Rallye-WM: Alle Fahrer der WRC-Klasse 2017

Vorschau Rallye Australien

— 15.11.2017

„Feuer frei!“ für alle

Die WM-Titel sind bereits alle vergeben. Beim Finale „down under“ geht es nur um die Ehre – also um alles.

Beim Saisonfinale der Rallye-WM in Australien, das am Donnerstag gestartet wird, muss noch eine Frage geklärt werden: Wer wird Vize-Weltmeister? Thierry Neuville (29, Hyundai) oder Ott Tänak (30, Ford)? 14 Punkte trennen den Belgier, momentan Tabellenzweiter, von seinem Verfolger aus Estland.
Alle anderen Fragen sind bereits beantwortet. Sébastien Ogier (33, Ford) steht als Weltmeister bei den Fahrern ebenso schon fest wie sein Team M-Sport in der Hersteller-Wertung. Auch in der Kategorie WRC2 der seriennahen Fahrzeuge sind die Titel für Fahrer und Team – Pontus Tidemand (27) und Skoda Motorsport – längst vergeben.

Mikkelsen konnte im letzten Jahr in Australien gewinnen

„Ich bin froh, dass ich in Australien ohne Druck fahren kann“, gibt Sébastien Ogier zu. Die Schotter-Rallye rund um Coffs Harbour an der Ostküste des fünften Kontinents ist der WM-Lauf, bei dem die Startreihenfolge die größte Rolle spielt. „Als Erster kannst du hier nicht gewinnen“, beschreibt Ogier den Nachteil, auf dem weichen Geläuf für die nachfolgenden Konkurrenten den Straßenfeger spielen zu müssen. Auch Neuville und Tänak auf den Startpositionen zwei und drei werden darunter leiden.
Damit liegt die Favoritenrolle beinahe automatisch bei Hyundai-Neuzugang Andreas Mikkelsen (28). Der Norweger gewann die Rallye Australien im vergangenen Jahr, damals noch in Diensten von Volkswagen. „Ich muss den Vorteil meiner Startposition nutzen“, weiß Mikkelsen, der während der Freitagsetappe erst als Zehnter in die Spur geht.

Latvala startet als Vierter den WM-Lauf in Australien

Nicht ganz so groß ist der Vorteil für Jari-Matti Latvala (32, Toyota), der anfangs als Vierter starten wird. Keine Hoffnungen macht sich dagegen Elfyn Evans (30, Ford), der Überraschungssieger des zurückliegenden WM-Laufs in Großbritannien. „Ich bräuchte einen Monsun-Regen als Helfer“, sagt der Waliser in Anspielung auf seine DMack-Reifen, die in der australischen Hitze lange nicht so gut funktionieren wie im nasskalten Wales. Alle Konkurrenten vertrauen dagegen auf Michelin.
Gewinnt Mikkelsen, haben in der Saison 2017 acht verschiedene Fahrer mindestens einen WM-Lauf gewonnen – das gab es zuletzt 2001. Es wäre der passende Schlussstrich unter eine ungemein spannende WM-Saison.

Eine weitere Frage ist dann doch noch offen: Wo fährt Weltmeister Ogier 2018? Noch immer wartet der Franzose auf ein Zeichen von Ford, das private Team M-Sport in Zukunft stärker zu unterstützen. Ogier hat angekündigt, in Australien eine Antwort zu geben.

Autor: Christian Schön

Fotos: Red Bull Content Pool

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