VW kürzt Mitarbeiter-Prämie

VW kürzt Mitarbeiter-Prämie

— 12.02.2004

Kein Erfolg, kein Bonus

Den schwächelnden VW-Absatz bekommen jetzt auch die Mitarbeiter zu spüren. Der "Erfolgsbonus" fällt diesmal um einiges spärlicher aus.

Die rund 3500 Topmanager und Führungskräfte bei VW müssen im Mai mit erheblichen Einkommenseinbußen rechnen, berichtet die "Braunschweiger Zeitung". Der so genannte "Erfolgsbonus" solle angesichts des Ergebnisrückgangs im vergangenen Jahr mehr als halbiert werden. Und es trifft nicht nur die Wolfsburger Top-Verdiener – Einbußen hätten auch Arbeiter und Angestellte zu erwarten, die ebenfalls neben ihrem normalen Lohn eine Erfolgsprämie erhalten.

Unterdessen geht die Suche nach dem Grund für die schwache Golf-Nachfrage weiter. Vertriebsvorstand Detlef Wittig gab gegenüber "Focus Money" zu, dass die Absatzzahlen "nicht so schnell steigen, wie wir uns das wünschen". Am Preis könne es allerdings nicht liegen, schließt Wittig aus. "Der Golf war noch nie als Preisbrecher positioniert. Ich bin sicher, dass wir mit unserem Preis richtig liegen." So stark der Golf auch sei, "er kann nicht die ganze Konjunktur ziehen". Dabei glaubte VW-Boss Bernd Pischetsrieder zur feierlichen Präsentation des neuen Modells im vergangenen August sogar noch, es könne Deutschland "einen konjunkturellen Impuls geben".

Bei aller Talfahrt: Sollten die wirtschaftsgebeutelten Deutschen vom eigenen Auto aufs Taxi umsteigen, könnte das eine große Chance für VW bedeuten. Das Magazin "Stern" ließ 546 Taxiunternehmen nach der Qualität ihrer Dienstwagen befragen und fand heraus, dass Qualität und Zuverlässigkeit von Branchenprimus Mercedes-Benz niedriger bewertet werden als die anderer Marken, außerdem seien die Stuttgarter zu teuer. Konsequenz: Ein Drittel der Mercedes-Chauffeure will die Marke wechseln. Wie wär's künftig mit einem Golf Plus?

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