Nissan hat den Prototyp des kompakten Elektroautos "LEAF" enthüllt. AUTO BILD durfte ihn schon testen: 109 PS reichen für zügige Beschleunigung, nach 30 Minuten Schnellladung kann die Fahrt weitergehen.
Von Hauke Schrieber Das neue Elektroauto
Leaf (zu deutsch: Blatt) könnte nach AUTO BILD-Informationen in Deutschland ab 2011 für weniger als 20.000 Euro angeboten werden. Nicht im Preis enthalten ist dabei der teuerste Teil des Autos: Die 250 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie muss geleast werden. Für den Strom an öffentlichen Ladestationen schwebt
Nissan eine Flatrate von 60 bis 70 Euro im Jahr vor, subventioniert von Energieunternehmen. Den LEAF bringt Nissan Ende 2010 zunächst in Japan, in den USA sowie in ausgewählten Regionen Europas (Portugal, Irland, Dänemark) auf den Markt. Zwei weitere E-Modelle folgen.
160 Kilometer Reichweite, Spitze 150 km/h
Unter der Klappe an der Front warten die Steckdosen für Schnellladung mit Drehstrom (links) und Standardladung per Hausstrom.
Der vorgestellte Prototyp, ein fünfsitziges Schrägheckmodell der Golf-Klasse, bildet das Serienauto zu 96 Prozent ab. Angetrieben wird der Kompaktwagen von einem E-Motor mit einer Leistung von 80 kW (109 PS). Die Akkus sorgen für eine Reichweite von rund 160 Kilometern, der Top-Speed ist bei 150 km/h erreicht. Unter einer Klappe an der Front befinden sich nebeneinander die Anschlüsse für die Schnellladung mit Drehstrom (Ladezeit für 80 Prozent Kapazität: 30 Minuten) und die Aufladung über eine normale Haussteckdose (rund acht Stunden).
Erster Test: Gute Beschleunigung, stabil in Kurven
Willkommen in der Zukunft: Nach dem Drücken des Startknopfes ertönt ein Klang wie beim Hochfahren eines Computers.
Nissan-Chef Carlos Ghosn sagte auf der Premierenfeier: "Wir sehen Elektroautos nicht als Nische, sondern als einen Massenmarkt." Für das Jahr 2020 rechnet er mit einem weltweiten Marktanteil von zehn Prozent. Vom LEAF sollen 2011 schon rund 180.000 Stück in Japan und in den USA gebaut werden. AUTO BILD durfte in Japan die LEAF-Technik bereits testen. Nach dem Drücken des Startknopfes ertönt ein Klang wie beim Hochfahren eines Computers. Der Fronttriebler beschleunigt rasant (280 Nm Drehmoment). Man spürt, dass der LEAF – anders als der
Mitsubishi i-MiEV – ein eigens für den E-Antrieb entwickeltes Auto ist. Die Batterien unterm Boden sorgen für einen derart tiefen Schwerpunkt, dass dieser vollwertige Kompaktwagen Kurven schneller und sicherer nimmt als viele andere seiner Klasse.
| Technische Daten Nissan LEAF |
| Abmessungen |
| Länge |
4.445 Millimeter |
| Breite |
1.770 Millimeter |
| Höhe |
1.550 Millimeter |
| Radstand |
2.700 Millimeter |
| Fahrleistungen |
| Reichweite |
160 Kilometer / 100 Meilen (US LA4) |
| Höchstgeschwindigkeit |
>140 km/h (90 mph) |
| Motor |
| Typ |
Elektromotor (AC) |
| Leistung |
80 kW |
| Drehmoment |
280 Nm |
| Batterie |
| Typ |
laminierte Lithium-Ionen-Batterie |
| Kapazität |
24 kWh |
| Leistung |
> 90 kW |
| Energiedichte |
140 Wh/kg |
| Leistungsdichte |
2.5 kW/kg |
| Anzahl der Module |
48 |
| Ladezeit |
Schnelllader DC 50kW (0-80%): < 30 Minuten; |
| AC200V Aufladung: < 8 Stunden |
| Batterieanordnung |
Unter Sitz / unter Boden |
16.09.2011 15:45Uhr
Lithium-Ionen oder Lithium-Polymer sind keine Anworten auf die Erfordernisse von HEUTE, nicht der Zukunft, wie viele denken.
28.04.2011 14:46Uhr
So ein Leasingakku wäre sicher das Idealste. Was mir aber etwas Sorgen bereitet:
Wie soll die Heizung im Winter funktionieren?
23.03.2011 05:10Uhr
04.12.2010 15:39Uhr
11.10.2010 15:30Uhr
Das wäre optimal für meine Frau: - Kindergarten- Schule- einkaufen- Musikschule- Sportverein etc., alle Strecken, auf denen ein Ottomotor nie richtig warm wird und damit im Kurzstreckenbetrieb üblicherweise sehr starke Emissionen ausstößt und nicht gerade motorschonend fährt. Einem Elektromotor sollte das egal sein.
Schade, dass es in Deutschland anscheinend den Wagen noch nicht zu kaufen gibt. Ich würde den sofort bestellen.