VW Käfer mit Porsche-Motor — 19.06.2009

Küsten-Brüller

Harro Jensen ist in den VW Käfer verschossen, seit er seinen Führerschein hat. Als Hommage an den Zwei-Millionen-Seller baute er sich einen Renn-Bug mit über 231 PS und gefahrenen 265 km/h Topspeed.

Die Idee, einen Porsche-Motor ins Heck eines VW Käfer zu quetschen ist nicht neu. Das wusste auch der Friese Harro Jensen. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen und tat, was in der Schrauberwelt als "Engine-Swap" bekannt ist: Den meist schwächeren Serienmotor gegen ein wesentlich potenteres Aggregat tauschen. Beim Käfer von Harro Jensen fiel die Wahl auf ein Porsche-Aggregat mit 3,2-Liter-Hubraum. Vielleicht sind es auch ein paar Schnapsgläser mehr – das lässt Harro offen. Der Sechzylinder-Boxer bollerte zuvor übrigens in einem 911er. Die Leistung jedefalls lässt Kritiker verstummen: 231 PS sind im Fahrzeugschein eingetragen, genauso wie die 235 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Die Tachonadel schlug schon bis Tempo 265 aus

Alter Glanz in neuer Hütte: Der Boxer tobte vor dem Umzug in den Käfer in einem Porsche 911.

Mit einem Augenzwinkern und der typisch friesischen Gelassenheit murmelt Harro dann noch etwas von Tempo 265. Die lassen wir einfach mal so stehen. Die blau lackierte kugelige Blechhülle stammt von einem 1973er Käfer 1303S. Das Fahrgestell hat sogar noch zwei Jahre mehr auf dem Buckel und ist vom 1302. Mit einer verstärkten Bremsanlage, Achsschenkeln und Schräglenkern vom Porsche 944 Turbo hat der versierte Landmaschinenmechaniker die Fahrdynamik des aufgemotzten Bugs der Leistung angepasst. Außerdem verschweißte Harro Jensen im Cockpit seines Käfers ganze 20 Meter Alurohr. Ein klitzkleines Manko hat der verdammt schicke Käfer-Umbau allerdings: Durch die umfangreichen Änderungen verweigert der TÜV jetzt und auch in Zukunft ein günstiges H-Kennzeichen.

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Kommentare zum Artikel (2)

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goldziegel
02.07.2009, 19:14Uhr

Interessandt wäre es, zu erfahren, was der Spass so gekostet hat - ich fahre selbst ein Modell aus 1973 mit H-Kennzeichen. die Idee kam rüber und gut an. Über ein feedback würde ich mich freuen.

Rainer Zerrath
22.06.2009, 13:27Uhr

Zu Bild Nr. 7 schreibt Ihr: "Rauchfarben getönte Rückleuchten begeistern jüngere Tuningfans. Der TÜV schüttelt bei sowas allerdings den Kopf."

Diese schwarzen Rückleuchten gibt es schon seit vielen Jahren, wurden früher von der Firma in.pro. vertrieben, werden in Italien hergestellt und besitzen ein E-Prüfzeichen. Da schüttelt also kein TÜV den Kopf!

Luftgekühlte Grüße von Rainer (seit 25 Jahren Käferfahrer)

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