VW Golf GTE Sport: Sitzprobe im Golf-VIII-Vorboten

VW Golf GTE Sport: Sitzprobe im Golf-VIII-Vorboten

— 14.05.2015

Blick in die Zukunft des Golf

Der GTE Sport ist ein Ausblick auf den Golf 8. Flacher, breiter und emotionaler soll der künftige Kompakte werden. Wir haben uns die Zukunft angeschaut.

Jetzt geht’s los. VW wird nun mit der Entwicklung des Golf 8 beginnen, verriet VW Chefdesigner Klaus Bischoff auf dem 34. GTI-Treffen am Wörthersee. Die dort gezeigte Studie, GTE Sport, ist also die letzte Fingerübung vor dem großen Projekt. Ende 2017 könnte der Generationswechsel spektakulär werden. Wie das Showcar zeigt, soll der nächste Golf mehr Emotionen wecken. Fest steht, der Golf 8 wird flacher, breiter und gestreckter. Außerdem könnten sich Designelemente wie eine freistehende C-Säule in der Serie wiederfinden. Ähnlich wie beim BMW i8 oder Honda NSX soll dadurch der Luftwiderstand verringert und der Abtrieb verbessert werden. Außerdem wird das Design dadurch plastischer, bekommt also einen 3D-Effekt. Ähnliche Wege geht auch Audi, wie sie ebenfalls am Wörthersee mit dem TT Clubsport Turbo zeigen.
Alles zum kommenden Golf 8

Der VW-Konzern lässt's krachen

Was gibt es da zu grinsen?

Der XL1 steckt im GTE Sport und wird auch den Golf 8 beeinflussen.

Die Kühlerstreben des GTE Sport ziehen sich weit und fast übergangslos bis in die seitlichen Lufteinlässe, während das umlaufende LED-Licht eine Klammer bildet. Manch einer mag darin ein breites Grinsen sehen, wie beim Sport Coupé Concept GTE, das dieses Jahr in Genf vorgestellt wurde. Freudig lachen dürfte man aber spätestens bei den Leistungswerten: Ein 1,6-Liter-Benziner aus dem Polo R WRC mit 299 PS und zwei Elektromotoren mit jeweils 115 PS ergeben eine Systemleistung von 400 PS. Die drei Motoren sollten keine Probleme mit dem GTE Sport haben, da die Karosserie zu großen Teilen aus Carbon besteht. Dabei orientiert sich die Studie stark am XL1, dessen Konzept auch den Golf 8 beeinflussen wird.

Ein bisschen Schlafwagen

Der Einstieg fällt trotz Flügeltüren leicht.

Der Einstieg fällt trotz Flügeltüren leicht, weil die Türen nicht über, sondern vor den Seitenschwellern liegen. So kann man sich beim Einsteigen einen umständlich großen Schritt sparen. Die in die Karosserie integrierten Rückenlehnen mit Fünfpunktgurten sind weit nach hinten gestellt. Auf dem GTI-Treffen wird das vielen Gästen gefallen. Wer aber lieber Aufrecht sitzt, hat das Nachsehen. Trotzdem hat man das kleine Sportlenkrad fest im Griff, die Straße und den "Tacho" gut im Blick. Die Instrumente erscheinen wie in einem Raumschiff: Drei transparente Displays sind hintereinander angeordnet. Das vordere und kleinste Display zeigt die Gang- und Rekuperationsanzeigen, dahinter befinden sich die Informationen zu Leistung und Boost. Die größte Anzeige bringt Informationen zu Geschwindigkeit, Reichweite oder gefahrener Rennstrecken-Runden.

Die Feuerwehr ist mit an Bord

Über Hebel im Dachhimmel kann man die Fahrmodi bestimmen.

Ein mächtiger Mitteltunnel trennt einen wie eine hohe Mauer von dem Beifahrer. Der Feuer-Knopf neben dem Start-, Display-, Licht- und ABS-Schalter in der Mittelkonsole wirkt befremdlich. Damit soll sich aber im Fall der Fälle ein Feuer im Fahrzeug löschen lassen. Ein Ersatz für den Feuerlöscher in Rennfahrzeugen. Wahrscheinlich wird der Golf 8 eher etwas aus dem Cockpit des Golf R Touch übernehmen. Vertrauter sind uns da schon eher die Hebel im Dachhimmel. Über sie kann man die Fahrmodi bestimmen: Im Normalbetrieb fährt die Studie wie ein Golf GTE vollelektrisch, im Hybrid-Modus werden Verbrenner und Elektromotoren je nach Belastung eingesetzt. Aktiviert der Fahrer den GTE-Modus mit einem Hebel, übernehmen die Elektromotoren die Boost-Funktion. Binnen 4,3 Sekunden beschleunigt der GTE Sport angeblich von 0 auf 100 km/h. Im GTE-Modus wird der Golf über alle vier Räder angetrieben, nach 15,9 Sekunden knackt er laut VW die 200-km/h-Grenze.

VW Golf GTE Sport: Sitzprobe im Golf-VIII-Vorboten

Robin Hornig

Fazit

Okay, die Hinweise auf den kommenden Golf 8 sind doch noch recht vage. Aber man spürt deutlich, dass es bei Volkswagen zukünftig wieder um mehr Emotionen und Spaße gehen soll. Gut so!

Stichworte:

Kompaktklasse Studie

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