VW Golf IV von Norman Hiller

VW Golf IV von Norman Hiller VW Golf IV von Norman Hiller

VW Golf IV von Norman Hiller

— 01.12.2006

Nordlicht mit bayerischem Blick

Ja, es ist tatsächlich wahr, auch wenn man es kaum glauben kann: Dies ist ein Golf. Norman Hiller hat vier Monate mit viel Herzblut an seinem Traumprojekt gearbeitet. Nun ziert seinen Golf der IVer-Baureihe eine Front, die dem 5er-BMW zum Verwechseln ähnelt.

Vier hoch fünf – lautet die Formel für diesen Wolfsburger mit bayrischem Profil. Die Anleihen vom 5er-BMW am 4er-Golf sind selbst für Laien nicht zu übersehen. Das Rätselraten, was wohl zuerst da war, BMW oder Golf, wird dann schon schwieriger. Norman Hiller hat während der viermonatigen Umbauphase ganze Arbeit geleistet und dem "Darth Vader" genannten Vorgänger einen neuen Umhang verpasst.

Nun der hellen Seite der Macht zugewandt, hätte das Motto diesmal "Skywalker" heißen können – tat es aber nicht. Denn Norman wollte sich im Vorfeld nicht zu sehr festlegen. Eines war jedoch sicher: Weiß musste er werden. Blicken wir also gemeinsam auf den Super-Golf-IV der Saison 2006 zurück und lassen wir uns dabei von den kleinen und großen Details so begeistern, wie es schon mehrere Hunderte Besucher der verschiedensten Tuningtreffen durften. Übrigens: Der Wagen steht auf der Essen Motor Show (1.–10. Dezember 2006) am ASA-Stand.

MOTOR

Mehr Power für den IVer: Das Aggregat leistet jetzt 130 PS.

Bei dem Golf IV handelt es sich um einen 1900-cm³-TDI, den VW ursprünglich mit 90 PS ausstattete. Damit lässt sich allerdings nur schwer Eindruck schinden. Und so hat Normen hier noch mal alle Asse auf den Tisch gelegt. Optimiertes Ladeluftsystem in Verbindung mit größerem Ladeluftkühler sind deutliche Worte. Hinzu kommen Einspritzdüsen mit mehr Durchlauf und ein optimiertes Motormanagement von Motive Automobiltechnik. Ergebnis: Der Dieselverbrenner leistet nun 130 PS, die bei entsprechendem Drehmoment halten sollten, was die Äußerlichkeiten versprechen.

INTERIEUR

Neben den äußeren Veränderungen musste auch der Innenraum einiges an Federn lassen, und zwar nicht zu seinem Nachteil. Hier wurde verbaut, was gut und teuer ist.

Fast zu schade zum Sitzen: weiße Recaros mit schwarzem Dessin.

Der Fahrer und die Auserwählten, die das Vergnügen einer Personenbeförderung in diesem Golf erleben dürfen, sitzen auf edlen Topline-Recaros, selbstverständlich elektrisch verstell- und beheizbar. Für den Fall der Fälle steht auch eine Lüftung zur Verfügung. Hat man Position bezogen und lässt seinen Blick durch das Cockpit schweifen, werden die Augen von weißem Alcantara mit schwarzen Akzenten verwöhnt. Der Fahrer blickt direkt da auf einen Widescreen-TFT-Bildschirm, wo sich einmal Tacho und Drehzahlmesser befanden, die kurzerhand über der Mittelkonsole platziert wurden. Unter der "Kinoeinheit" befindet sich die obligatorische Ladedruckanzeige, ein Muss beim Turbo und in der Szene erst recht.

Dreht man sich nach hinten um, lässt ein erster Blick vermuten, was die Boxen an den Türverkleidungen ankündigen: Hier ist ordentlich Sound in der Hütte. Spielen sie also auf, Herr Kapellmeister! Verschafft man sich via

Da steckt Sound in der Hütte! Zum Beispiel in Form von 30er-Endtönern.

Klopfen eine Meinung zum Material, mit dem der Soundausbau bewerkstelligt wurde, stellt man fest: hier führte glasfaserverstärkter Kunststoff, stabilisiert durch Metall, zum gewünschten Ergebnis. Überzeugend durch das leichte Gewicht und frei in der Gestaltung von Form und Farbe.

EXTERIEUR

Weiß ist die bestimmende Farbgebung auf der Außenhaut, genauer gesagt Perlmuttweiß. Akzentuiert wird die gold opalisierende Grundfarbe von dem schwarzen Verlauf, der schon die Motorhaube schmücktAls hätte das nicht schon gereicht, hat Norman sich noch ein extrem fein gearbeitetes Pinstrip aus dem Hause ProPaint gegönnt. Unter dieser extravaganten Lackschicht befindet sich ein Blechkleid, das an den Radhäusern vorne um vier und hinten um fünf Zentimeter geweitet wurde.

Gecleant hat Norman so ziemlich alles, was nicht gebraucht wird und die Optik irritieren könnte: Stoßleisten und alle Türgriffe – bis auf den für die Fahrertür. Die wuchtigen Seitenschweller sind eine Eigenkreation in Blech und kommen dem Untergrund bei abgesenktem Fahrwerk ziemlich nahe..

Die Karosse wurde gecleant und glänzt nun in Perlmuttweiß.

Selbstverständlich wurde die glatte Optik an Front- und Heckschürze weitergeführt. Highlight vorne sind ganz klar die BMW-Scheinwerfer, die, passgenau verarbeitet, aus dem Szene-Golf endgültig ein Unikat werden lassen. Highlight hinten: Rücklichter im A6-Look.

CHASSIS

So viel Kreativität in Blech braucht gezwungenermaßen einen standesgemäßen Unterbau. Neben einem verstärkten Hilfsrahmen über den Antriebswellen wurde ein Airride-System durch die Firma Bullock Style verbaut, speziell ausgelegt für extremen Tiefgang. Damit die breiten Gummis noch frei drehen können, haben die Radhäuser an zusätzlicher Weite gewonnen. Außerdem verstärkt eine Domstrebe vorne den gesamten Vorderwagen und sorgt für die nötige Kurvenstabilität.

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