VW Golf 2.0 TDI im Kälte- und Klimatest

VW Golf 2.0 TDI VW Golf 2.0 TDI

VW Golf 2.0 TDI im Kälte- und Klimatest

— 10.10.2010

Diesel gegen Benziner

Der Diesel-Golf spielt in den ersten Minuten seine Vorteile aus und stellt die Heizung seines Benzin-Bruders in den Schatten. Was aber danach kommt, ist eiskalt.

Warum zwei Golf? Weil es hier auch ums Prinzip geht. Um die Frage: Ist es im Diesel kälter? Oder hat er seinen Nachteil gegenüber dem Benziner beim Heizen inzwischen überwunden? Weil der Diesel seinen Kraftstoff grundsätzlich effizienter verbrennt als der Benziner, verschwendet er weniger Energie in Form von Wärme. Das Kühlwasser erhitzt langsamer, und das merkt man dann an der Heizung. Vorbildliche Vertreter der Spezies aber verfügen inzwischen über elektrische Zuheizer, die das Kühlwasser nach dem Kaltstart wärmen. So auch die hier getestete 140-PS-Version des Golf TDI. Ansonsten entspricht die Klimatisierung genau der des TSI. Ebenso der Aufpreis für die Klimaautomatik: 350 Euro. 

Erster Test: Abkühlen

Erster Test: Abkühlen. Der Diesel kühlt ein wenig langsamer ab, als der Benziner.

Wie zu erwarten, kaum Unterschiede zum Benziner. Vorn, in Kopfhöhe, kühlt der TDI eine Idee langsamer ab als der TSI, aber das liegt im Bereich der Messtoleranz. Die Abkühlkurven entsprechen weitgehend jenen des Kia cee'd, wobei die Temperaturverteilung zwischen oben und unten relativ gleichmäßig ausfällt: In Kopfhöhe ist es kaum frischer als an den Füßen. Alles in allem guter Durchschnitt beim Kühlen. 3 von 5 Sternen.

Zweiter Test: Aufheizen

Er wird schön schnell warm, der TDI. Nach sechs Minuten erreicht die Temperatur im Kopfraum bereits null Grad, während im Benziner noch der Frost klirrt (minus fünf Grad). Flotter schafft das nur der Citroën. Aber schon zwei Minuten später schaltet die Kühlwasserheizung ab, das Versprechen von Behaglichkeit löst sich in kalter Luft auf.

Um obenherum 15 Grad zu erreichen, benötigt der Diesel über eine halbe Stunde. Da ist es im TSI bereits drei Grad wärmer, auch an den Füßen. Und im BMW lässt es sich sogar im T-Shirt aushalten (31 Grad). Das gleiche Bild (aber bei angenehmeren Werten) ergibt sich beim entschärften Test (minus zehn Grad). 1 von 5 Sternen.

Dritter Test: Abtauen

Kleine Überraschung: Für die kritischen ersten Minuten nach dem Kaltstart ist der Diesel die bessere Wahl. Das gilt auch für die Entfrostung. Nach zehn Minuten sind 27 Prozent des Sichtfelds ohne Eis (TSI: neun Prozent). Nicht gut, aber damit entspricht der TDI wenigstens dem Opel. Hier profitiert er vom elektrischen Zuheizer. 2 von 5 Sternen.

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