VW I.D. Buzz (2017): Test

VW I.D. Buzz (2017): Test

VW I.D. Buzz (2017): Test

— 21.08.2017

Der VW e-Bulli für 2022

Der I.D. Buzz soll 2022 den Bus beerben. Der Nachfolger des VW Bulli wird elektrisch und auch autonom fahren. AUTO BILD ist schon Probe gefahren!

Der Bus ist da. Nach der Kompakt-Studie I.D. zeigt VW das Konzept I.D. Buzz. Der Name verrät's, es geht um die nächste Generation des VW Bus. Und die soll in 2022, zwei Jahre nach dem I.D, elektrisch und autonom unterwegs sein. AUTO BILD war mit der Studie unterwegs!

Das Bulli-Gefühl ist zurück

Noch hat der I.D. Buzz nicht den finalen Antrieb, sondern den Elektro-Motor des E-Golf mit 136 PS.

Kaum hast Du auf dem Fahrersitz Platz genommen, fällt auf: Das alte Bulli-Gefühl ist zurück. Hoch wie auf einem Kutschbock fällt die Sitzposition aus, der Blick schweift durch die Panoramascheibe und hinter Dir ganz viel Platz, also wirklich verdammt viel. Und auch wenn das neue Cockpit mit einem alten Bulli so viel zu tun hat wie ein Plattenspieler mit der iPod-Funktion des iPhone – es gibt durchaus Gemeinsamkeiten. Wie die bestechende Einfachheit zum Beispiel. Im alten VW reichten ein paar verstreute Knöpfe und Schieber aus, heute sind die einzigen sichtbaren Bedienelemente im rechteckigen Lenkrad untergebracht. Los geht es. Wie schon bei einem Tesla musst Du Dich nicht lange damit aufhalten, einen Schlüssel umzudrehen, einen Startknopf zu drücken oder sonst etwas. Der I.D. Buzz erkennt, dass der Fahrer einen Schlüssel in der Tasche hat. Fuß auf die Bremse, die D-Taste der Automatik gedrückt – schon fährt der neue Bulli los. In jedem anderen Einzelstück wäre die Geschichte jetzt zu Ende erzählt. Studien wie der I.D. Buzz sind dafür gebaut, sich auf Messen im Scheinwerferlicht zu drehen, die Idee zu visualisieren. Aber eben nicht, um zu fahren.

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Erst mal mit dem Motor des E-Golf

Der I.D. Buzz macht da eine Ausnahme. Die Technik der Serienversion ist zwar noch nicht an Bord – sie ist noch nicht fertig. Aber den 136-PS-Motor des E-Golf inklusive der Akkus haben sie ihm spendiert. Und eine Einzelabnahme in den USA dazu. So können wir die Küstenstraße entlangrollen, als wäre der neue Bulli schon längst Realität. Klar, über Fahrwerk, Lenkung, Bremsen – also alles, was später einmal wichtig wird – können wir noch nicht viel sagen. Aber darüber, wie es sich anfühlt, in einem der neue Elektroautos des VW-Konzern unterwegs zu sein. Ungewohnt vor allem das rechteckige Lenkrad. Schon nach kurzer Gewöhnung macht es erstaunlich viel Spaß, damit zu navigieren. Und auch der niedrige Schwerpunkt wegen der im Wagenboden versenkten Akkus gefällt. Ein Bulli, der ohne erkennbare Seitenneigung sportlich durch die Kurven saust? Kombiniert mit der coolen, lautlosen Fortbewegung ein ganz neues Fahrgefühl – und ziemlich cool!

Der Buzz steht auf der komplett neuen Architektur, dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB). Die neue Fahrzeugarchitektur des Buzz erlaubt einen sehr langen Radstand von 3,3 Metern und soll dank lenkbarer Hinterachse einen Wendekreis von elf Metern ermöglichen. Da Verbrenner und Antriebsstrang fehlen, sind die Überhänge vorne und hinten sehr kurz, fast schon, wie bei den ersten Bulli-Generationen.

Cockpit ohne analoge oder bekannte Instrumente

Ein richtiges Armaturenbrett mit Instrumenten hat der Buzz nicht. Wie bei den anderen geplanten Elektrofahrzeugen von VW, rückt das Armaturenbrett ca. zehn Zentimeter nach hinten, was mehr Platz im Beinbereich schafft. Außerdem werden alle VW. Stromer im Cockpit auf das Lenkrad, ein Head-up-Display und einen Touchscreen reduziert. Die wichtigsten Informationen projiziert der Van mittels AR-Head-up-Display (Augmented Reality) in 3D auf die Straße. Weitere Infos liefert ein Tablet. Infotainment- und Klimafunktionen werden über dieses herausnehmbare Tablet bedient. In den vier Türverkleidungen sowie außen in der dritten Sitzreihe gibt es zudem kapazitive Felder, mit denen in sechs Zonen unter anderem individuell die Klimafunktionen gesteuert werden. Auch das Lenkrad ist nicht konventionell. Es handelt sich dabei mehr um ein Touchpad mit kapazitiven Feldern. Über diese Felder lassen sich die Fahrstufen (P, R, N und D), die Blinker und verschiedene Menüfunktionen wie die Einstellungen des AR-Head-up-Displays bedienen.
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Interieur mit viel Platz und Variabilität

Die Sitzanlage im Buzz ist variabel. Wie auch im aktuellen T6 wird diese Flexibilität durch das integrierte Sitzschienensystem ermöglicht. Die Lehnen der Einzelsitze der zweiten Reihe lassen sich zu Tischen umklappen. Die dritte Sitzreihe wird bei Stopps mit einigen Handgriffen zur Liegewiese. Der Boden besteht aus Birkenholz, was das Interieur wohnlich macht.
Erste Fahrt im VW Budd-e

Der I.D. Buzz hat vorne und hinten jeweils einen Kofferraum. Alle Hauben und Türen öffnen elektrisch.

Da große Motoren und Antriebsstrang entfallen, bietet der 4,94 Meter lange, 1,98 Meter breite und 1,96 Meter hohe Buzz viel Platz. Der Kofferraum hat eine Ladevolumen von 660 bis 4600 Litern, die Ladekante liegt auf der Höhe von 60 Zentimetern. Vorne können bis zu 200 Liter im Buzz verstaut werden. Alle Hauben und Türen öffnen elektrisch. Die Heckklappe, die vorderen Türen und die Schiebetüren im Fond werden von außen über einen Sensor geöffnet. Das hatte auch schon seine Vorgänger-Studie, der Budd-e.

Elektrischer Allradantrieb

Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll zirka fünf Sekunden dauern.

Der elektrische Allradantrieb des I.D. Buzz hat eine Systemleistung von 369 PS. Jeweils ein E-Motor an der Vorder- und Hinterachse steuern 150 kW Leistung bei. Die Kraftverteilung zwischen beiden Achsen erfolgt über eine elektrische Kardanwelle. So soll der Buzz in circa fünf Sekunden Tempo 100 schaffen. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 160 km/h begrenzt. Die elektrische Reichweite beträgt bis zu 600 Kilometer nach NEFZ, die Batterie hat einen Energiegehalt von bis zu 111 kWh. Keine 30 Minuten dauert das Laden auf 80 Prozent bei einer Ladeleistung von 150 kW, sagt VW. Die Lithium-Ionen-Batterien sind flach im Fahrzeugboden untergebracht. Luftfederung an der Hinterachse sowie adaptive Dämpfer an beiden Achsen sollen für guten Komfort sorgen.

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Autonom ab frühestens 2025

Ab 2025 könnte der Buzz auch autonom unterwegs sein. Ein leichter Druck auf das Lenkrad und schon fährt es zurück, verschmilzt mit dem Cockpit und der Autopilot übernimmt. Das Volant koppelt sich dabei über ein neu entwickeltes Lenksäulensystem vom Lenkgetriebe ab. Dann kann der Fahrer seinen Sitz nach hinten drehen und sich beispielsweise mit den Mitreisenden unterhalten.

Wenn der Buzz autonom fährt, kann der Fahrer seinen Sitz um 180 Grad drehen.

Wird der Buzz manuell bewegt, befindet sich eine sogenannte I.D. Box vorne zwischen den Sitzen. Dann ist das in die Konsole integrierte Tablet so angeordnet, dass es Fahrer und Beifahrer als Anzeige- und Bedienelement nutzen können. Beim autonomen Modus fährt die Box in den Fond. Dann stehen Features wie Becherhalter und ein Klapptisch zur Verfügung.
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VW I.D. Buzz (2017): Test

Autoren: , Stefan Voswinkel

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