VW e-up!

VW E-Up als Stromspender

— 30.05.2013

Rollendes Kraftwerk

VW testet in einem Leuchtturmprojekt mit zwanzig E-Up, ob Elektrofahrzeuge als Stromlieferanten dienen könnten. "Schwarmstrom" ist das Stichwort.

Elektroautos als Energiespeicher? Die Idee ist nicht neu, doch jetzt testet Volkswagen mit zwanzig speziell ausgestatteten E-Up in Berlin, ob Elektrofahrzeuge tatsächlich mit intelligenten Konzepten in das Stromnetz eingebunden werden könnten. Ist die Technik praktikabel, könnten E-Autos in Zukunft gemeinsam einen beträchtlichen Stromspeicher bilden, der die schwankende Produktion von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen und dadurch das Stromnetz stabilisieren könnte. Das neue Forschungsvorhaben mit Namen INEES ("Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen") wurde von der Bundesregierung zu einem "Leuchtturmprojekt der Elektromobilität" erklärt.

VW E-Up: Fahrbericht

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Angeschlossen an die Ladestation könnten E-Auto-Batterien bei Bedarf zu Stromlieferanten werden.

Die Idee: Während die Batterien an Ladestationen gekoppelt sind, könnten sie bei Bedarf "flexible Regelenergie" zurück ins Stromnetz liefern. Der Nachteil: Der Fahrzeuginhaber darf während der vereinbarten Zeiten sein Auto nicht nutzen; zum per App vereinbarten Zeitpunkt steht der Wagen aber aufgeladen zur Verfügung. Die zwanzig INEES-Teilnehmer sollen nun im Alltagsbetrieb überprüfen, ob sich ihre Bedürfnisse mit den Anforderungen des Strommarktes verbinden lassen. Außerdem wird im Rahmen des Projekts untersucht, welche Auswirkungen derartige Energiedienstleistungen auf die Fahrzeugbatterie und ihre Lebensdauer haben.

Den Teilnehmern wird jeweils eine Ladestation an ihrem Wohn- und Arbeitsort zur Verfügung gestellt. Diese neuartige Ladestation, die bidirektionale Ladevorgänge ermöglicht, wird von der SMA Solar Technology AG entwickelt und ist für den Einsatz im Haushalt ausgelegt. Der Energieanbieter LichtBlick bindet die Elektrofahrzeuge über seine Steuerungssoftware "SchwarmDirigent" in den Energiemarkt ein. Mit dieser Software vernetzt LichtBlick im Rahmen seines SchwarmStrom-Projektes bereits die dezentralen ZuhauseKraftwerke von Volkswagen. Das Fraunhofer IWES begleitet das Projekt und untersucht mittels Simulationen die Auswirkungen der intelligenten Einbindung von Elektrofahrzeugen auf das Stromnetz.

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Die Beteiligten sehen laut VW "großes Potenzial, dass die Einbindung der e-Fahrzeuge in den Strommarkt zukünftig für Fahrzeugbesitzer finanziell attraktiv sein wird". Die Energiedienstleistung, die ein Elektrofahrzeug während seiner Standzeit in der Garage erbringen könne, sei "bares Geld wert". So könnten sich die für ein Elektro-Auto höheren Anschaffungskosten schneller amortisieren.

Autor: Maike Schade

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