VW baut Werk in Rußland

VW baut Werk in Rußland

— 30.05.2006

370 Millionen für Kaluga

Im russischen VW-Werk sollen jährlich bis zu 115.000 Autos gebaut werden. Ford, Renault, Kia und Daewoo sind schon da.

Volkswagen hat nach langer Verzögerung den Vertrag über sein erstes Werk in Rußland unterzeichnet. Die Fertigungsanlage in der Stadt Kaluga südwestlich von Moskau soll bis zu 115.000 Autos im Jahr produzieren. Das wären etwas fünf Prozent des für 2010 erwarteten Neuwagenabsatzes (2,2 Millionen Stück) auf dem boomenden russischen Markt. Die Investitionen sollen sich insgesamt auf 370 Millionen Euro belaufen, davon 270 Millionen für die Montagefabrik, teilte das russische Wirtschaftsministerium mit.

"Ich freue mich darauf, daß ein so großer und angesehener Konzern wie Volkswagen nach Rußland kommt", sagte Präsident Wladimir Putin dem VW-Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder im Kreml. Zuvor hatten Pischetsrieder und Skoda-Chef Detlef Wittig die Verträge unterzeichnet. In Kaluga soll von der zweiten Jahreshälfte 2007 an als erstes Fahrzeug der Skoda Octavia aus Teilen montiert werden. Noch weitgehend geheim ist das Projekt eines Kleinwagens für den russischen Markt, der dem erfolgreichen Billig-Rumänen Logan, einem Produkt der Renault-Tochter Dacia, Paroli bietet. Daß später auch der Polo, der Passat und das SUV Touareg gebaut werden, hat Volkswagen noch nicht offiziell bestätigt.

Auch der US-Autobauer General Motors schloß am Montag in Moskau den Vertrag über ein eigenes russisches Werk in Shushary bei St. Petersburg. "Wegen der langen Entscheidungsfindung bei VW haben Konkurrenten Marktanteile errungen, die wir zurückgewinnen wollen", sagte Pischetsrieder zum späten Start von Volkswagen. Andere Massenhersteller wie Ford, Renault, Kia, Fiat oder Daewoo sind längst mit Fertigungswerken in Rußland oder anderen ehemaligen Sowjetrepubliken vertreten.

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