Vorstellung Porsche Cayenne Turbo S

— 20.04.2008

Der Stärkste seiner Art

Schon mal 2,3 Tonnen mit 280 Sachen über die Autobahn gescheucht? Nein? Dann ran ans Sparschwein und ab zum Porsche-Händler: Der neue Cayenne Turbo S ist da. Frisch geliftet und mit 550 PS stärker als je zuvor.
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Von Jochen Knecht Mit der letzten Überarbeitung der Cayenne-Familie mussten sich die Freunde des erfolgreichen Allrad-Porsche vorübergehend von ihrem Idol verabschieden. Erst jetzt, nachdem Cayenne, Cayenne S, Cayenne GTS und Cayenne Turbo bei den Porsche-Niederlassungen stehen, darf endlich auch der Turbo S aus dem Stall. Ein Blick auf den automobilen Veranstaltungskalender erklärt die Verzögerung: Das 550-PS-Geschoss ist der Star des Porsche-Messestandes auf der Auto China 2008 in Peking. Die neuen Superreichen der "emerging markets", der aufstrebenden Märkte, wie die Schwaben Asien und Osteuropa selbst nennen, sind ganz wild auf hochbeinige PS-Monster. Da kann man die angestammte Kundschaft schon mal ein bisschen warten lassen. Das Datenblatt zeigt: Die Geduld war angebracht. 550 PS quetschen zwei Turbolader aus dem 4,8-Liter großen V8 – 29 PS mehr als beim Vorgänger. Statt bei 270 Sachen geht dem Geschoss jetzt erst bei 280 km/h die Puste aus. Schneller und stärker ist aktuell kein Serien-SUV.
Das Festplatten-Navi ist ab Werk mit an Bord
Die zweifarbigen Ledersitze sind Serie, das schicke Sportlenkrad auch. Teuer wird es für Freunde elektronischer Spielereien.
Die zweifarbigen Ledersitze sind Serie, das schicke Sportlenkrad auch. Teuer wird es für Freunde elektronischer Spielereien.
14,9 Liter soll der Cayenne Turbo S laut Porsche während 100 Kilometern aus dem Tank schlürfen und dabei alle drei Kilometer gut ein Kilo CO2 aus den vier Auspuffrohren pusten. Daten, die CO2-Mahnern die Zornesröte ins Gesicht treiben werden. Wie praxistauglich der Verbrauchswert ist, wird ein erster Test zeigen. Beeindruckend ist das Top-Modell der Cayenne-Familie auf jeden Fall. Auch und gerade, wenn man ihm keine Höchstleistungen abverlangt. So sitzt der Turbo-S-Käufer ab Werk auf zweifarbigen Leder-Sportsitzen, navigiert mit einem Festplatten-Pfadfinder und dirigiert das 2,3-Tonnen-Geschoss mit einem dick aufgepolsterten Multifunktions-Sportlenkrad. Wer die elektronischen Einbauten per Sprachbefehl steuern, Sourround-Sound genießen oder sein Handy per Bluetooth mit dem Entertainment-System koppeln möchte, muss allerdings ein paar Scheine extra hinblättern.
Auf Wunsch: Keramik-Bremsen fürs SUV-Geschoss
Der Kühler des Cayenne Top-Modells ist auffällig vergittert, ab Werk rollt er auf 19-Zoll-Rädern.
Der Kühler des Cayenne Top-Modells ist auffällig vergittert, ab Werk rollt er auf 19-Zoll-Rädern.
Das gilt auch für die Porsche-Keramik-Bremsen (PCCB), die mit dem Turbo S ihre Cayenne-Premiere erleben. Bislang waren die gnadenlos zupackenden Super-Stopper nur für klassische Porsche-Baureihen zu haben. Künftig kann das PCCB-System ab dem Cayenne S aufwärts geordert werden. Allerdings nur, wenn mindestens 20 Zoll große Räder montiert sind. Die kosten natürlich ebenfalls extra. Die allermeisten Turbo-S-Käufer werden also keine Probleme haben, den Basispreis von 132.774 Euro deutlich in die Höhe zu treiben. 
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