Vorstellung Mercedes C-Klasse (2007)

Mercedes-Benz C-Klasse Mercedes-Benz C-Klasse

Vorstellung Mercedes C-Klasse

— 18.01.2007

Die doppelte C-Klasse

Das gab es noch nie: eine Mercedes-Limousine mit zwei Gesichtern. Was bislang nur Coupés zierte, gibt es jetzt mit der Ausstattungslinie Avantgarde – den großen Stern im Grill. Aber auch sonst tut sich viel zum Modellwechsel der C-Klasse im März 2007.

Alles neu macht der März

Einmal steht der Stern stolz auf dem Kühler, also dort, wo er seit Generationen hingehört. Und plötzlich prangt er protzig mitten im Grill: So sieht sie also aus, die dritte Generation der C-Klasse. Ab März 2007 wird sie unsere Straßen bevölkern. Sind die beiden unterschiedlichen Sterne nur ein Detail? Nein, sondern ein Zeichen dafür, dass sich die Ausstattungen Classic, Elegance und Avantgarde mehr als bisher unterscheiden sollen. Damit das auf den ersten Blick klar wird, trägt Avantgarde den dicken Stern im Grill – wie SL, CL und CLK zum Beispiel. Classic und Elegance fahren das gute Stück dagegen ganz dezent auf der Motorhaube durch die Gegend. Ob die Unterschiede dann beim Fahren tatsächlich so groß sind, müssen die Tests später zeigen.

Schon die Classic-Version ist jedenfalls umfangreich ausgerüstet, da ist alles dabei, was man so braucht. Bei Elegance und Avantgarde geht es dann tatsächlich eher um stilistische Veränderungen – hochglänzend lackierte Kühlermasken und Ähnliches. Insgesamt fährt das Design voll auf der derzeitigen Mercedes-Linie. Auffällig sind die stärker gepfeilte Front und einige Elemente der S-Klasse, die vorn kräftig ausgestellten Kotflügel zum Beispiel. Die Linienführung erinnert mit der schräg stehenden Frontscheibe, dem flachen Aufbau und dem kurzen, eleganten Heck an ein Coupé. Bemerkenswertes Detail sind die "ventilierenden Rückleuchten": Die Lampen sind mit kleinen Schlitzen ausgestattet, die vom Unterboden angesaugte Luft strömt dort durch und ersetzt im Endeffekt eine herkömmliche Abrisskante.

Sicherheit in Serie: Die C-Klasse hat jetzt Knie-Airbags.

Wie üblich ist der Neue etwas größer geworden als der Alte. 4,58 Meter Länge sind 5,5 Zentimeter mehr als beim Vorgänger. Die Breite wuchs um 4,2 Zentimeter auf 1,77 Meter und der Radstand um 4,5 Zentimeter auf 2,76 Meter. Da klingt es nur logisch, dass Mercedes mehr Platz und einen größeren Kofferraum verspricht: Der schluckt jetzt 475 statt vorher 455 Liter. Cockpit und Innenraum sind kaum wiederzuerkennen, Instrumententafel und Mittelkonsole komplett neu. Mercedes-Benz verwendet jetzt die Black-Panel-Technik: Warn- und Kontrollleuchten werden im Normalfall nicht angezeigt, sondern nur bei einer Störung (und beim Einschalten der Zündung). Und jetzt wird auch die C-Klasse mit einem Controller bedient – also dem beliebten Dreh- und Drück-Rad auf der Mittelkonsole. Wie bei der S-Klasse.

Vorne wurden die McPherson-Federbeine überarbeitet, hinten blieb es bei der Raumlenkerachse.

Black Panel und Controller klingen ja schon ganz gut, aber Mercedes kann noch viel mehr Englisch. Wir dürfen mitlernen. Unter dem Begriff "Agility Control" haben die Stuttgarter zum Beispiel alles zusammengefasst, was das Fahrverhalten betrifft. Zugegeben, wenn wir das mit Beweglichkeits-Kontrolle übersetzen, klingt es aber auch nicht viel besser. Also, längerer Radstand und breitere Spur sind die Voraussetzungen, vorn wurden die McPherson-Federbeine überarbeitet, hinten blieb es bei der Raumlenkerachse. Aber dann: Die Agility-Control-Stoßdämpfer passen sich automatisch der Fahrsituation an, bei langsamer Fahrt mit hohem Abrollkomfort, bei schneller Fahrt mit strafferer Dämpfung. Die Lenkung wurde sechs Prozent direkter übersetzt, und – das haben wir jetzt auch erwartet – die Agility-Control-Schaltung schaltet präziser als bisher.

Dann gibt es noch Adaptive Brake, heißt übersetzt etwa anpassungsfähige Bremsen. Die sind mit denen aus der S-Klasse verwandt und bieten erweiterte Funktionen: Anfahrhilfe an Steigungen, Trockenbremsen bei Nässe, Vorfüllen der Anlage in kritischen Situationen. Serienmäßig sind für den Fall der Fälle sieben Airbags an Bord, neu dabei ist ein Knie-Airbag für den Fahrer. Mercedes nennt ihn, klar, Kneebag. Die Sitze vorn tragen Neck-Pro-Kopfstützen, das sind aktive Kopfstützen, die bei einem Heckaufprall blitzschnell die Polsterflächen nach vorn schieben, um die Köpfe früher aufzufangen. Neu sind auch adaptive Bremslichter, also blinkende Bremsleuchten: Wird bei mehr als Tempo 50 stark gebremst, blinken die Lampen und warnen damit den nachfolgenden Verkehr.

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Motoren und Ausstattungen im Detail

Gegen Aufpreis gibt es noch das aus der S-Klasse stammende Pre-Safe-System, das kritische Fahrmanöver im Ansatz erkennt und das Auto auf einen drohenden Unfall vorbereitet: Die Gurte werden gestrafft, Seitenscheiben und Schiebedach geschlossen und vieles mehr. Zur neuartigen Scheinwerfertechnik des sogenannten Intelligent Light System (auch ein Extra) gehören Bi-Xenon-Scheinwerfer mit fünf verschiedenen Funktionen: Landstraßenlicht, Autobahnlicht, erweitertes Nebellicht, aktives Kurvenlicht und Abbiegelicht.

Fünf Benziner und drei Diesel stehen bei der C-Klasse ab März zur Wahl.

Von den Motoren hat sich Mercedes besonders die Vierzylinder vorgenommen und überarbeitet: Bei den Benzinern stieg die Leistung des C 180 Kompressor von 143 PS auf 156 PS. Der C 200 Kompressor hat jetzt 184 statt 164 PS. Der C 200 CDI geht jetzt mit 136 statt bisher 122 PS an den Start, der 220 CDI mit 170 PS statt vorher 150 PS. Die V6 blieben weitgehend unverändert. Beim C 230-Benziner bleibt es bei 204 PS, beim C 280 bei 231 PS und beim C 350 bei 273 PS. Der Top-Diesel C 320 CDI leistet weiterhin 224 PS. Die Diesel haben serienmäßig einen Partikelfilter an Bord, alle Motoren bekommen serienmäßig ein Sechsgang-Schaltgetriebe, nur der C 350 serienmäßig die Siebenstufen-Automatik. Start für die neue C-Klasse ist, wie gesagt, im März – und zwar für beide Varianten.

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So sind die drei C-Klassen ausgerüstet

Classic: Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags vorn, Windowbags, Knie-Airbag für Fahrer, ESP, ASR, Bremssystem Adaptive Brake, aktive Kopfstützen vorn, selektive Stoßdämpferregelung, Außenspiegel elektrisch und beheizt, Fahrlicht-Automatik, adaptives Bremslicht, Fensterheber elektrisch, Handschuhfach klimatisiert, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad, Nebelscheinwerfer, Reifendruckwarner, Aluräder ab C 200 K/C 220 CDI, Sechsgang-Schaltgetriebe, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Innenraum-Zierteile in Klavierlack-Optik.

Elegance: Chrom-Einlagen an Stoßfängern, Seitenschutzleisten und Kofferraumdeckel, B-Säulen schwarzglänzend lackiert, 16-Zoll-Leichtmetallräder, Reifen 205/55 R 16, Lichtpaket mit beleuchteten Fußräumen, Leselicht und Ausstiegsleuchten, Multifunktionslenkrad Leder, 4,5-Zoll-Display im Kombi-Instrument, Rücksitzbank mit Mittelarmlehne und Cupholder, Leder-Schalthebel, Innenraum-Zierteile aus Eukalyptus-Edelholz.

Avantgarde: Mercedes-Stern im Kühler, Kühlermaske schwarzglänzend lackiert, Chrom-Einlagen an Stoßfängern, Seitenschutzleisten und Kofferraumdeckel, B-Säulen schwarzglänzend lackiert, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Reifen 225/45 R 17, Lichtpaket mit beleuchteten Fußräumen, Leselicht und Ausstiegsleuchten, Multifunktionslenkrad Leder, 4,5-Zoll-Display im Kombi-Instrument, Rücksitzbank mit Mittelarmlehne und Cupholder, Leder-Schalthebel, Innenraum-Zierteile aus Alu.

Autor: Dirk Branke

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