VW Jetta Hybrid: Test
— 26.11.2012So fährt sich der Jetta Hybrid
Mit dem neuen Jetta Hybrid soll Sparen endlich auch mal Spaß machen. Das zumindest verspricht VW. Ob das wirklich stimmt, und die kompakte Limousine das Zeug zum Volkshybrid hat, klärt der Fahrbericht.
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Dafür geizt VW allerdings auch nicht mit der Leistung. Während zum Beispiel der Toyota Prius auf eine Systemleistung von 136 PS kommt, kann der Jetta-Fahrer bis zu 170 PS abrufen. Die Arbeit teilen sich dabei ein 1,4 Liter kleiner TSI-Motor mit 150 PS und eine E-Maschine mit 27 PS, die aus einem Lithium-Ionen-Akku im Kofferraum gespeist wird. Im Stadtverkehr fährt der Jetta damit bei maximal 45 km/h bis zu zwei Kilometer alleine. Und draußen in den Hollywood-Hills sorgt der E-Motor dafür, dass man am Berg nicht verhungert, sondern schiebt wie ein zweiter Turbo kräftig mit an. Sobald man allerdings den Gasfuß ein wenig lupft, wird es auch auf der Landstraße an Bord wieder ganz leise. Denn bis 135 km/h öffnet sich dann eine Trennkupplung zum Benziner, die Elektronik schaltet den Vierzylinder im Handumdrehen ab und der Jetta segelt über Highways und Byways.
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Obwohl der Jetta beim Ampelstart vorn dabei ist, auf der Landstraße kräftig ausschreitet und auf der Autobahn 210 km/h schafft, ist er an der Tankstelle tatsächlich eine echte Spaßbremse – zumindest für den Mann hinter der Kasse. Denn mit einem Normverbrauch von 4,1 Litern ist er sogar noch einen Tick sparsamer als der genügsamste Diesel in der Modellpalette. Und die Praxis hält zumindest halbwegs, was die Theorie verspricht: Nach einem halben Tag im Stau zwischen Beverly Hills und Santa Monica, auf dem Pacific Coast Highway und in den Hollywood-Hills zeigt der Bordcomputer einen Verbrauch von weniger als 5,5 Litern. Das ist für ein Auto dieser Größe und eine Strecke dieses Profils nicht schlecht.
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Allerdings hat die Sache einen Haken: VW lässt sich den Sparer teuer bezahlen. In Amerika haben de Niedersachsen die Ausstattung zwar so weit abgespeckt, dass sie auf 25.000 Dollar kommen und so beinahe auf einem Niveau mit dem Toyota Prius liegen. Doch auch dann ist der Teilzeit-Stromer ein Drittel teuer als das Einstiegsmodell. Und in Deutschland wird es noch schlimmer kommen. So ganz entschieden ist der Preis zwar noch nicht. Aber weil VW den Jetta Hybrid bei uns als Auto für grüne Überzeugungstäter sieht und angesichts der Dominanz des Diesels ohnehin nicht mit den größten Stückzahlen rechnet, wird er komplett ausgestattet und entsprechend teuer. 30.000 Euro seien eine vernünftige Schätzung, sagt ein VW Sprecher. Damit liegt er nicht nur zehn Prozent über dem Prius, sondern auch gute 2000 Euro über dem stärksten Diesel – und dafür kann man verdammt viel tanken.
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Kommentare zum Artikel (4)
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Irgendwie am EU Markt vorbeikonstruiert: Warum kombiniert man bei VW nicht den 1,6 TDI mit dem Hybridsystem?
Schade für VW! 30000 €? Einen Honda Insight bekommt man bei einem ähnlichen Verbrauch in einer guten Ausstattung für 23000 €. Honda vs. VW 1:0
Wenn ich nicht irre, erfolgen Preisangaben in den Staaten stets ohne Steuern, da diese variieren. Somit läge der Preis in D schon in der erwähnt kargen US-Ausstattung um die 30k.
Wird diese aufgestockt, um dem hier üblichen Niveau zu entsprechen, reden wir bereits von so was um die 35k!
Homöopathisch wäre, was die Verbreitung eines Jetta-Hybrids anbelangt, wohl noch ne schamlose Übertreibung.
Da muss der Sprit noch mal ne Ecke teurer und der Diesel verboten werden, bevor sich ein solches Modell hier behaupten kann.
Aber zumindest scheint man bei "dem Auto" die Notwendigkeit von Grün erkannt zu haben. Ist ja auch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
Wenn ich nicht irre, erfolgen Preisangaben in den Staaten stets ohne Steuern, da diese variieren. Somit läge der Preis in D schon in der erwähnt kargen US-Ausstattung um die 30k.
Wird diese aufgestockt, um dem hier üblichen Niveau zu entsprechen, reden wir bereits von so was um die 35k!
Homöopathisch wäre, was die Verbreitung eines Jetta-Hybrids anbelangt, wohl noch ne schamlose Übertreibung.
Da muss der Sprit noch mal ne Ecke teurer und der Diesel verboten werden, bevor sich ein solches Modell hier behaupten kann.
Aber zumindest scheint man bei "dem Auto" die Notwendigkeit von Grün erkannt zu haben. Ist ja auch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.