Vorstellung Fisker Karma

— 16.01.2008

Luxus mit Lithium

Nach zwei konventionellen Power-Sportlern stellt Kleinserienhersteller Fisker jetzt einen Luxus-Hybriden vor. Auf der NAIAS in Detroit wirbt der Karma um die ersten 100 Kunden.



Beim neuen Fisker Karma ist sogar der Prospekt ein Hybrid: Der zeigt erstens Hochglanzbilder von der viersitzigen Luxus-Limousine und ist zweitens das Formular für eine Vorbestellung. 95.000 Dollar kostet ein Karma der edlen Vorserie, mit nummerierter Plakette und lackiert in der Farbe der Studie, die gerade in Detroit vorgestellt wurde. Ende 2009 wird die Auslieferung der ersten hundert Autos beginnen, ab 2010 soll das einfachere "Serienmodell" für 79.000 Dollar folgen. Falls, ja falls die Zeit reif ist für einen Fünf-Meter-Exoten mit einem Zweiliter-Vierzylinder und Solarzellen auf dem Dach. Die entsprechend edle Herkunft kann der Karma jedenfalls für sich verbuchen. Der dänische Designer Henrik Fisker, der vor Jahren Autos wie den BMW Z8 oder den Aston Martin Vantage gezeichnet hat, betreibt seit Jahren seine eigene Firma mit Sitz in Irvine (Kalifornien). Bislang verkaufte er Einzelstücke seiner ersten beiden eigenen Autos: den Tramonto auf Basis des Mercedes SL und den Latigo mit Technik vom Sechser BMW

Auf mehr als fünf Meter streckt sich der Karma. Solarzellen auf dem Dach sorgen fürs grüne Gewissen.

Auf mehr als fünf Meter streckt sich der Karma. Solarzellen auf dem Dach sorgen fürs grüne Gewissen.

Der Name Fisker bürgt für schöne Autos, da macht der Karma keine Ausnahme. Der Viersitzer wirkt auf seinen 22-Zoll-Rädern wie eine Kreuzung aus Maserati Quattroporte und Aston Martin Vanquish. Weite geschwungene Linien, ein flaches, aber breites Glashaus und ein kurzes, kräftiges Heck, das an den starken Briten erinnert. Die Sensation beim Karma liegt jedoch unterm Blech. Der Antrieb besteht aus einem zwei Liter großen Benziner, der zwischen 100 und 150 PS leistet, und einem Elektro-Motor, den ein Paket von Lithium-Ionen-Akkus speist. Der Karma soll in sechs Sekunden auf Tempo 100 sprinten und 200 km/h Spitze erreichen. Genauere Angaben macht Fisker noch nicht, sondern zeigt auf der Auto Show in Detroit ein Schnittmodell des Karma: Motor vorne, Generator angeblockt, die Batterien in der Fahrzeugmitte unter dem Boden. Die sollen für 80 Kilometer im reinen Elektrobetrieb reichen, zusätzlich plant Fisker eine Plug-in-Einrichtung zum Aufladen an der heimischen Steckdose. Solarzellen auf dem Dach können ebenfalls die Speicher aufladen oder beim Parken den Strom für die Klimaanlage hereinholen. 

Luxus-Cockpit im Lxus-Hybriden: Ab 2009 können die ersten Kunden hier Platz nehmen.

Luxus-Cockpit im Lxus-Hybriden: Ab 2009 können die ersten Kunden hier Platz nehmen.

So weit ein Layout, wie es etwa von Toyota bekannt ist. Doch woher bezieht er den Antrieb? Hier kommt die Firma Quantum ins Spiel: "Dieses System bauen wir seit vier Jahren in Militärfahrzeuge ein", berichtet Alan Niedzwiecki, Quantum-Präsident und Fiskers Partner beim Karma. Seine Company hat nach eigenen Aussagen Elektro-Komponenten für 500.000 Fahrzeuge geliefert, darunter 2000 Plug-in-Einheiten für den Ford Escape. "Wir glauben an die Nachfrage nach Luxus-Hybriden", sagt Niedzwiecki. Trotzdem klingt das Ziel recht optimistisch: 15.000 Karma sollen pro Jahr vom Band laufen, nur eine Fabrik fehlt noch. "Wir könnten uns Partner wie etwa Magna gut vorstellen." Eine edle Luxus-Limousine für die Reichen, die statt mit dem Toyota Prius mit dem Fisker Karma vorfahren – warum nicht? Das Auto liefert zumindest ein gutes Gewissen. Denn der Prospekt ist auf Altpapier gedruckt – mit pflanzlichen Farben.

Autor: Joachim Staat

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