Vorstellung VW Amarok

Vorstellung VW Amarok

— 01.12.2009

Der neue Pick-up von VW

Mit dem Amarok entert Volkswagen die Eintonnen-Zuladungsklasse bei den Pick-ups. Gebaut wird der VW Amarok in Argentinien, ausgeliefert wird in alle Welt. Erste Fotos und Infos vom Serienmodell!

Amarok – der Name klingt irgendwie exotisch. Er ist es auch, denn der Begriff stammt aus der Mythologie der Inuit und ist der Name eines riesigen Wolfs. Damit der Amarok der Wolf unter den Pick-ups in der Eintonnen-Klasse wird (Zuladung, wohlgemerkt), kombiniert VW die für Pick-ups typische Robustheit mit moderner Technik und einem üppigen Sicherheitspaket. Das kann sich lohnen, denn das Segment dieser Pick-ups hat weltweit ein jährliches Marktvolumen von zwei Millionen Fahrzeugen, auch wenn diese Fahrzeuggattung bei uns so gut wie keine Rolle spielt. Der bis zu 5,25 Meter lange Amarok startet zunächst in seiner viertürigen Auslegung als Doppelkabine – ein "Single-Cab" folgt im ersten Halbjahr 2011.

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Lastesel: VW verspricht die größte Ladefläche in dieser Klasse. Beim "Monocab" ist die Pritsche natürlich um einiges länger.

Der Amarok trägt das aktuelle VW-Gesicht mit einer Verbindung der waagerechten Scheinwerfer zum Grill. Die Grafik der Heckleuchten soll den Wolfsburger aus argentinischer Produktion vom Einheitslook der Mitbewerber à la Mitsubishi L200 oder Nissan Navara abheben. Zum Start gibt es nur einen Motor: Ein 163 PS starker 2,0-Liter TDI mit Common-Rail-Einspritzung und doppelter Turbo-Aufladung, der bereits ab 1500/min für ein Drehmoment von 400 Newtonmetern sorgt. Mitte 2010 folgt ein weiterer TDI-Vierzylinder mit 122 PS, einfacher Turboaaufladung und einem maximalen Drehmoment von 340 Newtonmetern bei 2000/min. Beide Motoren sind mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt.

Drei Antriebsvarianten im Angebot

Zierlich ist was anderes: Der Amarok ist bis zu 5,25 Meter lang und verkraftet maximal 1,15 Tonnen Nutzlast.

Beide Varianten sollen beim Verbrauch geizen: Der Amarok mit zuschaltbarem Allradantrieb und 122-PS-TDI soll mit 7,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer (199 g/km CO2) auskommen, der 163-PS-TDI mit 7,8 Litern (206 g CO2). Dank des 80-Liter-Tanks sind laut VW Reichweiten von mehr als 1000 Kilometern möglich. Um den Sparwillen des Fahrers zu animieren, werden alle Amarok mit einer Schaltanzeige bestückt. Je nach Markt stehen drei verschiedene Antriebskonzepte zur Wahl: permanenter Allradantrieb, zuschaltbarer Allrad­antrieb oder Heckantrieb. Dabei ist der Amarok 4Motion mit zuschaltbarem Allrad und einer roten "4" im Schriftzug zu erkennen, der Amarok mit permanentem Allradantrieb trägt eine schwarze 4 am Heck. Der Amarok mit zuschaltbarem Allradantrieb bedient sich einer Klauenkupplung, die für einen starren Durchtrieb zwischen den Achsen sorgt und zusätzlich eine Geländeuntersetzung für schweres Geläuf hat. Der permanente Allradantrieb verteilt die Antriebskräfte über ein Torsendifferenzial im Verhältnis 40:60 auf Vorder- und Hinterachse. Zusätzlich sorgen im schweren Gelände gezielte Bremseneingriffe dafür, dass stets das Rad mit der besten Traktion die meiste Motorkraft erhält. Für alle Antriebsarten ist optional eine Differenzialsperre für die Hinterachse erhältlich.

Robuste Basis

Wie bei Volkswagen üblich gibt es drei Ausstattungen. Die Basisversion heißt "Robust", hier ist bei Fenstern und Spiegeln Handarbeit angesagt. Der vordere Stoßfänger sowie Griffe und Spiegel sind unlackiert, der billigste Amarok rollt auf 16-Zoll-Stahlfelgen. Immerhin gibt es höhenverstell­bare Vordersitze, eine variabel klappbare Rücksitzbank, ein abschließbares Handschuh­fach und eine beleuchtete Ladefläche. Darüber rangiert der der Amarok Trendline. Bei ihm sind Griffe, Spiegelgehäuse und der vordere Stoßfänger in Wagenfarbe lackiert. Fensterheber, Türverriegelung und Spiegelverstellung arbeiten elektrisch. Ebenfalls Serie im Trendline: Radio mit CD-Player, Klimaanlage, Multifunktionsan­zeige, Geschwindigkeitsregelanlage, 16-Zoll-Alus und Nebelscheinwerfer. Für den Highline gibt es Details wie teilverchromte Spiegel und in Wagenfarbe lackierte Radlaufverbreiterungen mit 17-Zoll-Alufelgen, innen sorgt eine Klimaautomatik zusammen mit dem farblich abgesetzten Armaturenbrett für einen Hauch Luxus. Dazu soll der Amarok mit dem größten Innenraum seiner Klasse punkten.

ESP nur als Option

Das Cockpit sieht so aus, als könnte man sich auch auf langen Strecken darin wohlfühlen. Sechs Gänge sind Serie.

Wichtig sind bei einem Pick-up ist aber vor allem die Lastesel-Qualitäten. Auch hier soll der Amerok laut VW mit den größten Maßen der Klasse aufwarten. Die Ladefläche misst auf einer Ladehöhe von 525 Millimetern 2,52 Quadratmeter (1555 Millimeter Länge, 1620 Millimeter Breite). Die Breite zwischen den Radkästen beträgt 1222 Millimeter, so lassen sich erstmals bei einem Midsize-Pick-up Europaletten platzsparend quer laden. Die Nutzlast beträgt bis zu 1,15 Tonnen, außerdem dürfen bis zu 2,8 Tonnen Last an den Haken genommen werden. Vier Airbags, ASR und ABS sind Serie. Gleiches gilt für die elektronischen Differentialsperren (EDS) und ein per Tastendruck zuschaltbares Offroad-ABS, das die Bremswege im Gelände und auf Schotterbahnen deutlich verkürzt. Beim optionalen ESP wird zusätzlich mit dem Offroad-ABS unter 30 km/h ein Bergabfahrassistent aktiviert, der über gezielte Bremseingriffe die Fahrgeschwindigkeit konstant hält. Die Markteinführung der vierten Baureihe von Volkswagen Nutzfahrzeuge in Südamerika beginnt im Frühjahr 2010, Europa folgt in der zweiten Hälfte des Jahres 2010. Preise nennt VW noch nicht, wir rechnen mit einem Starttarif unter 30.000 Euro.

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