Vorstellung Lexus LS 600h

Lexus LS 600h Lexus LS 600h

Vorstellung Lexus LS 600h

— 13.10.2006

Der 600er von Lexus

Mit dem LS 600h präsentiert Lexus die aktuelle Spitze der Hybrid-Technik – und den Gegner aller deutschen Luxus-Sparer.

Sechshundert – das ist der Gipfel. Eine magische Zahl, die im Autobau traditionell die Spitze markiert: Ein Mercedes S 600 steht oben, ganz oben. Da will auch Lexus mit dem neuen Topmodell LS 600h landen: ein Vorzeigeschlitten, hochgerüstet mit allem, was teuer, modern und luxuriös ist. Und mit einem kleinen h für Hybridantrieb, der den fünf Liter großen Benziner mit einem 200 PS starken Elektromotor und Allradantrieb vereint. "Die Leistung eines Zwölfzylinders mit dem Verbrauch eines V6", versprechen die Japaner vollmundig.

Unters Blech geschaut: Insgesamt mobilisiert der Antrieb 450 PS.

Vergleichen wir seine Daten zunächst mit der S-Klasse: Mit seiner Power (insgesamt 450 PS, null bis 100 km/h in 5,1 Sekunden) rangiert der Lexus zwischen S 500 4Matic und S 600, beim Verbrauch von 9,5 Liter Super zwischen dem S 320 CDI und dem 500er. Das Ganze bei CO2-Werten auf dem Niveau des Diesels. Die Japaner sprechen von der dritten Hybrid-Generation und packen in den LS 600h ihr ganzes Know-how. Wie bei Computern werden die einzelnen Bausteine immer kleiner und leistungsfähiger. Die Hybrid-Einheit – also Generator, stufenlose Kraftverzweigung und Elektromotor – stammt vom kleineren GS 450h und passt nun in ein Gehäuse von der Größe eines Automatikgetriebes. Die dazugehörige Übersetzung erlaubt im LS sowohl hohe Topspeed (abgeregelte 250 km/h) als auch eine Drehzahl senkende Spargang-Funktion beim V8.

Die Batterie im LS ist ausdauernder, Lexus gibt auf die Komponenten fünf Jahre Garantie. Der gesamte Hybrid-Antrieb wiegt 127 Kilo, plus rund 25 Kilo für die Allrad-Mechanik. Bei solchem Aufwand verblasst beinahe die Luxus-Ausstattung des LS, die von LED-Scheinwerfern, Heckradar als Unfallwarner bis zu Sitzen mit Temperatursensoren reicht. Das meiste Know-how steckt in der stufenlosen Steuerung des Hybrid-Antriebs, die für jeden Fahrzustand die Kraft von Benziner und Elektromotor verwaltet. Laut Toyota haben die Japaner in dieser Technik mehrere Jahre Vorsprung – der erste Mercedes-Hybrid kommt frühestens 2008.

Der LS 600h fährt bei uns bereits ab Sommer 2007 vor. In seinem Hauptmarkt USA soll das Prunkstück den technischen Gegenentwurf zu deutschen Luxus-Dieseln darstellen. Sein größter Vorteil: Der Benziner des LS stößt kein Stickoxid und keinen Kohlenwasserstoff aus, während die Diesel eine aufwendige Abgasnachbehandlung verlangen. Ein Wettkampf auf höchstem Niveau.

Autor: Joachim Staat

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