VW Golf VI in Amerika — 31.03.2009
Ruhe sanft, Rabbit!
Im Herbst 2009 kommt der VW Golf VI nach Amerika – und schickt gleichzeitig den VW Rabbit in Rente. Das Häschen hat ausgedient. Künftig gilt: Ein Golf ist ein Golf ist ein Golf. Auch in den USA.
Einmal Hase und zurück. Seit 2006 rollt der
VW Golf V als Rabbit durch die USA. Ein Namenswechsel mit Tradition. Denn schon der erste Golf wedelte 1978 den dicken US-Schlitten als wendiges Häschen vor der Nase herum. Der kleine Deutsche mit dem lustigen Namen kam gut an und musste in der Folge drei recht erfolglosen
Golf-Generationen ohne Hase im Namen Platz machen. Da lag es nahe, den Amerikanern mit dem Start der fünften Golf-Generation ihr Langohr zurückzugeben. Eine groß angelegte Werbekampagne tapezierte 2006 die Großstädte mit grünen Rabbit-Postern, Hasen-Aufkleber überschwemmten die Parkplätze, Promis warben fürs Revival. Zur Präsentation des
Golf VI auf der
New York International Auto Show (10. bis 19. April 2009), kaum drei Jahre nach der großen Karnickel-Fete, schickt
VW den Rabbit in den Hasen-Himmel. Endgültig, wie die Wolfsburger betonen.
So startete der Golf 1978 in Amerika. Als Rabbit. Mit extrem großen Stoßfängern und lustigen Seitenblinkern.
"Der globale Golf geht vor", erklärt
VW-Amerikachef Mark Barnes. Ein
Golf ist ein
Golf ist ein
Golf – auch und gerade in Amerika. Rational gesehen keine große Sache. Den wenig markentreuen US-Kunden dürfte es herzlich wurscht sein, ob sie nun einen Golf kaufen, oder einen Rabbit in der Garage beherbergen. Alles eine Frage des Preises. Und da muss sich
VW in den USA mächtig strecken. Was bleibt, sind die Klagen der Rabbit-Veteranen. In die wir gerne mit einstimmen. Dem kleinen
Golf 1978 gegen die übermächtigen Ami-Schlitten trotzig einen Hasen aufs Heck zu kleben – das hatte was. Wolfsburg gegen den Rest der amerikanischen Welt. Undenkbar, in dieser global weichgespülten Zeit. Schade drum.
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