VW Jetta/VW Passat: Test — 11.03.2011

Zieht der Jetta am Passat vorbei?

Im Windschatten des VW Passat lauert die Konkurrenz. Und zwar die aus eigenem Hause. Größer und besser als je zuvor, versucht der neue Jetta seinen großen Bruder zu überholen.

Langsam wird es knapp. Zumindest bei der Größe. Nur noch magere 13 Zentimeter liegen zwischen dem Passat und dem auf 4,64 Meter Länge gewachsenen Jetta. Beim Preis bleibt dagegen ein Respektabstand. 36.820 Euro kostet der Passat 2.0 BlueTDI Highline mit DSG, satte 6870 Euro mehr als der ebenfalls 140 PS starke Jetta, auch als Highline und mit DSG. Da dürfte die Entscheidung leichtfallen, oder? Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Denn für diesen Zuschlag bietet der Passat auch deutlich mehr Ausstattung. Egal ob elektronische Parkbremse, Reifenkontrollanzeige, Müdigkeits- oder Regensensor – das und manches mehr ist beim Passat serienmäßig an Bord, für den Jetta dagegen gar nicht lieferbar.

Überblick: Alle News und Tests zum VW Passat

Auch bei den Sonderausstattungen zieht VW eine klare Grenze: Adaptive Distanzregelung, Xenonlicht und Spurhalteassistent, Rückfahrkamera oder DCC-Fahrwerk bleiben dem Passat vorbehalten, gegen Aufpreis selbstverständlich. Auch den Größenvorteil spielt der Passat ganz lässsig aus. Er bietet eben doch mehr Platz als ein Jetta. Vorn geht es luftiger zu, noch deutlicher ist das Platz-Plus im außergewöhnlich geräumigen Fond zu spüren. Man sitzt hier bequemer und mit mehr Bewegungsfreiheit als im Jetta. Eng ist es dort aber keineswegs, im Gegenteil. Riesig vor allem der Platz für lange Beine, die Kopffreiheit liegt kaum unter der des Passat. Einziger wesentlicher Unterschied: Der Jetta ist sieben Zentimeter schmaler als der Passat – zu dritt oder mit Kindersitzen wird es spürbar knapper.

Überblick: Alle News und Tests zum VW Jetta

Und auch sonst sind die Rollen glasklar verteilt: Überall, wo der in Mexiko gebaute Jetta ordentlich zusammengefügt ist, setzt der Passat noch einen obendrauf. Sorgfältigere Verarbeitung, feinere Kunststoffe und Nettigkeiten wie etwa die Gasdruckfeder für die Motorhaube sind Merkmale einer höheren Luxus-Liga. Keinen Unterschied gibt es dafür bei Motor und Getriebe. Jetta und Passat fahren beide mit dem Zweiliter-TDI mit 140 PS und Sechsgang-DSG vor. Und der geschmeidige, kräftige Diesel passt mit seiner Laufruhe und dem souveränen Durchzug bestens zu den Limousinen. Beide sind annährend gleich schnell unterwegs – zügig, nicht hastig – und bleiben beim Verbrauch angenehm zurückhaltend: Mit 6,1 Litern begnügt sich der Jetta, der Passat liegt mit 6,3 Litern nur knapp darüber.

Weitere Details zum Vergleich der beiden Markenbrüder gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel lesen Sie in AUTO BILD 10/2011, ab sofort im Handel.
Fahrzeugdaten Jetta Passat
Motor Vierzylinder, Turbo, vorn quer Vierzylinder, Turbo, vorn quer
Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2
Nockenwellenantrieb Zahnriemen Zahnriemen
Hubraum 1968 cm³ 1968 cm³
kW (PS) bei 1/min 103 (140)/4200 103 (140)/4200
Nm bei 1/min 320/1750 320/1750
Vmax 208 km/h 211 km/h
Getriebe Sechsgang-DSG Sechsgang-DSG
Antrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung 225/45 R 17 W 235/45 R 17 W
Radgröße 7 x 17" 7,5 x 17"
Abgas CO2 138 g/km 135 g/km
Verbrauch* 6,7/4,5/5,3 l 6,5/4,4/5,2 l
Tankinhalt 55 l/Diesel 70 l/Diesel
Vorbeifahrgeräusch 71 dB (A) 69 dB (A)
Anhängelast gebr./ungebr. 1500/720 kg 1800/750 kg
Kofferraumvolumen 510 l 565 l
Preis (wird bewertet) 29.950 Euro 36.820 Euro**
*innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; **inklusive Dämpferverstellung (DCC) für 1070 €
Fahrzeugdaten Jetta Passat
Beschleunigung
0–50 km/h 3,1 s 3,2 s
0–100 km/h 9,6 s 9,9 s
0–130 km/h 16,6 s 17,3 s
Zwischenspurt
60–100 km/h 5,6 s 5,7 s
80–120 km/h 7,5 s 7,9 s
Leergewicht/Zuladung 1499/471 kg 1638/492 kg
Gewichtsverteilung v./h. 62/38 % 60/40 %
Wendekreis links/rechts 11,0/11,2 m 11,3/11,3 m
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 37,6 m 38,4 m
aus 100 km/h warm 35,5 m 35,6 m
Innengeräusch
bei 50 km/h 59 dB (A) 57 dB (A)
bei 100 km/h 67 dB (A) 65 dB (A)
bei 130 km/h 72 dB (A) 72 dB (A)
Testverbrauch – CO2 6,1 l D – 161 g/km 6,3 l D – 166 g/km
Reichweite 900 km 1110 km

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Veröffentlicht:

21.12.2011

Preis:

2,99 €

Dirk Branke

Dirk Branke

Fazit

Das Ergebnis fällt klarer aus als vielleicht erwartet: Nein, der Jetta ist nicht der bessere Passat. Für den muss man zwar mehr zahlen, bekommt aber auch mehr Auto. Bleibt die Frage, ob man gerade dieses Quäntchen mehr wirklich braucht. Denn der Jetta, gut aussehend wie nie zuvor und mit jeder Menge innerer Werte ausgestattet, macht seine Sache bestens. Und wird für viele wohl trotzdem erste Wahl sein. Schon wegen seines Preises.

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Kommentare zum Artikel (61)

Erstellt

Inhalt

Funktion

14-jähriger
27.03.2011, 16:58Uhr

Ganz einfach: Beide Autos taugen nix!!!!

bronx.1965
21.03.2011, 01:42Uhr

@Eisenbähr: Was hat man Dir denn ins Essen getan? BMWs ähneln Skoda- Superb? Hallo "Svenske", oder was? Überleg mal, was Du schreibst, VVI!

MD68
18.03.2011, 21:38Uhr

Zwei Biedermänner tanken Super!
Der Passat macht im Winter den Schneepflug! Viel Spass beim Auffahren bei Fähren, etc..

Eisenbär
18.03.2011, 19:38Uhr

Betreff "gleiches Gesicht" aller Typen der VW-Familie:

Die neuen BMW 5´er und insbesondere der 7´er sehen dem guten Skoda Superb von 2008 wie aus dem Gesicht geschnitten aus.

Den Sinn DARIN mag verstehen wer will.... ;-))

Überholprestige sollten deren Fahrer besser nicht erwarten.

Eisenbär
18.03.2011, 18:54Uhr

@kufe

Wenn Sie Ihre hehren Ansprüche konsequent durchsetzen wollen, dann kommt für Sie der Kauf eines Renaults keinesfalls in Frage.

Googlen Sie doch bitte einmal nach "Yulon Motor Company" und "Renault-Nissan".

In dem europäischen Webauftritt dieser Marke werden solche "Kleinigkeiten" natürlich verschwiegen.... ;-))

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