VW auf dem Weg zur Rallye Dakar

VW auf dem Weg zur Rallye Dakar

— 01.12.2009

Die Rallye-Taufe des VW Amarok

Amarok heißt der zweite Hauptdarsteller von Volkswagen bei der Rallye Dakar. Neben dem Rennteam soll auch der neue Lifestyle-Pick-up mit Dieselmotor bei der Marathonrallye in Südamerika überzeugen.

Volkswagen hat sein Engagement bei der Rallye Dakar (1. bis 17. Januar 2010) ausgebaut. Die Wolfsburger sind mit ihren fünf Race Touareg nicht nur Top-Favorit auf den Gesamtsieg, sondern neuerdings auch offizieller Ausrüster der berühmtesten Langstreckenrallye der Welt. Die Wolfsburger stellen 35 nagelneue Amarok Pick-up zur Verfügung. Die kommen u. a. als Begleit- und Shuttlefahrzeuge des Veranstalters aber auch im VW-Team zum Einsatz. Der brandneue, bis zu 5,25 m lange Lifestyle-Pick-up mit Doppelkabine und großer Ladefläche, wird von einem 163 PS starken TDI-Motor angetrieben und verfügt über einen zuschaltbaren Allrad-Antrieb.

"Volkswagen Amarok ist das richtige Begleitfahrzeug dür die Rallye Dakar"

Hohe Ziele: Volkswagen peilt nach dem Doppelsieg im Vorjahr die Titelverteidigung an.

"Durchhaltevermögen ist entscheidend bei der Rallye Dakar. Wir wollen 2010 beweisen, dass der Race Touareg weiterhin das ist, was ihn zum Dakar-Sieger machte: das zuverlässigste und schnellste Marathon-Rallye-Fahrzeug weltweit. Zuverlässigkeit und Durchhaltvermögen erwarten wir auch von unseren Begleitfahrzeugen. Deshalb ist der Amarok für unsere Mannschaft genau das richtige Fahrzeug", freut sich Kris Nissen (49), Direktor Volkswagen-Motorsport, über den Neuen in seinem Team. Der Pick-up mit TDI-Power wird übrigens in Argentinien, dem neuen Mutterland der Rallye Dakar, gebaut.

Das VW-Equipment befindet sich auf der Reise nach Argentinien

Heimspiel für den Amarok: Der neue VW-Pick-up wird in Argentinien gebaut.

Während der Amarok bei seiner Feuertaufe also ein Heimspiel hat, ist der größte Teil des VW-Equipments gerade per Schiff auf dem Weg nach Buenos Aires, dem Start und Zielort der rund 9000 Kilometer langen Rallye Dakar 2010 durch Argentinien und Chile. Mit den 23 Fahrzeugen des Service- und Begleittrosses gingen rund 50 Tonnen Material auf die große Reise – gut verpackt in 500 Aluminiumkisten und 60 Holzboxen. Mit zum Gepäck gehören beispielsweise auch zwei Überdruckzelte, in denen weitgehend staubfreie Wartungsarbeiten an den Dieselmotoren der Race Touareg (2500 cm3, Doppelturbolader, 300 PS, 600 Newtonmeter) möglich sind. In Sachen Titelverteidigung überlässt VW nichts dem Zufall.

Interview mit Christoph Beck

Der Amarok ist brandneu, aber doch schon bei der Dakar dabei. Ist das nicht riskant? Nein. Wir haben nicht nur alle Anforderungen im Vorfeld mit den Entwicklern ganz genau besprochen, sondern auch bei 50° Celsius über 2500 Kilometer durch jedes Gelände in Marokko getestet. Insgesamt werden wir 35 Amarok einsetzen, auch als Service- und Veranstalterfahrzeuge. Der Amarok wird sich bewähren.
Was ist der Reiz an der Rallye Dakar? Der Kampf gegen die Elemente, die Herausforderung an Mensch und Maschine. Das gilt für Fahrer, Team und Service-Crew.
Sie fahren täglich um die 700 Kilometer. Wie läuft ein Rallye-Tag für die Service-Crew ab? Es geht um vier Uhr morgens los mit der Fahrt zum Etappenziel. Auf der Fahrt erlebt man Land und Leute sehr intensiv. Wenn wir gegen 15 Uhr unser Ziel erreicht haben, schlagen wir das Biwak auf, essen und warten bis unsere Autos das Tagesziel erreichen. Dann beginnt die eigentliche Arbeit.

Rund 80 Personen gehören zum diesjährigen Dakar-Team von VW

2009 errang VW einen Doppelsieg bei der Rallye Dakar. Was ist das Geheimnis des Erfolges? Es gibt kein Geheimnis. Erfahrung und Können der Piloten sind zwar ausschlaggebend, aber ohne ein Team hinter dem Rennauto geht nichts. Unsere Aufgabe ist es, dem Auto möglichst zum Sieg zu verhelfen. Dazu müssen auch wir Service-Leute den Belastungen standhalten und jeden Tag selbst heil durchkommen, um unsere Piloten und Rennautos bei den Etappen unterstützen zu können.
Wie groß ist der Tross, der sich da 15 Tage lang durch Südamerika bewegt? Der Tross ist ziemlich groß. Zu den Rennautos kommen allein fürs Team acht Lkw. Fünf sind Service-Trucks mit Ersatzteilen, drei weitere sind Equipment-Fahrzeuge, die allgemeines Gerät transportieren, darunter Generatoren, Duschen und ein Büro. Im gesamten Team werden wir diesmal rund 80 Personen sein.
Der Amarok ist ein Pick-up. Welches sind die Vorteile? Den zusätzlichen Platz auf der Ladefläche können wir gut gebrauchen, zum Beispiel für die Ersatzreifen.
Der Amarok hat einen sparsamen TDI-Motor. Hilft das denn bei einer Langstreckenrallye? Wir sagen immer: Wer die Dakar gewinnen will, muss Diesel fahren!

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