VW e-Golf: IAA 2013

— 27.08.2013

Der Golfstrom

VW setzt seinen Bestseller unter Strom und präsentiert den e-Golf. Neben einer umfangreichen Ausstattung verfügt der e-Golf über knapp 200 Kilometer Reichweite.



VW enthüllt auf der IAA 2013 die Serienversion des neuen e-Golf und bezeichnet den komplett batterie-elektrisch betriebenen Golf als "Zero-Emission-Auto". Also als Auto, das (lokal) ohne Emissionen auskommt. Gleichzeitig soll der e-Golf über uneingeschränkte Alltagstauglichkeit verfügen. Der Hersteller unterstreicht die Aussage mit der umfangreichen Ausstattung. Stets mit vier Türen ausgestattet, hat der Elektro-Golf serienmäßig eine Klimaautomatik inklusive Standheizung und -Kühlung, Navigationssystem und Frontscheibenheizung mit an Bord. Außerdem Standard sind die LED-Scheinwerfer, die gleichzeitig Premiere im Golf feiern. Dazu gibt es Felgen, die auf Aerodynamik getrimmt wurden und nicht auf Sportlichkeit. Abgesehen davon sieht der e-Golf aus wie jeder andere Golf. Beim Blick unter die Heckschürze sucht man zwar den Auspuff vergebens, entdeckt dafür aber, dass VW die komfortablere und teurere Mehrlenkerhinterachse installiert hat.

Hier ein Prototyp des e-Golf, angetrieben von einem Lithium-Ionen-Akku mit 24 kWh von Sanyo. Die Kapazität des Serien-Akkus beträgt 26,5 kWh.

Den Antrieb besorgt ein Elektromotor mit 115 PS Leistung. Bei nahezu jeder Drehzahl stehen 270 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. In flotten 10,4 Sekunden geht es so auf 100 km/h. Zum Vergleich: Der etwa gleichstarke, aber deutlich leichtere 1.2 TSI mit 105 PS benötigt laut VW 10,2 Sekunden für die gleiche Übung – praktisch kein Unterschied. Allerdings ist der Benziner mit 192 km/h Spitze deutlich schneller. Beim e-Golf regelt nämlich die Elektronik bei 140 km/h ab, zu schnell würde sich sonst die Batterie entladen. Den Verbrauch beziffert VW übrigens mit 12,7 kWh pro 100 Kilometer. Bei einer Kapazität von 24,2 Kilowattstunden soll der Akku immerhin eine Reichweite von 190 Kilometern ermöglichen. Welch Zufall – BMW gibt für seinen Elektro-Newcomer i3 den gleichen Wert an. Notorischen Reichweiten-Nörglern hält VW gleich eine Untersuchung des Bundesverkehrsministeriums entgegen. Die kommt zu dem Schluss, dass 80 Prozent aller Autofahrer in Deutschland täglich weniger als 50 Kilometer fahren.

VW Golf R: Das ist der neue Top-Golf

Damit der e-Golf tatsächlich knapp 200 Kilometer mit eine Akku-Ladung schafft, sollte der Fahrer aber möglichst oft in einem der beiden Spar-Modi (Eco und Eco+) unterwegs sein. Und fleißig die Rekuperations-Funktion nutzen. In drei Stufen (D1, D2 und D3) lässt sich die Intensität der Verzögerung auswählen, mit der beim Lupfen des Gaspedals gebremst wird. Das ist vergleichbar mit dem Herunterschalten beim Diesel oder Benziner.

VW Golf blue-emotion: Fahrbericht

VW Golf blue-emotion VW Golf blue-emotion VW Golf blue-emotion
Wo der Verbrenner durch die Schubabschaltung jedoch nur die Spritzufuhr unterbindet, wandelt der Stromer kinetische in elektrische Energie um. In dieser Situation arbeitet der Elektro-Motor nämlich als Generator und speist den Akku mit dem durch die Verzögerung gewonnenen Strom. Wer das "Rekuperieren" gut beherrscht, wählt gleich die Fahrstufe "B" wie Batterie. Ist die eingelegt, bremst der Generator stets mit maximaler Wirkung – sogar so stark, dass die Bremslichter anspringen.

Das kostet der VW e-Up

Trotz Energierückgewinnung muss früher oder später "getankt" werden. Wie lange eine vollständige Ladung an einer gewöhnlichen Steckdose dauert, verrät VW noch nicht. Die stärksten Schnellladestationen sollen den Akku aber in 30 Minuten auf 80 Prozent aufpäppeln. Das entspricht etwa 150 Kilometer Reichweite, oder in anderen Worten: mehr als drei Tage Saft für den deutschen Durchschnitts-Autofahrer. Neben der Reichweite begegnen sich e-Golf und i3 mit rund 35.000 Euro auch beim Preis auf Augenhöhe. In puncto Fahr-Dynamik sollte der i3 die besseren Karten haben, im e-Golf bekommt man dafür etwas mehr Platz. Mitte 2014 steht der Stromer beim VW-Händler.

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