VW Jetta GLI

VW Jetta GLI

— 10.08.2009

Turbo für Mexiko

Volkswagen Mexiko lässt einen neuen Turbo los, den Jetta GLI. 1,8 Liter, 180 PS, Sport pur. 249.990 mexikanische Pesos kostet der spurtstarke GLI. Das sind umgerechnet ungefähr 13.000 Euro.

1,8-Liter-Turbo, 180 PS ab Werk, in Salsarot, Weiß, Silbermetallic und tiefem Schwarz zu haben. 17-Zöller aus Alu, vorne auf 225er Gummis, hinten auf 245ern. Fünfgang-Schalter, McPherson-Federn vorne, die Achse hinten selbsttragend. Lang gezogene Stoßfänger mit integrierten Spoilern vorn und hinten, Seitenschweller, Zusatzscheinwerfer, ein in die hintere Stoßstange integriertes Chrom-Endrohr. Und in Zukuft ist noch eine stärkere Version mit bis zu 230 PS geplant. Insgesamt ein ziemlich muskulöser Auftritt, den der 2009er Jetta GLI hinlegt. Der rollt in Mexiko gerade zum VW-Händler. Innen gibt es VW-Chic, schwarze Halbleder-Sportsitze, weiß hinterlegte Sport-Armaturen und das Lenkrad aus dem Golf GTI. 249.990 mexikanische Pesos ruft Volkswagen de México inklusive Steuern für den spurtstarken Jetta GLI auf. Das sind umgerechnet ungefähr 13.000 Euro.

Ein aufgehübschter VW Bora?

Eine andere Front hat der neue Jetta GLI, drinnen steckt der bei uns bekannte Bora.

Wahrscheinlich muss man nicht mal genauer hinsehen, um die bei uns als Bora bekannte VW-Limousine im 2009er Jetta GLI zu erkennen. Die Dachlinie verrät sie. Die kompakte VW-Limousine hieß in Mexiko bisher Jetta. Vento und Bora sind unbekannt. Und gerade der Jetta IV (Bora) ist in Mexiko bis heute ein riesiger Erfolg. Deshalb wird er mit neuer Front und Phaeton-ähnlichen Rückleuchten 2009 weiter gebaut. Denn sich ein europäisches und dann noch deutsches Auto leisten zu können, ist in Mexiko ein Statussysmbol. Junge Leute mit Geld, vor allem Kinder aus reichem Haus, fahren den Jetta deshalb nur zu gern. Die Preise für den Basisjetta IV beginnen 2009 bei umgerechnet knapp 10.000 Euro. Das klingt erstmal nach nicht viel. Bei einer Neuwagen-Kfz-Steuer in den ersten fünf Jahren von jährlich rund der Hälfte des Kaufpreises wird der Kauf eines Jetta aber teuer. Der eines Jetta GLI erst recht.

Verrückte Autofans

Chrom-Endrohr im hinteren Stoßfänger: Ein Muss für jeden Sportler!

Der Jetta GLI wird trotzdem seine Fans finden. Wer hunderte von Euro ausgeben kann, um die vordere Stoßstange und die Heckklappe des deutschen Bora mit langer Nummernschildaussparung für seinen Jetta zu importieren. Und zwar nur, um ein Phantasienummernschild anzubringen, das so aussehen soll wie ein deutsches oder spanisches. Der findet eine Möglichkeit, 13.000 Euro für den neuen VW-Sportler anzulegen. Mexikanische Nummernschilder sind eigentlich klein und rechteckig wie die in den USA. Mexikos Autofans sind mindestens so verrückt wie ihre deutschen Brüder und Schwestern. Sie haben allerdings den Vorteil, dass es keinen TÜV gibt, der ihnen Vorschriften machen könnte. Jetta GLI mit Monsterfelgen, Untergrundbeleuchtung und brachialer Lachgaseinspritzung werden also nicht lange auf sich warten lassen. Bleibt nur die Frage offen, wie lange die schönen Spoiler des Jetta GLI die brutalen "topes" (Geschwindigkeitsbremshügel) in mexikanischen Städten überleben.

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