Vorstellung Cadillac Escalade

Cadillac Escalade Cadillac Escalade

Vorstellung Cadillac Escalade

— 28.01.2006

Hollywood-Schaukel adé!

Die dritte Auflage des riesigen Ami-SUV läßt sich europäischer bewegen, als man erwarten würde. Ein erster Fahreindruck aus den USA.

Keine falsche Bescheidenheit, bitte: Cadillac hat den Schleier über seinem neuen Top-SUV gelüftet – natürlich auf Beverly Hills' noblem Rodeo Drive. Hier ist der Escalade so etwas wie die Standard-Motorisierung. Als Cadillac-Boß James Taylor das Seidentuch lupft, kommt ein Auto mit der erwartet massigen Präsenz zum Vorschein, dank flacherer Frontscheibe aber aerodynamischer als zuvor.

Der Neue ist 5,14 Meter lang, acht Zentimeter länger als der Vorgänger, dafür etwas flacher. Der Hubraum wuchs von 6,0 auf 6,2 Liter, die Leistung von 350 auf 400 PS. Fahrwerkstechnisch bleibt es bei der Starrachse hinten, auch der Allradantrieb blieb gleich: offenes Zentraldifferential, keine Untersetzung. Gegen durchdrehene Räder helfen Differentialbremse hinten und elektronische Schlupfregelung. Wenn mal ein schweres Boot aus dem Wasser gezogen werden muß, läßt die Tow/Haul-Taste die unteren Gänge länger drin.

AUTO BILD ALLES ALLRAD hatte als erstes europäisches Automagazin Gelegenheit, in einem Vorserien-Exemplar ein paar Runden zu drehen. Erster Eindruck: überraschend europäisch, fast wie ein riesengroßer BMW X5. Die Lenkung ist weit präziser als früher, Federung und Dämpfung sind viel straffer als beim schaukeligen 2001er Modell – ein Eindruck, der aber mindestens zur Hälfte auf das Konto der an unserem Exemplar montierten 22-Zoll-Räder gehen dürfte (Serie: 18 Zoll).

Neu sind die weich schaltende Sechsgang-Automatik, das US-untypisch kleine Lenkrad, Rückfahrkamera, elektrische Heckklappe und eine Rückbank, die sich auf Knopfdruck faltet und den Durchstieg zur (auch bei diesem Auto unbequemen) dritten Reihe ohne viel Gymnastik erlaubt. Der eher fauchende als blubbernde neue V8-Motor strotzt vor Kraft, allerdings sollte man beim Tanken stets sein Kreditkarten-Limit im Auge behalten. Gar nicht Rodeo-Drive-gemäß: Die Bulgari-Uhr des alten Modells fehlt. Dafür sitzt eine von GM selbst designte Zeituhr jetzt da, wo man sie auch sieht. Der Verkaufsstart bei uns: Juli/ August 2006.

Technische Daten V8-Zylinder-Benziner, vorn längs, 2 Ventile pro Zylinder • Nockenwellenantrieb via Kette • Hubraum 6199 cm3 • Leistung 298 kW (400 PS) bei 5700/min • Drehmoment 564 Nm bei 4400/min • permanenter Allrad über Zentraldifferential, (Kraftverteilung v:h 40:60), Differentialbremse hinten, el. Schlupfregelung • Sechsgang-Automatik ohne Geländereduktion • Reifen 245/45 R 22 • L/B/H 5143/2007/1887 mm • Bodenfreiheit 228 mm • Tankinhalt 98,4 l • Leergewicht 2645 kg • 0–100 in ca. 8 s • Höchstgeschw. 170 km/h (abgeregelt) • Preis: ca. 67.000 Euro

Autor: Rolf Klein

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