Karmann

VW baggert um Karmann

— 14.10.2010

Golf Cabrio aus Osnabrück?

Wenn es nach Volkswagen geht, wird der Golf Cabrio Anfang 2011 bei Karmann in Osnabrück vom Band rollen. Doch noch läuft ein kartellrechtliches Verfahren bezüglich der VW-Pläne.

(dpa) Volkswagen hält an seinem Zeitplan für die Übernahme der Entwicklungssparte des insolventen Zulieferers Karmann fest. Trotz anhaltender Prüfungen des Bundeskartellamts gehe der Konzern nach wie vor davon aus, im Frühjahr 2011 die Produktion des Golf Cabrio im alten Karmann-Werk in Osnabrück starten zu können, sagte jetzt ein Unternehmenssprecher. Die "Neue Osnabrücker Zeitung" hatte berichtet, der Wechsel von 290 Karmann-Beschäftigten zu VW werde sich um einen Monat auf Anfang Dezember verschieben. Ein genauer Termin steht laut VW noch nicht fest. Die Wolfsburger gaben sich zuversichtlich, dass die Umstellung rasch gelingt: "Wir freuen uns, dass der Prozess zu einem guten Ende kommen wird." Die Details des kartellrechtlichen Verfahrens müssten "dabei aber berücksichtigt werden".

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Karmann, das vor allem für die Fertigung von Cabrio-Dächern bekannt ist, war 2009 in die Insolvenz gegangen. Das Werksgelände ist seit dem Frühjahr im Besitz des VW-Konzerns. Gegen den Verkauf der Karmann-Dachsparte an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna hatten die Bonner Wettbewerbshüter ihr Veto eingelegt. Ein US-Finanzinvestor und ein unbekannter Bieter aus China hatten vorige Woche ein neues Angebot für Karmann vorgelegt.

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