VW Bora von Denny Sens

VW Bora von Denny Sens VW Bora von Denny Sens

VW Bora von Denny Sens

— 06.10.2006

Jost for Fun

Spaß kann man mit diesem Bora von Denny Sens definitiv haben. Bei der Gestaltung konnte sich Airbrusher Jost voll am und im Auto auslassen.

Nagelneu war der VW Bora, als Denny ihn sich im Oktober 2002 zulegte. Über den ersten Winter mit Gewindefahrwerk, 18-Zöllern, Heckscheibenblende und ersten sachten Karosserieumbauten aufgerüstet, dachte sich der Kfz-Mechaniker im Sommer 2003: "Kann man ja mal am Show&Shine teilnehmen." Für einen Platz unter den ersten drei reichte es aber noch nicht. Also musste auf der Jagd nach einem Pokal immer fleißig weitergebaut werden. Nach mittlerweile vier Jahren Werkelei stellen Pokale keinerlei Probleme mehr da.

Exterieur

Airbrush-Künstler Jost durfte sich am 2002er Bora von Denny so richtig austoben.

Übersehen ist hier einfach unmöglich: Die Zwei-Farben-Lackierung mit Airbrush macht den Wolfsburger zum rollenden Kunstwerk. Oberhalb der Flanken benetzt weiße Grundierung, die mit Perlmutt, Blau und Gold überzogen wurde, die Außenhaut. Im unteren Bereich haftet Seat-Rot an der Karosse des Bora. Eine gerade Kante als Übergang kam für Denny nicht in Frage. Wie gut, dass er im Sommer 2005 den Airbrusher Roland Jost kennen gelernt hatte, der ihm da weiterhelfen konnte: Tribals in einem Lila-Ton verbinden nun die beiden Farben. Darüber hinaus verziert eine Vielzahl von Frauenköpfen auf den Stoßstangen, der Haube, den Türen und der Heckklappe den Wagen. Abgesehen vom einzigartigen Lack, bietet dieser Bora optisch noch einiges mehr. So wurde die Haube ganz dezent

Auch die Motorabdeckung des 1,9-Liter-Diesels blieb nicht von der Lackierung verschont.

verlängert, die Kennzeichenaussparung auf 470 Millimeter verkleinert und der Beifahrerseite ein Außenspiegel des japanischen Modells verpasst. Dieser und sein Pendant auf der Fahrerseite sowie Heckklappe und Stoßfänger wurden einem gründlichem Cleaning unterzogen. Komplett verschwinden mussten VW-Zeichen und Zierleisten des Bora. Spoilertechnisch tritt der Volkswagen mit einem Dachkantenspoiler aus dem Hause Rieger und anlaminierten Spoilern an vorderer und hinterer Stoßstange eher bescheiden auf.

Aufgrund mangelnder Auslastung bei der Außenverzierung, tobte sich Airbrusher Jost auch im Innenraum aus. Dabei fielen ihm die linke umgebaute A-Säule mit den Druckanzeigen für das Airride, auf denen er drei Gesichtshälften verewigte, und der Dachhimmel für das größte gebrushte Frauengesicht zum Opfer. Ansonsten besticht Dennys Bora im Innenraum mit beiger Lederausstattung aus einem Golf IV und umgearbeiteter Mittelkonsole für die Airride-Schalteinheit. Veränderung erfuhr selbstverständlich auch der Kofferraum.

Selbst die A-Säule bekam ihre "Frau ab". Airbrush wohin das Auge schaut.

Der Ausbau in beigem Leder beherbergt Endstufe und Subwoofer von Pyle Driver sowie ein Upgrading und Komposystem von Hifonics Brutus. Highlight am Heck ist allerdings das Airbrush von Dennys Freundin Franzi auf der Heckklappenverkleidung.

Motor

Im absoluten Originalzustand ist der Motor – allerdings nur technisch. Was unter der Haube Farbe tragen konnte, hat Farbe draufbekommen. Zu den in Seat-Rot beziehungsweise Weiß-Perlmutt-Blau-Gold lackierten Motorraumteilen zählen Schlossträger, Wasserkasten, Motor- und Batterieabdeckung sowie Luftfiltergehäuse und Flüssigkeitsbehälter. Außer dem Motorhaubenscharnier und etwa 80 Schrauben ließ Denny gleich noch das Scharnier der Heckklappe und sämtliche Schließkeile vergolden, denn "Chrom hat ja auch schon jeder." Und natürlich findet sich auch im Motorraum auf der Haubendämm-Matte ein Frauenkopf-Airbrush.

Chassis

Bei so viel holder Weiblichkeit auf und im Bora ist Bodenhaftung ganz wichtig. Dafür sorgen Barracuda-Vault-Felgen in 8,5x19 Zoll mit 225/35er-Pellen. Daneben spielt auch die Bodenfreiheit eine entscheidende Rolle für den gelungenen Auftritt. Das GAS-Luftdruckfahrwerk mit Einzelradansteuerung passt sich jeder Straßenlage problemlos an. Apropos anpassen. Das wird Denny auch diesen Winter wieder machen, denn der 24-Jährige hat einige Ideen auf Lager, die auf ihre Umsetzung warten.

Autor: N. Chelvier

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