Vorschau VW up!

Vorschau VW up!

— 26.10.2009

Das Zwei-Liter-Auto von VW

Der up! macht es möglich: Auf Basis des neuen Kleinwagens bringt VW 2012 ein bezahlbares und praktisches Zwei-Liter-Auto. E-up!, Dreitürer, Fünftürer und Coupé runden die Familie in jede Richtung ab.

Das Ein-Liter-Auto ist vom Tisch. Kein Mensch zahlt 35.000 Euro für die enge, heiße, lahme Zigarre auf vier Rädern. Auch der zweite VW-Versuch in diese Richtung, der auf der IAA gezeigte L1 mit einem Mixverbrauch von 1,38 Litern, gilt als viel zu teure Fingerübung. "Mit dem L1 haben wir das sparsamste Auto der Welt auf die Räder gestellt", weiß Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. "Dieses Fahrzeug wäre mittelfristig machbar, doch als erschwinglicher Zwischenschritt bietet sich das weniger extreme Zwei-Liter-Auto an. Wenn man's geschickt anstellt, kann das Modell mit vertretbarem Mehraufwand in die up!-Familie integriert werden." Genau so wird es auch kommen. VW will Ende 2012 die Zwei-Liter-Variante des up! auf den Markt bringen. Wobei Zwei-Liter-Auto ein dehnbarer Begriff ist – von 2,01 bis 2,99 Liter. Kommentar aus der Vorstandsetage: "Wenn wir Zwei-Liter-Auto sagen, dann liegt der Mix-Verbrauch unter 2,49 Litern. Alles andere wäre für uns ein Drei-Liter-Auto."

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Nicht mehr als eine Vision: Die Serienchancen der Konzepstudie L1 sind gleich null.

Um den Konsum zu reduzieren, soll der up! in drei Bereichen abspecken: • Gewicht • Aerodynamik • Antrieb Im Gegensatz zum L1, bei dem der teure Vollhybrid das Budget sprengt, bleibt der Zwei-Liter-up! dem Verbrennungsmotor treu. Von der Studie übernommen wird der kompakte Zweizylinder-TDI mit Ausgleichswelle, im Prinzip ein halbierter 1,6-Liter-Motor. Aus dem Hubvolumen von 0,8 Litern holt der erfreulich leichte Bonsai-Turbo eine Nennleisung von 39 PS und ein maximales Drehmoment von 100 Nm. Auch bei den Abmessungen knausert der Sparer. Während der große up!-Dreitürer fast 3,50 Meter lang wird, soll das Zwei-Liter-Auto ähnlich wie der Toyota iQ nur drei Meter kurz sein. Sein Vorderwagen bekommt eine echte Spar-Nase – windschnittiger, flacher, mit kleinerer Stirnfläche und schmalen Lufteinlässen. Trotzdem bleibt der Öko-VW auf den ersten Blick als up! erkennbar. Selbstverständlich, dass er alle Normen zu Crashsicherheit und Fußgängerschutz erfüllt. Dennoch sinkt das Gewicht von 800 auf weniger als 700 Kilo, und das ohne Zuhilfenahme teurer Werkstoffe. "Der Zwei-Liter-up! ist eine Art Smart, der funktioniert", verrät eine Stimme aus Zuliefererkreisen. "Der Frontantrieb garantiert selbst bei verkürzten Abmessungen ein unkritisches Fahrverhalten, das Platzangebot reicht für zwei Personen völlig aus, und mit dem Zweizylinder kann man bequem im Verkehr mitschwimmen."

2013 ergänzt VW die up!-Baureihe um ein schnittiges Coupé

So schön kann Sparen sein: Das up!-Coupé ist ein "Abfallprodukt" des Zwei-Liter-Autos.

Problemlose Bedienung und hohe Effizienz garantiert das serienmäßige Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Um das Gewicht zu senken, sollen auch die Extras konsequent schrumpfen. Das Motto "klein – leicht – kompakt" gilt für die Klimaanlage ebenso wie für Fensterheber und Soundsystem. Von der ökogebürsteten Architektur des Zwei-Liter-Autos soll anschließend eine zweite Modellvariante profitieren – das für 2013 avisierte up!-Coupé. Der bis zur A-Säule fast identische 2+2-Sitzer ist länger, eleganter, sportlicher und geräumiger als der kompromisslosere Sparmeister. Zur Belohnung bekommt er einen spritzigen Dreizylinder, der als 1,0-Liter-Benziner 60 und 86 PS leistet. Der 1,2-Liter-TDI dürfte 75 PS mobilisieren. VW will noch 2009 vom Zwei-Liter-Auto eine Leichtbau-Studie vorstellen, die im Detail überzeichnet wirkt, aber einen wahren Kern besitzt. Erstens, um die Reaktion der Kunden zu testen. Und zweitens, um zu zeigen, wie ernst man die Umwelt- Offensive nimmt. Das Zwei- Liter-Auto von VW kommt.
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Kleines Auto, kleiner Verbrauch, kleiner Preis. Der Zwei-Liter-up! könnte alle Emissions- und Verbrauchs-Rekorde schlagen – zu Kosten, die sogar einen Polo BlueMotion alt aussehen lassen. Dass er kein Dynamiker wird, können wir verschmerzen . 

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