Vorstellung Peugeot 207 SW

Peugeot 207  SW Peugeot 207  SW

Vorstellung Peugeot 207 SW

— 17.07.2007

Innere Größe

Schicke Schale - großer Kern. So will Peugeot in einem Segment punkten, das so wenig Konkurrenz bietet wie kaum ein anderes.

Ein Kombi soll Platz bieten. Für die Kinder, Einkäufe, den Hund. Peugeot weiß, dass die Großfamilie in den neuen 207 SW nicht passt und setzt deshalb auf aktive Senioren und Kleinfamilien als Kunden. Die Rechnung könnte aufgehen: Der dritte Spross der 207-Baureihe packt zwischen 337 und 1258 Liter Gepäck weg, bleibt aber mit 4,16 Metern Länge erfreulich kompakt. Trotzdem ist er immerhin 13 Zentimeter länger als der Vorgänger, der aber als Nachzügler der 206-Baureihe eher ein Lifestyle-Kombi war. Der 207 SW macht es besser. Die Rücksitze lassen sich asymmetrisch geteilt mit einem Handgriff wegklappen, die ebene Ladefläche erhöht den Nutzwert ebenso wie die nur 55 Zentimeter flache Ladekante und die maximale Ladebereite von 1,06 Meter. Gegenstände von bis zu 1,70 Meter Länge fasst das Gepäckteil. Praktisch auch die separat zu öffnende Heckscheibe und die dreifach faltbare Heckablage.

Sonnige Aussichten dank 1,1-Quadratmeter-Glasdach

Ordentlich: Das Cockpit wurde aus der Limousine übernommen.

Luftig wird es dank eines rund 1,1 Quadratmeter großen Glasdachs mit elektrisch bedienbarer Jalousie in den höherpreisigen Versionen Tendance und Sport. Sie haben außerdem eine geteilt zu öffnende Heckscheibe an Bord. ESP gibt es erst der Sport-Variante, die auch den aggressiver gezeichneten Kühlergrill trägt, den wir bereits von der Limousine kennen. Ansonsten kostet das Anti-Schleuder-Programm 460 Euro Aufpreis. Warum? Alle Varianten verfügen über eine Dachrehling, die sogar schick aussieht. Der Innenraum ist im Vergleich zum Vorgänger um 121 Millimeter in der Länge und 84 mm in der Breite gewachsen. Auch in der Höhe legte er um 83 mm zu und misst jetzt 1,51 m. Das merken vor allen die Fondpassagiere, die spürbar mehr Platz haben als im Vorgänger. Das Cockpit wurde – ebenso wie die komplette Front – von der Limousine übernommen. Es ist durchaus gefällig und bietet deutlich bessere Materialien als der 206, der hier noch mit schlichtem Hartplastik Vorlieb nehmen musste. Im Gegensatz zu den ersten Modellen scheint die Verarbeitung gereift.

Neu ist der 1,4-Liter mit 95 PS, der aus der Kooperation mit BMW stammt. Fahren durften wir ihn noch nicht, Peugeot bekommt jetzt gerade erst die Motoren geliefert. Auf dem Papier klingen die Daten ordentlich. Immerhin 185 km/h Spitze sind möglich, der Spurt auf Tempo 100 dauert 11,8 Sekunden. Dabei soll sich der 207 SW mit 6,3 Liter Super-Benzin begnügen. Für Dieselfreunde hat Peugeot den bekannten 1,6-Liter im Angebot, der in zwei Leistungsstufen mit 90 und 110 PS erhältlich ist und dank Rußpartikelfilter FAP auch sauber (131 g CO2/km) und sparsam (5,0 Liter/100 km) bleibt. Die schwächere Version ist aber erst im Herbst greifbar. Bleibt die Basis, ein 1,4-Liter-Benziner mit 73 PS, der bis zum 31. September für 12 800 Euro und damit zum gleichen Preis wie die Limousine angeboten wird. Durchaus eine Überlegung wert, denn der Franzose verbindet ein ansehnliches Design mit hohem Nutzwert. Dazu kommen lange Inspektionsintervalle und günstige Versicherungseinstufungen.

Der Franzose neigt sich kaum in Kurven

Peugeot 207 SW: 185 km/h Spitze, von 0 auf 100 in 11,8 Sekunden.

Top-Modell ist derzeit der stärkere Diesel in Verbindung mit der üppigen Sport-Ausstattung für 19.459 Euro. Er verfügt als einziges Modell in Serie über ein SSP (Steering Stability Programm) genanntes System, das durch das Zusammenwirken der elektrischen Servolenkung, ABS und ESP für mehr Stabilität und einen um bis zu zehn Prozent kürzeren Bremsweg vor allem auf glattem Untergrund sorgen soll. Der Fahrer bekommt eine Lenkempfehlung, wenn das Fahrzeug ins Schleudern gerät. Bis zu 80 Grad kann dabei der eingeschlagene Lenkwinkel betragen. Wenn dem Fahrer Zweifel kommen, kann er das System überstimmen – sprich Gegenlenken. Der Komfort des Franzosen ist ordentlich. Straff, aber durchaus angenehm bügelt er Unebenheiten weg, neigt sich kaum in Kurven und vermittelt bereits mit wenig Pferdestärken durchaus sportliche Züge.

Im Herbst schiebt Peugeot noch eine RC-Variante nach

Im Herbst wird Peugeot noch eine RC-Variante mit 175 PS und den Esplanade nachschieben, die vor allem auf eine exklusive Optik mit Offroad-Anleihen setzt, ohne echte Geländetauglichkeit mitzubringen. Bis dahin müssen sich die Kunden mit maximal 120 PS zufrieden geben. In dieser Klasse mehr als genug: spielte der 205 GTI in den Stückzahlplanungen der Marktstrategen noch eine echte Rolle, wird der neue RC besonders als Kombi wohl ein Exot bleiben. Einziger echter Konkurrent ist der Opel Meriva OPC. Das wiederum sollte Mut machen.

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