VW auf der Nutzfahrzeug-IAA 2008

VW Pick-up-Studie SAR VW auf der Nutzfahrzeug-IAA 2008

VW auf der Nutzfahrzeuge-IAA 2008

— 22.09.2008

Robuste Allradler

Auf der Nutzfahrzeug-IAA 2008 zeigt VW seinen neuen Pick-up – getarnt als Einsatzfahrzeug für Rettungsschwimmer. Außerdem am Start: die schicke Allrad-Studie Caddy PanAmericana.

Während man als Otto-Normal-Autofahrer bei IAA sofort an Frankfurt denkt, geben Berufskraftfahrer beim selben Begriff Hannover ins Navigationssystem ein. Europas größte Automesse führt ein Doppelleben – in Frankfurt als Leistungsschau für Pkw und in Hannover als Gipfeltreffen der Nutzfahrzeug-Anbieter. In diesem Jahr (26. September bis 2. Oktober) sind wieder die schweren Brummis am Zug – wobei einer der Stars der Messe mit gut einer Tonne Zuladung eher ein Fliegengewicht ist. VWs Nutzfahrzeuge-Ableger zeigt in Hannover die Studie einer komplett neu entwickelten Pick-up-Baureihe, die 2009 wahrscheinlich unter dem Namen "Robust" angeboten werden wird. Auf der IAA verstecken die Wolfsburger ihr neues Arbeitstier allerdings noch unter einer Spezialausrüstung für Rettungsschwimmer.

Das komplette Interieur des SAR-Pick-ups ist abwaschbar

Aufgepeppt: Lässt man die Rettungsschwimmer-Gerätschaften weg, bleibt ein schlichter Pick-up-Kommandostand übrig.

Baywatch-Opa Mitch Buchannon (David Hasselhoff) hätte an VWs "Search and Rescue"-Pick-up (SAR) seine helle Freude. Das 5,18 Meter lange Einsatzfahrzeug ist mit allem ausgestattet, was Rettungsschwimmer im Notfall so gebrauchen können – von den Stränden Floridas bis zum legendären Bondi-Beach in Australien. Basis ist die allradgetriebene Doppelkabinen-Ausführung des neuen VW Pick-ups "Robust", der ab 2009 im argentinischen Volkswagen-Werk "Pacheco" vom Band laufen soll. Ein Blaulicht-Modul mit LED-Technik und integriertem Suchscheinwerfer weist den SAR-Allradler als offizielles Rettungsfahrzeug aus. Das Interieur trotzt Sand sowie Salzwasser und ist natürlich abwaschbar, die Sitze sind mit Neopren bezogen.

Start in Südamerika,  später kommt der "Robust" auch nach Europa

1,55 Meter lang ist die Ladefläche des VW Pick-up. Das reicht, um eine Euro-Palette aufzuladen.

Funkgeräte, ein Touchscreen-Navigationssystem mit Offroad-Modus und ein Kompass leiten die Besatzung zum Einsatzort. Ein Notfallkoffer mit Medikamenten und Gerätschaften zur Erstversorgung ist zwischen den Einzelsitzen im Fond untergebracht. Die 1,55 Meter lange Ladefläche bietet Platz für einen speziellen SAR-Jetski, der im Alltagseinsatz des neuen VW Pick-ups allerdings schnell einer Euro-Palette weichen wird. Die restlichen Gerätschaften der Rettungsschwimmer (Rettungswesten. Bojen, Lampen, Bergungswerkzeuge) sind in die Seitenwände und die Heckklappe der Ladefläche integriert. Dass vom schicken SAR-Look beim Serienstart des "Robust" nur wenig übrig bleiben wird, ist klar.

VW will den Pick-up vor allem in Südamerika, Südafrika und Australien an Geschäftskunden verkaufen – und die brauchen statt Neopren-Sitzen und Metallic-Lack vor allem ein zuverlässiges und günstiges Arbeitstier. Da bleibt kein Platz für Premium-Schnickschnack. Das weiß man inzwischen auch bei VW. Ein geschlossener Edel-Ableger für den europäischen Markt sollte eigentlich in Hannover vom Band laufen. Ein Plan, der längst dem rückläufigen Absatz der Pick-ups geopfert wurde. Auch bei uns wird der "Robust" also nur in der kernigen Südamerika-Version zu haben sein.

Nach Vorbild des Weltenbummlers T5: der Caddy für die große Reise

Auf Stelzen: Der Allrad-Caddy nutzt den 4Motion-Antrieb und schmückt sich mit schicken Anbauteilen.

Die zweite VW-Studie in Hannover kommt zwar nicht ganz so wuchtig daher wie der "Robust", sollte mit den großen Reisen im Leben allerdings auch keinerlei Probleme haben. Der Caddy PanAmericana kombiniert den bewährten 4Motion-Allradantrieb mit dem nicht minder bekannten 1,9-Liter TDI (105 PS) und muss mit seinen All-Terrain-Reifen kaum ein Schlammloch fürchten. Seitenschweller in Alu-Optik, getönte Fond-Scheiben und eine zweifarbige Lederausstattung sorgen dafür, dass man auch auf der härtesten Tour immer schick untergebracht ist. Ob der flotte Caddy wirklich in Serie gebaut wird, ist noch nicht klar. Um sang- und klanglos in der Versenkung zu verschwinden, ist der edle Allradler aber zu seriennah geraten. Außerdem würde er prima zum Multivan PanAmericana passen, der die Abteilung "Fernweh für Fortgeschrittene" bislang noch für sich alleine beansprucht. Mehr dazu in der Bildergalerie.

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