VW CC: Fahrbericht

VW CC: Fahrbericht

— 16.01.2012

Mehr Passat als Phaeton

VW will mit dem neuen CC einen Junior-Phaeton etablieren. Der VW CC verzichtet künftig auf den "Passat" im Namen. Reicht das für die Oberklasse? Erster Fahrbericht!

Das Coupé vom Mittelklasse-Volkswagen darf in Zukunft nicht mehr Passat CC heißen. Volkswagen nennt ihn jetzt schlicht VW CC, wie "Comfort Coupé". Grund: Der Viertürer soll näher an den Phaeton rücken und Aufsteiger bei der Marke halten, die sonst auf BMW, Mercedes-Benz oder Audi schielen. Da stört der Name Passat doch nur. Kann das funktionieren? Na ja, man sieht dem CC trotz abfallendem Dach, edlem Chrom, eleganten Li­nien und weichen Rundun­gen die Passat-Abstammung deutlich an. Noch mehr gilt das fürs Interieur – alles typisch Passat. Eine analoge Zeituhr und glänzende Einstiegsleisten? Sieht zwar edel aus, reicht aber nicht, um den CC zum Junior-Phae­ton zu befördern.

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Die runden Rückleuchten sind passé, jetzt erinnert das Heck noch mehr an den "normalen" Passat.

Antriebsseitig kann sich der in Emden produzierte VW CC durchaus mit süddeutschen Premiummarken messen. Besonders, wenn er von einem 300 PS starken V6-Benziner befeuert wird. Denn dann sind automatisch Allradantrieb, DSG-Automatik und adaptive Federung (DCC) an Bord. Damit marschiert der CC souverän vorwärts und kennt dank 4Motion-Kraftverteilung auf beide Achsen keine Traktionsprobleme. Auf kurvigen Strecken animieren die exakte Lenkung, die straffe Federung und die gut ausgeformten Sitze zu dynamischer Fahrweise. Wer das DSG über die Schaltwippen am Lenkrad steuert, der verwandelt den VW CC sogar in eine Sportskanone.

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Sieht gut aus, gibt's aber auch im Passat: Die zeitlose Analog-Uhr im Cockpit.

Da VW den Testwagen mit optionalen 19-Zoll-Rädern bestückt hat, wird er in der Sport-Stellung der DCC-Tas­te aber auch ungemütlich, sobald die Straße uneben wird. 18- oder die serienmäßigen 17-Zoll-Reifen sind die deutlich komfortablere Wahl. Dass für den CC neben Einzelsitzen nun auch eine Dreier-Sitzbank zu haben ist, verlängert nur unnötig die Optionsliste. Im Fond bleibt es dabei, dass große Passagiere dem Himmel zu nahe kommen. Besser hätte VW den Aufwand in die Konstruktion größerer Türablagen inves­tiert. Außerdem verwundert, dass es den 140-PS-Die­sel einerseits als Blue-TDI mit EU6-Einstufung gibt, andererseits der Sechszylinder-Benziner ohne Start-Stopp-System auskommen muss. Mit mehr Feinschliff an der Ökofront wäre die Modellpflege noch konsequen­ter ausgefallen.

Autor: Jörg Maltzan

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