VW-Chef Martin Winterkorn

VW-Chef Winterkorn optimistisch

— 21.07.2008

Schub durch Golf VI

Der Wolfsburger Hoffnungsträger hat einen Namen: VW Golf. Die sechste Generation von Europas Bestseller ist hauptverantwortlich für die Zuversicht bei Volkswagen, wie der Vorstandsboss jetzt bestätigte.

(dpa/cj) VW-Chef Martin Winterkorn erwartet trotz der drastisch gestiegenen Spritpreise und schwacher Automärkte in Europa und den USA eine "kleine Sonderkonjunktur" für Volkswagen. Anders als andere Autobauer hält Europas größter Autobauer an der Prognose fest, den Absatz in diesem Jahr zu steigern. VW sei immer noch "mit Vollgas" unterwegs, sagte Winterkorn vor Journalisten in Wolfsburg. Als Gründe nannte er eine Produktoffensive mit dem neuen Golf, dem Scirocco oder dem neuen Polo sowie sparsame Motoren von VW. Der Golf VI, der im Herbst auf den Markt kommt, werde Volkswagen einen "Schub" bringen.

Winterkorn hat für das mit Abstand wichtigste VW-Modell große Erwartungen: "Der Golf VI wird ein wirtschaftlich erfolgreiches Modell werden." Der neue Golf werde eine Rendite nach Steuern zwischen fünf und sieben Prozent erreichen. Vergleichszahlen zum alten Modell nannte Winterkorn nicht. VW wolle 2009, im ersten vollen Jahr, rund 600.000 Stück weltweit verkaufen. Im vergangenen Jahr wurden 580.000 Stück des alten Modells verkauft. Großes Potenzial sieht Winterkorn auch für die geplante neue Kleinwagen-Modellfamilie New Small Family. Der VW-Chef bekräftigte gleichzeitig die Prognose für das laufende Jahr. Danach will VW Absatz, Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Stimmungslage in Deutschland "alles andere als beruhigend"

Insgesamt betrachte er die weltweite Autokonjunktur aber mit Sorge, sagte Winterkorn. Er nannte die hohen Benzinpreise und Rohstoffkosten sowie die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Während die Automärkte in China und Südamerika noch "punkten" könnten, liefen die Märkte in den USA, Spanien, Italien und England schwach. Auch die Stimmungslage in Deutschland sei "alles andere als beruhigend" Anders als VW hatten etwa Toyota, PSA oder Renault ihre Absatzprognosen für das Gesamtjahr unlängst nach unten korrigiert.

USA: Wende mit eigenem Werk und speziellen Modellen

Trotz aktueller Krise hält Winterkorn die USA auch künftig für einen überaus wichtigen Absatzmarkt. Der Trend gehe aber zu Autos, die zwar groß, aber sparsam und verbrauchsarm seien. VW will mit einem neuen Werk in den USA und mit speziell für die Staaten entwickelten Autos die Wende in dem seit Jahren verlustreichen US-Geschäft schaffen. VW habe weltweit noch "einen weißen Flecken", und zwar Südostasien. Es werde erwogen, in Thailand, Malaysia oder Vietnam eine lokale Produktion aufzubauen.

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