VW Passat

VW in Südostasien

— 21.12.2010

Passat aus Malaysia

Die Wolfsburger wollen mit einer eigenen Produktion ihre Postion in Asien ausbauen. Deshalb lässt VW den Passat bald in Malaysia vom Band rollen. Auch der Jetta soll dort in Kürze produziert werden.

(dpa) Europas größter Autobauer Volkswagen will mit einer eigenen Fertigung in Malaysia weitere Marktanteile in Asien gewinnen. Vertriebsvorstand Christian Klingler unterzeichnete jetzt im Beisein von Premierminister Datuk Seri Najib Tun Razak einen Partnerschaftsvertrag mit dem malaysischen Konzern DRB Hicom. In einem bestehenden Werk des Autoproduzenten in Pekan soll ab Ende 2011 der Passat aus zugelieferten Bausätzen montiert werden. Ein Jahr später ist im Rahmen einer zweiten Ausbaustufe die Vollproduktion des Modells Jetta geplant. "Die Erschließung des Marktpotenzials der ASEAN-Region hat in der langfristigen Wachstumsstrategie des Volkswagen-Konzerns eine große Bedeutung", erklärte Klingler.

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Jetta made in Malaysia. Auch die Kompaktlimousine soll in Südostasien gefertig werden.

Der Vertrag mit DRB Hicom basiert auf einer Absichtserklärung, die beide Unternehmen im August 2010 geschlossen hatten. Bislang ist der Wolfsburger Konzern in Südostasien kaum vertreten. Der europäische Marktführer hatte zuvor bereits jahrelang mit dem staatlichen malaysischen Hersteller Proton verhandelt. DRB Hicom bietet aus Sicht von Volkswagen große Chancen für einen Ausbau der eigenen Marktposition in der Region. "Sie haben den größten Fertigungsverbund in Malaysia", sagte ein Sprecher. "Nach der Vorvereinbarung aus dem August war der Vertrag der nächste logische Schritt." VW will bis spätestens 2018 Toyota als Nummer eins im weltweiten Autogeschäft ablösen. Neben China gelten auch Indien und Südostasien als Märkte mit besonders großem Potenzial. "Wir werden die vorhandenen Strukturen und Kapazitäten nutzen, um unsere Präsenz im Zukunftsmarkt Malaysia systematisch auszubauen", sagte Klingler.

In den malaysischen Werken Pekan und Melaka stellt DRB Hicom sowohl Pkw als auch Nutzfahrzeuge her. "Stufe zwei wird die lokale Vollfertigung bringen, dann produzieren wir die Autos richtig vor Ort", hieß es aus Wolfsburg. Entscheidend für die Kooperation mit dem malaysischen Konzern sei auch dessen weit verzweigtes Händlernetz gewesen: "DRB Hicom ist ein wichtiger Fahrzeughändler und Automobil- Importeur."

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