VW kürzt am Standort Belgien

VW kürzt am Standort Belgien

— 21.11.2006

Brüssel künftig ohne Golf

Volkswagen stoppt die Golf-Produktion in Belgien und und verlagert sie nach Deutschland. In Brüssel gehen dadurch 3900 Stellen verloren.

(dpa) Volkswagen verlagert die Brüsseler Golf-Produktion nach Deutschland. Damit stützt der Konzern sein schwach ausgelastetes Stammwerk in Wolfsburg. In der Brüsseler Fabrik, die zurzeit noch rund 5400 Menschen beschäftigt, könnten lediglich 1500 Stellen erhalten bleiben. Das sagte VW-Produktionsvorstand Reinhard Jung am Dienstag (21. November) der belgischen Nachrichtenagentur Belga zufolge. Der Golf wird damit künftig nur noch in Wolfsburg und in Mosel bei Zwickau gebaut.

VW begründete das Ende der Golf-Produktion in Brüssel mit den hohen Kosten. Die Einsparungen dadurch würden "in dreistelliger Millionenhöhe" liegen, sagte ein Marken-Sprecher. VW-Produktionsvorstand Reinhard Jung sagte in Brüssel, das Unternehmen müsse nicht einmal zusätzliches Geld investieren, um die Kosten zu senken. "Konzepte, die eine Golf-Produktion in Brüssel einbeziehen, rechnen sich nicht."

Die VW-Werke in Deutschland wurden oft als zu teuer kritisiert. Inzwischen konnte sich das Management mit der Belegschaft auf längere Arbeitszeiten bei gleicher Bezahlung einigen. Im Gegenzug gab es verbindliche Zusagen für die langfristige Zukunft der sechs westdeutschen Werke. Jung sagte, Volkswagen werde alle Möglichkeiten prüfen, um möglichst viele Arbeitsplätze in Brüssel zu erhalten. "Wir wissen um unsere Verantwortung", sagte er. Wie lange die Umstrukturierung dauern werde, hänge von den Verhandlungen mit den Beschäftigten ab. "Fest steht aber, dass wir keine Zeit zu verlieren haben."

Autor: Michael Voß

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