VW Funcup

VW Funcup: 25h-Rennen in Spa

— 13.07.2016

Einfache Technik, spannende Rennen

Einfache Technik, aber spannende Rennen. Am vergangenen Wochenende absolvierte der VW Funcup das 25-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps.

Als am späten Samstagnachmittag die Startampel auf Grün springt, macht sich riesiges Starterfeld auf die Reise. 125 Boliden rasen durch die Eau Rouge in Spa-Francorchamps, tausende Zuschauer säumen die Rennstrecke in den belgischen Ardennen. Gänsehaut-Atmosphäre. Der Saisonhöhepunkt des European VW Funcup, das 25-Stunden-Rennen in Belgien, hat begonnen.

VW Funcup: Mit Spaß durch die berühmte Eau Rouge

Mit einem Volkswagen Käfer, wie es auf den ersten Blick aussieht, haben die Boliden allerdings wenig zu tun. Nur die GFK-Karosserie erinnert an das beliebte Kultauto aus Wolfsburg. Unter der Silhouette steckt ein Gitterrohrrahmen mit MacPherson-Aufhängung und innenbelüfteten Scheibenbremsen. Die Motorisierung fällt unterschiedlich aus: In der Evo1-Klasse werden die Fahrzeuge mit einem einheitlichen 1,8-Liter-Motor (130 PS) aus dem VW Golf angetrieben, während die Boliden der Evo3-Klasse mit dem alten Formel-3-Motor, einem Zweiliter-Vierzylinder mit 180 PS, an den Start gehen - bei einem Leergewicht von rund 760 Kilogramm. In der Evo2-Klasse starten alle Fahrzeuge mit einem 1,9-Liter-TDI mit 160 PS.

Das Besondere: Alle drei Fahrzeugstufen gibt es sowohl als Ein- als auch als Zweisitzer, sodass insgesamt sechs verschiedene Klassen am Start sind. Die Teams haben in den drei speziellen Wertungen die Möglichkeit, ihre Taxigäste während des Rennens mitzunehmen. Sollte der Beifahrersitz im Verlauf des Rennens doch einmal leer bleiben, müssen die Teams 30 Sekunden am Boxenausgang warten, um den Gewichtsvorteil gegenüber der Konkurrenz auszugleichen.

Deutsches Team Titelverteidiger

Seinen Ursprung hat der Funcup in Belgien, wo die Rennserie erstmals im Jahr 1997 an den Start ging. Ab 2005 gab es die Serie für einige Jahre auch in Deutschland, mittlerweile gibt es den Funcup nur noch in Belgien, Frankreich und England. Entwickelt, gebaut und verkauft werden die Boliden vom belgischen W Racing Team, das selbst erfolgreich im GT3-Sport aktiv ist.

Erfrischend anders: Das bunte Starterfeld im Funcup

Auch deutsche Teams und Fahrer sind im European VW Funcup vertreten. Das 'Team Germany' konnte im vergangenen Jahr sogar die Meisterschaft in der Evo1-Klasse gewinnen. Beim 25h-Rennen in diesem Jahr lief es hingegen nicht wie gewünscht: Am frühen Abend wurde der Bolide bei einem Überholmanöver getroffen, wenig später machte auch noch die Elektronik Probleme. Das Fahrerquartett Guido Krieg, Bastian Krieg, Olaf Pitzer und Thorsten Vohl musste unplanmäßig die Box ansteuern. Nach einer Standzeit von rund zwölf Stunden, in der beinahe die gesamte Technik ausgetauscht wurde, ging das Team noch einmal auf die Strecke - und sah tatsächlich die Zielflagge.

Noch immer genießt die Rennserie in Belgien ein riesiges Interesse: Neben dem 25-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps gehören vor allem kürzere Rennen zum Kalender, der insgesamt sieben Stationen umfasst. So fährt der Funcup in Zolder ein Rennen über drei Stunden oder ein Sechs-Stunden-Rennen in Dijon. Das Saisonfinale, ein Lauf über zehn Stunden, findet Ende Oktober auf der belgischen Rennstrecke in Mettet statt.

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Sönke Brederlow

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