VW bleibt auf Sparkurs

VW bleibt auf Sparkurs

— 27.12.2005

Schwitzen reicht nicht

VW schreibt schwarze Zahlen, hat aber ein "massives Kostenproblem". Jetzt soll gespart werden – doch Kündigungen sind tabu.

Der Volkswagen-Konzern hat nach den Worten von Vorstands-Chef Bernd Pischetsrieder im vierten Quartal mit der Marke VW die Verlustzone verlassen. "Über das ganze Jahr 2005 schreiben wir auch in der Marke VW schwarze Zahlen", sagte Pischetsrieder der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

In den ersten neun Monaten habe der Konzern bei jedem verkauften VW Geld draufgelegt. Diese Verluste seien in den letzten drei Monaten des Jahres überkompensiert worden. "Das vierte Quartal war zugleich das erste Quartal, in dem alle neuen Modelle auf allen Märkten verfügbar waren", sagte Pischetsrieder. Allerdings müsse sich das Geschäft der Marke VW drastisch verbessern. "Wir haben ganz massiv in China verloren, vom Volumen wie vom Vertrag her. In Amerika haben wir in den ersten drei Quartalen noch mehr Geld eingebüßt als im Vorjahr."

VW habe ein massives Kostenproblem. "Ein bißchen mehr schwitzen reicht nicht. Wir müssen weiter restrukturieren." Für einen Stellenabbau gebe es keine konkreten Zahlen, versichert Pischetsrieder. "Wir reden über Kostensenkungen, nicht über Köpfe." Der Beschäftigungspakt, der betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 verbietet, reue ihn nicht, "weil wir mit ihm im Jahr 2006 knapp eine Milliarde Personalkosten sparen", erläuterte der VW-Chef.

Pischetsrieder hatte früher von einem Personalüberhang an deutschen Standorten "in einer Größenordnung von mehreren tausend Mitarbeitern" gesprochen. Dem Vernehmen nach sollen bis 2008 rund 20.000 Stellen wegfallen, fast zehn Prozent aller Arbeitsplätze in den westdeutschen Werken.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.