Erste Bilder vom Nissan GT-R

Nissan GT-R Nissan GT-R

Vorstellung Nissan GT-R

— 29.10.2007

Der Japan-Porsche kommt!

Die Japaner haben wieder einen 911 – dort heißt er Nissan GT-R. Die neueste Auflage von Japans Kult-Sportwagen bringt es auf 480 PS und kommt 2008 zu uns!

Wir müssen nicht länger neidisch nach Japan schielen. Denn Ende 2008 schickt Nissan seinen heißesten Renner auch nach Deutschland. GT-R heißt das scharfe Teil, nach dem sich seit mehr als 30 Jahren Sportwagen-Fans in aller Welt die Finger lecken. Nissan hat das bislang wenig interessiert und den kernigen Sportwagen dem heimischen Markt vorbehalten. Dort hat sich eine riesige Fangemeinde gebildet, die keine Tuningmaßnahme scheut und bei nationalen Meisterschaften einen Sieg nach dem anderen feiert. Bis zu 1000 PS leisten die Boliden dort, obwohl auf Japans Straßen ein Tempolimit von 130 km/h herrscht. Mit der elften Generation des GT-R – der früher nach dem Basismodell Skyline GT-R hieß – schlägt Nissan ein neues Kapitel auf. Satte 480 PS leistet der V6-Biturbo. Und damit konkurriert der GT-R direkt mit dem Porsche Turbo.

Unter vier Sekunden auf 100

Der Sechszylinder-Bi-Turbo bewegt sich mit seinen 480 PS auf Augenhöhe mit Porsche und Co.

Wie beim Zuffenhauser Konkurrenten erfolgt die Kraftübertragung auch beim Japaner an alle vier Räder, allerdings auf ganz besondere Art. Der Motor sitzt vorn, das Sechsganggetriebe mit Doppelkupplung (ähnlich dem DSG von VW) an der Hinterachse (Transaxle-Bauweise). Die Kraft ist nicht nur zwischen den Achsen variabel (null bis 50 Prozent vorn), sondern auch zwischen den Rädern der Hinterachse. So wird ein leichter Mitlenkeffekt der Hinterachse erzielt. Auf das Fahrwerk sind die Nissan-Ingenieure besonders stolz. Es wurde in aufwendigen Testfahrten auf der Nordschleife des Nürburgrings abgestimmt. Nach diesem Training soll der GT-R die Bestzeit des Porsche Turbo mit 7:38 Minuten um zwei Sekunden unterboten haben Es scheint also, dass Nissan einen wirklich anspruchsvollen Sportwagen auf die Räder gestellt hat. Dafür spricht nicht nur die Spitze von über 300 km/h, sondern auch das Sprintvermögen von unter vier Sekunden für den Spurt von null auf 100 km/h.

Leichtbau ist Trumpf

Widerstand zwecklos: Teile an Front und Heck sind aus Carbon, der cW-Wert liegt bei 0,27.

Bleibt die Preisfrage. Auch in diesem Punkt beschert uns der Nissan feuchte Hände. Denn mit rund 75.000 Euro soll er sogar unter dem Preis eines normalen 911 liegen. Her damit! Leichtbau ist Trumpf: Teile an Front und Heck sind aus Carbon, cW-Wert 0,27. Der Biturbo-V6 wird ebenso komplett von Hand zusammengebaut wie das sequenzielle Sechsganggetriebe mit Doppelkupplung. Große, klare Rundinstrumente mit digitaler Ganganzeige. Sportwagen-Cockpit (hier Rechtslenker) mit Schaltpaddeln am Lenkrad. Motor, Differenzialsperre und Stoßdämpfer lassen sich auf Tastendruck schärfen. Hinten ein Hauch von Ferrari (456), nur der Flügel stört die Optik. Fazit Seit dem Honda NS-X kommt endlich wieder ein Hightech-Sportwagen aus Japan, und das zum fairen Preis. Wir sind gespannt, was der GT-R wirklich kann.

Historie

Der Nissan GT-R gilt als Kult-Sportwagen in Japan. Das Rezept ist einfach, aber effektiv: Frontmotor mit reichlich Leistung, zunächst Heck-, später Allradantrieb. Der erste Nissan Skyline kam 1957, die sportliche GT-R-Variante folgte 1969. Die Leistung stieg im Laufe der Jahre von 160 über 280 bis auf kurzfristig sogar 550 PS in der neunten Generation (1995). 1969: der erste GT-R. 24V-R6, Heckantrieb, 160 PS, 200 km/h. 1989: Nummer acht. Reihen-Sechser, 280-Turbo-PS, Allrad. 2002: der letzte. 2.6-R6, Twinturbo, 280 PS, Allrad.

Autor: Peter Lyon

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