Vorschau Rallye Kenia

Vorschau Rallye Kenia

— 09.07.2002

Breitseits in Afrika

Immer noch wild und gefhrlich: die Safari-Rallye (12.-14. Juli) als achte, lngste und hrteste Prfung der WM.

Die hrteste Rallye der Welt

Erfunden wurde sie 1953 zur feierlichen Krnung der englischen Knigin Elisabeth II. Ihr Titel: "Coronation Rallye" (Krnungsrallye). Ihre Route: Rund 6000 Kilometer durch Kenia, Uganda sowie Tansania. Erster Sieger: VW Kfer.

Wenn die Rallye-Karawane vom 12. bis 14. Juli zum 50. Mal in Kenia startet, ist der berhmteste und wohl exotischste WM-Kauf auf etwa 3000 Kilometer Lnge geschrumpft. Statt durch drei Lnder fhrt die Safari durch den Busch der Auenbezirke von Nairobi. Es gibt nur noch einen zentralen Serviceplatz. Und der wird sptestens alle 180 Kilometer angelaufen. Und dennoch bleibt die "Safari" die hrteste Rallye im WM-Kalender.

Ihre Wertungsprfungen laufen ber maximal 111 Kilometer Lnge. Normal sind sonst hchstens 45 Kilometer. Und die Marathon-Distanzen sind entweder knietief berschwemmt oder mit fuballgroen Felsbrocken berst. "Die Safari-Rallye ist der einzige WM-Lauf, fr den wir imer noch spezielle Autos bauen", erklrt Subaru-Technikchef David Lapworth.

Accent mit Kamel-Qualitten

Aufs Dach verlegte Luftansaug-Schnorchel sorgen dafr, dass sich die empfindlichen Turbomotoren bei Wasserdurchfahrten nicht verschlucken. Armdicke Rohre inzwischen weitgehend unsichtbar unter der Karosserie installiert schtzen vorm Aufeinandertreffen mit der heimischen Tierwelt oder vor unerhofftem Gegenverkehr. Denn die "Safari", auch dies einzigartig, fhrt meist ber ffentliche Straen. Da trotz Hubschrauber-Begleitung auch die Werksautos in der Vergangenheit immer wieder haarscharf an Crashs vorbeischlitterten, nutzt man nun erstmals etwas zu 30 Prozent private, absperrbare Straen.

"Der Sieg bei der Safari-Rallye zhlt fast so viel wie der WM-Titel", fasst Vorjahressieger Tommi Mkinen zusammen. 2001 siegte der Finne fr Mitsubishi ein Team, das nur noch krasser Auenseiter ist. Schuld daran ist die hinter vorgehaltener Hand schon als "Fehlkonstruktion" bezeichnete World-Rallye-Car-Version des Lancer. Das Fahrwerk fhrt ein im Rahmen des Reglements unkorrigierbares Eigenleben. Auerdem kommen Francois Delecour und Alister McRae, 2002 neu im Team, nicht mit den elektromagnetischen Differenzialen zurecht. Abhilfe soll ab August (Finnland) eine Evo-Version schaffen.

Mkinen zhlt nach wie vor zum mglichen Siegerkreis, allerdings nun im robusten Subaru. Heier Favorit auf den Safari-Sieg ist dagegen Ford, besonders nach dem Erfolg bei der Rallye Akropolis durch Colin McRae. Je brutaler die Piste, desto besser fr den Focus. Tabellenfhrer Peugeot beschrnkt sich aufs Punktesammeln. Neuland ist Kenia fr Hyundai und Citron. Whrend die Franzosen aber wochenlang intensiv in Kenia getestet haben, bauen die Koreaner auf die Erfahrungen von Juha Kankunen (Sieger 1985, 91 und 93) sowie Armin Schwarz (2001 starker Dritter mit Skoda). Der robuste Accent hat Kamel-Qualitten.

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