VW-Aufsichtsrat

VW-Aufsichtsrat

— 24.01.2006

Neuer Kandidat im Rampenlicht

Ein Großaktionär empfiehlt Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer als Kandidat für den Vorsitz des VW-Aufsichtsrats. Porsche sieht das ähnlich.

Bei der Suche nach einem neuen Aufsichtsratschef für den Volkswagen-Konzern sind die Chancen des früheren Siemens-Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer gestiegen. Ein Manager der Fondsgesellschaft Tweedy Browne sagte dem "Handelsblatt", von Pierer sei "großartig geeignet für die Position". Von Pierer ist bereits Mitglied des Aufsichtsrats. Die Fondsgesellschaft hält fast zwei Millionen VW-Aktien.

Auch bei Porsche gilt von Pierer dem Vernehmen nach als denkbarer Kandidat. Am Freitag (20. Januar) hatten sich die Großaktionäre Porsche und Niedersachsen nach monatelangem Streit darauf geeinigt, daß der amtierende Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch 2007 abtritt, wenn sein Mandat ausläuft. Nachfolger soll ein neutraler Dritter werden, der weder zu Porsche noch zum Land Niedersachsen gehört.

Unterdessen hat Volkswagen zwei Frankfurter Rechtsanwälte als Ombudsmänner engagiert, bei denen die weltweit 300.000 Mitarbeiter Hinweise auf Korruptionsverdacht vortragen können. Der Autobauer will so verhindern, daß es noch einmal zu Fehlentwicklungen wie bei der VW-Affäre kommt. Mitarbeiter hatten auf VW-Kosten teure Partys gefeiert und Prostituierte bestellt.

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