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VW Amarok

— 04.03.2010

VW Amarok erobert die Welt

Pick-up mit Reisequalitäten: Der Volkswagen Amarok verfügt nicht nur über viel Stauraum und eine gute Geländegängigkeit. Auch auf Asphaltstraßen ist er ein gutmütiger Begleiter.

"Ich bin mit meiner Frau 5600 Kilometer im Amarok durch Argentinien gebraust. Vielleicht nicht ganz so schnell wie die Race Touareg, aber schnell!" VW-Vorstand Dr. Ulrich Hackenberg war anlässlich der Siegesparty nach der Rallye Dakar in Wolfsburg voll des Lobes für den neuen Pick-up. Mit einer Länge von knapp fünf Metern und einer Breite von immerhin zwei Metern lässt VWs neuer Spross viel Platz für Ideen. Motorsport-Legende Hans-Joachim Stuck weiß: "Auf der großen Pritsche lässt sich so allerhand transportieren. Da kann ich mein Skidoo aufladen oder mit meinem ATV-Quad auf Reisen gehen."

Übersicht: Alle News und Tests zum VW Amarok

Dieselpower: Zur Auswahl stehen zwei 2,0-Liter-Aggregate mit Turboaufladung.

Die Pick-up-Fans hierzulande müssen sich noch ein bisschen gedulden, denn erst im Sommer 2010 kommt der Amarok zu den Händlern in Deutschland. Und mit ihm ganz neue Möglichkeiten. Neben dem schicken Design und der hochwertigen Verarbeitung punktet der Pick-up auch mit seiner Motorisierung. Angeboten werden zwei durchzugsstarke 2,0 Liter große Dieselaggregate mit Turboaufladung. Das kleinere leistet 122 PS bei einem maximalen Drehmoment von 340 Newtonmetern. Version zwei verfügt über 400 Newtonmeter und einer Leistung von 163 PS. Der Durchschnittsverbrauch auf 100 km liegt zwischen 7,6 und 7,8 Litern Diesel.

Der Wolfsburger Pick-up ist ein echter Allrounder

Generalprobe: Vor der Markteinführung absolvierte der Amarok die härteste Marathonrallye der Welt.

Damit ist der Amarok nicht nur ein Kandidat für kurze Ausflüge ins Gelände. Auch auf der Autobahn läuft der sparsame Pritschenwagen dank Sperrsystemen und Fahrhilfen äußerst ruhig. "Es ist einfach ein praktisches Auto", bringt es Hans-Joachim Stuck auf den Punkt. Das hat der Amarok bereits bewiesen. Bei der Rallye Dakar in Argentinien und Chile diente der Pick-up als Service- und Shuttlefahrzeug. Dabei konnten weder die hohen Temperaturen noch ein Passanstieg auf über 4700 Meter dem VW-Neuling etwas anhaben. Auch die Klimaanlage funktionierte tadellos. Nach dem Einsatz bei der härtesten Marathonrallye der Welt ist der Amarok nun bereit für neue Aufgaben.

Fragen an Hans-Joachim Stuck

AUTO BILD MOTORSPORT: Was halten Sie von der Optik des Amarok? Stuck: Er sieht einfach klasse aus und hat, ganz anders als die klobigen Pick-ups aus den USA, klare Linien und Formen. Man erschrickt geradezu wenn man ihn sieht – aber positiv natürlich!
Kommen wir zum Motor? Ich finde es besonders gut, dass man sich mit dem Zwei-Liter-Dieseltriebwerk der Umwelt angepasst hat. Das hat sich bei der Rallye Dakar in Argentinien bewährt – diese ganzen Sechs-, Sieben-Liter-Motoren braucht man nicht mehr.
Ist der neue Amarok eher auf der Straße oder im Gelände beheimatet? Zum einen hat er eine Seilwinde (optional), wenn man einmal stecken bleibt oder ein anderes Fahrzeug befreien muss. Und dann finde ich es einfach praktisch, wenn man etwas transportieren möchte. Das ist der Nachteil der SUVs: Sie sind zwar hinten relativ schön, aber sie haben nicht den richtigen Stauraum in der Länge. Da kann man die abdeckbare Pritsche, die meiner Meinung nach unglaublich cool aussieht, viel besser nutzen. Und die Fahreigenschaften mit Sperrensystem und Allradantrieb sind einfach super. Und trotzdem ist der Amarok auch auf der Straße perfekt zu fahren. Da gibt's gar keine Frage. Es ist eine gute Mischung gelungen.

"Der Amarok ist im Gelände 100 Prozent einsetzbar"

Ex-Formel-1-Pilot und VW-Berater Hans-Joachim Stuck (59) ist begeistert vom neuen VW-Pick-up.

Wird der Amarok also ein Erfolg? In den USA und Südamerika ganz bestimmt. In Deutschland wird er einen begrenzten, aber guten Kundenkreis haben. Deutschland ist ja nicht das klassische Pick-up-Land. Aber gerade die Leute, die z. B. in Gebieten leben wie wir, also in München und in Tirol, fahren einen Landrover um auf die Almen zu kommen. Aber wenn sie mit dem mal auf der Autobahn mehr als 100 Kilometer weit fahren müssen, haben sie eigentlich schon ein Problem. Da glaube ich sicher, dass viele Leute zum einen umschwenken werden, weil du mit dem Amarok auch super auf der Autobahn fahren kannst. Da lassen sich bestimmt neue Märkte erschließen.
Und welches ist das beste Verkaufsargument? Zum einen der leichte und handliche Motor. Dadurch fällt die Zuladungskapazität entsprechend groß aus. Der andere Punkt ist die Variabilität. Dass man sowohl ein schickes Straßenauto hat, das aber auch im Gelände 100 Prozent einsetzbar ist. Meine Frau und ich werden uns einen Amarok zulegen, das ist schon ausgemacht.

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