Vorstellung neuer BMW Mini

Mini Cooper S (2007) Mini Cooper S (2007)

Vorstellung neuer BMW Mini

— 14.08.2006

Mini bleibt Mini

Ende 2006 ist beim Mini Generationswechsel angesagt. Die behutsamen Veränderungen zeigen: Der Retro-Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

"Vom Original zum Original" hieß die Maxime der BMW-Designer, als sie sich an die zweite Generation des Mini wagten. Mit anderen Worten: Never touch a running Mini! Warum sollte die Optik des bayerischen Retro-Zwergs großartig verändert werden, wenn das Auto nach wie vor als Kult akzeptiert wird? Und es mit bislang mehr als 800.000 verkauften Exemplaren seinen festen Platz in der monatlichen Zulassungs-Hitliste eingenommen hat?

Der Vergleich alt gegen neu (siehe Bildergalerie) offenbart eine äußerst behutsame Kosmetik an der Außenhaut, die – genau genommen – gerade mal als Facelift durchgehen würde. Dabei rollt der neue Mini Ende 2006 mit einer sechs Zentimeter längeren Karosserie zum Händler, was in erster Linie den künftigen Bestimmungen des Fußgängerschutzes zugutekommt. Der klassischen Seitenlinie schadet es nicht, die Karosserieüberhänge an Front und Heck sind nach wie vor kurz und knackig. Geblieben sind auch die charakteristischen runden Scheinwerfer, der sechseckige Kühlergrill, die Diagonalfuge zwischen Motorhaube und Seitenblinker sowie die aufrecht stehenden Rückleuchten.

In Sachen Innenraum haben sich die Designer schon mehr ins Zeug gelegt, der gewohnte Mix aus kreisrunden Formen und geraden Linien ist aber geblieben. Das zentrale Anzeigeinstrument "Center Speedo" ist gewachsen und hat einige Funktionen dazubekommen: Neben der analogen Geschwindigkeitsanzeige sind jetzt auch alle Entertainment- und Navigationsfunktionen integriert. Das entlastet die Mittelkonsole, die dadurch um einiges graziler ausfällt und den Füßen von Fahrer und Beifahrer mehr Platz lässt. Für die finale Wohlfühlstimmung soll schließlich ein optionales "Ambient Light" sorgen, das verschiedene Cockpit-Elemente indirekt beleuchtet und dabei fünf Farbabstufungen zwischen warmem Orange und sportlichem Blau im Angebot hat.

Ende 2006 starten zunächst Cooper (Foto) und Cooper S. Der Mini One folgt.

Zu den unsichtbaren Veränderungen zählt das modifizierte Fahrwerk. Die Vorderachse nach dem McPherson-Federbein-Prinzip, hinten eine Zentrallenker-Achse und sechs Kilo Gewichtsersparnis durch den Einsatz von Aluminium-Längslenkern sollen weiterhin das legendäre Go-Kart-Feeling garantieren, verspricht der Hersteller. Die neue elektromechanische Servolenkung passt ihre Charakteristik an die aktuelle Geschwindigkeit an und agiert nach Druck auf den Sport-Schalter noch "einen klaren Deut agiler".

Unter der Haube dürfen sich völlig neu konstruierte Vierzylinder-Benziner austoben. Zur Markteinführung Ende 2006 geht der Mini Cooper mit einem 120-PS-Sauger an den Start, darüber rangiert der Cooper S mit satten 175 Turbo-PS und einem maximalen Drehmoment von 240 Nm, das beim starken Beschleunigen dank Overboosts kurzfristig sogar auf 260 Nm gepusht wird. Im ersten Halbjahr 2007 folgen der 95 PS starke Mini One und ein Turbodiesel-Aggregat. Die Grundpreise stehen schon fest: Der Einstieg in den Mini One kostet 15.450 Euro, für den Mini Cooper werden 17.350 Euro fällig, der Cooper S kostet 21.050 Euro.

Autor: Michael Voß

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