Vorstellung Saab 9-4X/9-X

Saab 9-4X/ 9-X Saab 9-4X/ 9-X

Vorstellung Saab 9-4X/ 9-X

— 20.05.2008

Die machen Mut für morgen

Schweden schläft nicht – das zeigen zwei Saab-Studien. Schon nächstes Jahr sollen die Studien auf die Straße kommen. Wenn GM die Projekte der Schweden unterstützt, werden wir noch lange Freude an Saab haben.

Es ist ruhig geworden um die schwedische Automobilmarke Saab. Außer Karosserieretuschen sowie hier und da ein paar PS mehr hatte die schwedische Opel-Tochter in den letzten Jahren nicht viel Neues zu bieten. Nur logisch also, dass die Schweden bei vielen im Abseits landeten. Doch zwei seriennahe Studien sollen Saab jetzt wieder ins Gespräch bringen. Wir haben uns den Geländekombi Saab 9-4X BioPower und den Golf-Konkurrenten Saab 9-X BioHybrid schon mal angesehen. Mit dem knapp 4,80 Meter langen Allradler versucht Saab ein Stück vom Kuchen abzukriegen, den BMW X5, Mercedes ML und demnächst der Audi Q5 so appetitlich zubereitet haben. Um dabei anders zu sein, bemüht die schwedische Marke entsprechend ihrer Tradition Designmerkmale aus dem Flugzeugbau. Etwa die einer Pilotenkanzel nachempfundende Fensterpartie oder das umlaufende Cockpit, dessen Funktionsfenster an eine Jet-Instrumentierung erinnern.

Saab hat sich noch nicht aufgegeben

Im Segment der mittelgroßen SUV ist der 9-4X eine
wirklich attraktive Alternative.

Angetrieben wird der kompakte SUV von einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbo mit variabler Ventilsteuerung für besseres Ansprechen des Motors sowie Direkteinspritzung für effiziente Verbrennung. Wird er mit dem hochoktanigen Treibstoff E85 gefüttert (85 Prozent Bioethanol und 15 Prozent Benzin), sollen 300 PS und 400 Nm Drehmoment möglich sein, wie Saab-Chef Jan Ake Jonsson schwärmt. Übertragen wird die Kraft vom Allradantrieb XWD mit selektiver Kraftverteilung zwischen den Hinterrädern, den wir aus dem Saab 9-3 kennen. Der Saab 9-X BioHybrid startet noch ambitionierter, versucht in der heiß umkämpften Golf-Klasse ein Wörtchen mitzureden. Der auf dem kommenden Opel Astra basierende Dreitürer kommt gänzlich ohne B-Säulen aus, die Außenspiegel sind durch bewegliche Kameras ersetzt.

Angetrieben wird der vermutlich 9-2 getaufte Saab von einem turbogeladenen 1,4-Liter-Vierzylinder, der Bioethanol (E85) konsumiert und damit immerhin 200 PS leistet. Zusätzlich wird er von einem Elektromotor unterstützt, der seine Energie aus Lithium-Ionen-Batterien bezieht. Im Durchschnitt soll die schnelle Jet-Kanzel auf Rädern mit E85 nur 105 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft pusten, was etwa einem Verbrauch von 4,4 Litern auf 100 Kilometer entspricht. Damit wäre Saab dann ganz sicher im Gespräch.

Fazit von Jürgen Zöllter

Was uns noch als Studien vorgestellt wurde, soll schon nächstes Jahr auf die Straße kommen. Und wir können nur sagen: super! Der 9-4X und der 9-X zeigen, dass die angeschlagene Marke Saab sich noch nicht aufgegeben hat und kämpft. Wenn GM die ehrgeizigen Projekte der Schweden unterstützt, werden wir noch lange Freude an Saab haben.

Saab 9-X: Allrad-Golf mit 200 PS

In Genf haben uns die Schweden zum ersten Mal Appetit auf ihren Beitrag zur Golf-Klasse gemacht, jetzt ist eine Serienfertigung in greifbarer Nähe. Wie viel von der Studie erhalten bleibt, ist noch nicht endgültig entschieden – wir hoffen aber möglichst viel. Mit Benzin betrieben soll der Allradler übrigens nur 4,9 l/100 km verbrauchen, also gerade mal 117 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Für einen 200-PS-Brenner wäre das sensationell.

Autor: Jürgen Zöllter

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