VW kauft Italdesign Giugiaro — 25.05.2010

Giugiaro-Kauf besiegelt

Nun ist es amtlich: Volkswagen nimmt Italdesign Giugiaro in seine Großfamilie auf. Die Designer und Entwickler sollen die geplante Modelloffensive von VW auf den Wachstumsmärkten unterstützen.

Volkswagen gibt beim Kampf um die weltweite Nummer eins der Autohersteller weiter Gas. Die Wolfsburger übernehmen im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie 90,1 Prozent der Anteile am italienischen Autodesigner und -entwickler Italdesign Giugiaro (IDG). Das teilten beide Unternehmen am 25. Mai 2010 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Turin mit. VW und Italdesign arbeiten bereits seit den 70er-Jahren zusammen. Der Kooperation entsprangen unter anderem die jeweils erste Generation des VW Golf, Passat und Scirocco sowie der Audi 80.

Überblick: Alle News und Tests zu Volkswagen

"Das Unternehmen ist das Aushängeschild für kreatives italienisches Automobildesign und hat das Gesicht der Automobilindustrie weltweit mitgeprägt", lobte VW-Chef Martin Winterkorn die neue Tochter. Giorgetto Giugiaros Personal soll sich künftig vorrangig um die Entwicklung und Gestaltung der Modellpalette aller Konzernmarken für die Wachstumsmärkte Indien, USA und China kümmern. Italdesign beschäftigt nach VW-Angaben rund 800 Mitarbeiter, die zuletzt mehr als 100 Millionen Euro Umsatz jährlich erwirtschafteten. Die Anteile an IDG wird die Audi-Tochter Lamborghini übernehmen. Das Paket umfasst auch alle Namensrechte und Patente.

Die Giugiaro-Übernahmen durch Volkswagen – eine richtige Entscheidung? Lesen Sie dazu das Interview mit Design-Professor Paolo Tumminelli. Ab Freitag in AUTO BILD 21/2010.

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Kommentare zum Artikel (16)

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Pasquale
25.07.2010, 19:56Uhr

Warum tun die deutschen uns das an, wir haben euch doch nichts getan!!

Erst lamborghini, jetzt auch noch italdesign als nächstes Ferrari?

* Ne spass bei seite, es ist ein scherz von mir ^^ * :D :D :D :D :D

Ich habe fertig
28.05.2010, 01:11Uhr

Man kauft mal wieder einen Namen.

Über die Zukunft von “ItalDesign” ist nur an die Designschmiede Carozzeria“Ghia” zu erinnern die 1970 von Ford aufgekauft wurde. Der Name Ghia steht heute nur noch für die luxuriöse Ausstattungsvariante der Modelle.

Prototypenbau und Kleinserienproduktionen werden nicht mehr zum Tagesgeschäft gehören. Innovative Ideen werden in Meetings verdiskutiert und mit dem Einheitsbrei von VW/Audi verquirlt.

Schöne Autos haben immer nur einen Vater !

designwandel?
26.05.2010, 12:31Uhr

lausklaus hat recht, den 156 hat giugiaro nicht entworfen, das war ein gewisser herr de`silva. wo der seit geraumer zeit arbeitet, sollte sich herumgesprochen haben. am jeweils markentypischen design innerhalb des konzerns wird das wahrscheinlich wenig ändern. ein vw wird immer schlicht aussehen, ein lamborghini immer aggressiv-kantig etc.etc.

VollWanker
26.05.2010, 09:40Uhr

Für VW auf jeden Fall ein guter Einkauf. Denn wenn man sich die jetzigen Modelle ansieht, die hier bei AB wie Sauerbier angeboten werden (Passat), dann ist das die Ausgeburt der Langeweile. Spießige verchromte Querbalken und das durch die gesamte Modellpalette. Null Pepp dahinter. Es mußte was passieren.

Interessant wieviel Giugiaro-Desigenelemente teilweise über 10 Jahre später in den heutigen Modellen auf unseren Straßen auftauchen.

P4
26.05.2010, 09:35Uhr

Das kann Lambo ja nur gut tun bei derem Prollo-peinlichen Desgin...

Erfrischend andere Studien werden wohl nun fehlen auf den Automessen von einer sehr renomierten Desginschmiede. Schade.

Aber der Verkauf hatte wohl wirtschaftliche Gründe. Umsatz ist ja kein Gewinn. Von daher um Arbeitsplätze zu erhalten vielleicht keine schlechte Lösung für das Unternehmen.

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