Vorstellung Seat Ibiza

Seat Ibiza Seat Ibiza

Vorstellung Seat Ibiza

— 23.04.2008

So heiß ist Ibiza

Wenn Spaniens Blüten blühen: Seat erlaubt einen ersten Blick auf den neuen Ibiza. Der flotte Kleinwagen steht ab Mitte Juni 2008 bei den Händlern. Zunächst im Angebot: drei Benziner und drei Diesel.

Seat-Chef Erich Schmitt, bis 2006 bei Audi tätig, weiß scheinbar ganz genau, wer den neuen Ibiza kaufen wird: "Der Ibiza ist ein Auto für Junge und Junggebliebene, die Wert auf Design, Sportlichkeit und Qualität legen. Und dabei auch an die Umwelt denken." Aha. Das könnte jeder von uns sein. Nicht besonders originell, dafür sieht das Auto umso besser aus. Preisgünstig war der Ibiza ja schon immer, aber ansonsten so anregend wie ein milder Kamillentee. Tuch weg also, der erste Auftritt des neuen Ibiza. Das Auto, das der spanischen Marke im VW-Konzern auf die Sprünge helfen soll. Höchste Zeit, denn bisher machte Seat den Herren in Wolfsburg wenig Freude. Und der Ibiza zeichnet für rund die Hälfte der Gesamtproduktion verantwortlich.

Jeder zweite verkaufte Seat ist ein Ibiza

Der neue Seat Ibiza: vom Pummelchen zum Designer-Kleinwagen.

Erster Eindruck: Hübsch ist er, der Kleine mit der schwungvollen Seitenlinie, nicht mehr so pummelig wie der Vorgänger. Sicher, der Diamant, der Chefdesigner Luc Donckerwolke beim Modellieren angeblich inspirierte, kann kein Hochkaräter gewesen sein. Sonst wäre der Ibiza etwas auffälliger geraten. Aber einen erfreulichen Anblick bietet er allemal. Auch innen: Das Cockpit mit zum Fahrer geneigter Mittelkonsole gefällt, und der Rotstift hinterlässt kaum Spuren. Qualitativ – so der erste Eindruck – ist dieser Seat kein Billigheimer. Besonders stolz sind die Spanier, dass sie als Erste im Konzern auf der neuen, für den Polo-Nachfolger bestimmten Plattform aufbauen durften. Sie soll mehr Komfort und präzisere Fahreigenschaften ermöglichen, obgleich die Fahrwerktechnik unverändert bleibt. Dazu gehört eine modernisierte Elektronik mit verbessertem ESP und Berganfahrhilfe. Zehn Zentimeter länger geriet der Ibiza auch, Radstand (plus sieben Millimeter) und Spur legten ebenfalls zu. Davon profitiert der Platz im Fond ebenso wie der Kofferraum (290 Liter). Trotzdem soll das Auto rund 25 Kilo leichter sein. Die Motorenpalette: zum Verkaufsstart Mitte Juni drei Benziner (1,2 l /70 PS, 1,4 l / 85 PS, 1,6 l /105 PS) sowie drei Diesel (1,4 l /70 PS, 1,4 l / 80 PS, 1,9 l /105 PS), die schärferen Sachen kommen später. Aber ob der neue Ibiza noch so erschwinglich bleibt wie der alte? Da begnügt sich Seat zurzeit noch mit einem "Alles wird gut".

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Wolfgang König

Vom Pummelchen zum Designer-Kleinwagen: Der Ibiza hat den Sprung geschafft – einigermaßen zumindest, denn noch etwas mehr Markencharakter wäre kein Fehler. Goldrichtig die Betonung der Qualität, denn das ist es, was Seat braucht.

Autor: Wolfgang König

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