VW I.D. Studie (2016): Sitzprobe

VW I.D. Studie (2016): Sitzprobe

— 30.09.2016

Viel Platz für Neues

VW gibt mit der Studie I.D. einen Ausblick in die Zukunft der Mobilität. AUTO BILD hat die Sitzprobe gemacht und ist hin- und hergerissen.

Licht, Luft und Platz: Der Innenraum des VW I.D. ist grundlegend anders als in konventionellen Autos. Denn der Elektroantrieb, der bereits der Serienversion entsprechen soll, sitzt in den Achsen – was viel Platz und Gestaltungsmöglichkeiten für den Innenraum lässt. AUTO BILD hat Probe gesessen!

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Vom Designer-Wohnzimmer zum echten Auto

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Dadurch, dass kein Mitteltunnel vorhanden ist, stehen die vier Einzelsitze praktisch frei in der Fahrgastzelle. Der Boden ist topfeben. Die hellen Materialien und das großflächige Panoramadach lassen viel Licht in den Innenraum. Man fühlt sich eher wie in einem hellen Designer-Wohnzimmer, irgendwie kaum noch wie in einem Auto. Ungewohnt, aber angenehm. Diese tiefenentspannte Atmosphäre hält an, solange das weiße Lenkrad im autonomen Modus eingefahren ist.

VW-Neuheiten bis 2025

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Berührt man das VW-Logo auf dem Volant, fährt es elektrisch aus dem Armaturenbrett heraus und der I.D. wird zum "normalen" Auto. Naja, zumindest bis man nach praktischen Lösungen sucht. Denn der I.D. ist Imageträger und keine seriennahe Studie. Alles sieht schick und clean aus, zum Beispiel die Bedieneinheiten in den Türen, die das Armaturenbrett zur knopflosen Oberfläche werden lassen. So bleibt die Suche nach einem Handschuhfach und sonstigen Ablageflächen vergeblich.

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Virtuelle Probefahrt

Zeit für ein Nickerchen: Das Lenkrad im VW I.D. verschwindet auf Wunsch komplett.

Übrigens: AUTO BILD konnte im I.D. auch virtuell Platz nehmen. Digital wird man auf eine autonome Fahrt mitgenommen. Fahrdaten und Umgebungs-Informationen werden an die Frontscheibe gespiegelt. Das Menü für das Infotainment lässt sich über einen Sensor in der Fahrertür anwählen – praktisch, weil man sich bei der autonomen Fahrt dann nicht nach vorne lehnen muss und die Fahrt zurückgelehnt genießen kann. Man spürt, dass mit dem Zeitalter autonomer Autos ein ganz neues Fahrgefühl aufkommen wird. Man stellt sich nämlich schnell die Frage, wie man die Zeit im Auto am besten verbringt. Auf diese Frage wird die Unterhaltungsindustrie sicherlich schnell eine Antwort finden.

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Autonomes Fahren kommt erst 2025

Zurück ins Jetzt: So aufgeräumt wie im Innenraum präsentiert sich beim I.D. auch das Äußere. Scheinwerfer und das leuchtende VW-Logo sind in der Karosserie versenkt, das Design kommt ohne Überzeichnungen aus. So wirkt zumindest die Grundform der Karosserie wie ein Ausblick ins Jahr 2020. Ob dann immer noch Kameras anstelle von Außenspiegeln nach hinten schauen und das Bildsignal in den Innenspiegel übertragen, werden wir wohl spätenstens in drei Jahren erfahren. Bis zur Einführung des vollautomatisierten Fahrens dauert es noch bis 2025: Die Sensoren für diese Technik trägt der I.D. auf dem Dach sowie in Front- und Heckschürze. Den technologischen Ausblick liefert er also schon mal.

VW I.D. Studie (2016): Sitzprobe


Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Keine Frage, das Raumgefühl im I.D. hinterlässt einen bleibenden, positiven Eindruck – vor allem, wenn das Lenkrad sich zurückgezogen hat und man sich im autonomen Modus befindet. Führt man sich allerdings vor Augen, dass Opel mit dem Ampera-e ebenfalls auf dem Pariser Salon ein serienreifes E-Fahrzeug (wenn auch kein autonomes) mit 500 Kilometern Reichweite vorstellt, muss man sagen, dass der I.D. tatsächlich eher eine Idee als ein konkreter Ausblick auf den geplanten E-VW ist. Noch fehlt ihm die praktische Seite, die man bei einem VW erwarten würde.

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