-Segment. Subaru geht die Diesel-Offensive weiter. In Paris feiert der Forester 2.0D Premiere. Suzukis Messeauftritt steht ganz im Zeichen den nagelneuen Alto. Japans Vorzeige-Autobauer Toyota geht auf der Motor Show in die Vollen. Mit Avensis, iQ und Urban Cruiser stehen gleich drei neue Serienmodelle auf dem Messestand des Autoriesen. Deutlich bescheidener nimmt sich da der Auftritt der schwedischen Autobauer aus. Saab macht sich mit dem 9-X Air Concept Gedanken um die Cabrio-Zukunft, während Volvo mit den DRIVe-Modellen von C30, S40 und V50 vor allem an Spritsparer denkt. Die werden bei Spyker in Holland nicht fündig. Dafür haben die Oranjes mit dem Supersportler C8 Laviolette LM85 mit Sicherheit einen der schnellsten Paris-Neulinge im Programm. Und auch einen der effizientesten. Der noch junge holländische Autobauer Quicc! bringt den DiVa an die Seine – einen flotten City-Transporter mit Elektromotor.
Die wichtigsten Infos zur Paris Motor Show 2008
Wo? Paris, Place de la Porte de Versailles
Wann? 4. bis 19. Oktober 2008, 10–22 Uhr (Sa., So., Mo. bis 20 Uhr)
Wie? Vom Flughafen Orly West (Exit G, Ankunftsebene) fahren täglich direkte Shuttlebusse.
Wie viel? Zwölf Euro Eintritt, halber Preis für 10- bis 18-jährige, unter zehn Jahren frei
Web? www.mondial-automobile.com

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