VW Lupo von Michael Krenn

VW Lupo TDI (1999) von Michael Krenn VW Lupo TDI (1999) von Michael Krenn

VW Lupo von Michael Krenn

— 07.08.2006

Cremeschnitte

Wie das gehaltvolle Naschwerk, so der VW Lupo von Michael: Er ist klein und hat es in sich. Nach einer Kostprobe befand AUTOTUNING das Teil für erste Sahne.

Eines wusste Michael Krenn schon vor der bestandenen Führerscheinprüfung: Er würde viel und gerne Auto fahren. So sollte es ein kleines sparsames Auto werden, am besten ein Diesel. Bei seiner Suche im Internet stieß Michael auf den VW Lupo- und Seat Arosa Club (www.lupoclub.de). Dort informierte er sich über den Kleinsten aus Wolfsburg und fällte seine Entscheidung: Ein Lupo TDI musste her.

Beim Gebrauchtwagenhändler um die Ecke fand er einen schwarzen Lupo Diesel mit Alufelgen und Sportfedern. Da kam der Winter 2002 gerade recht und es wurde Zeit für die ersten eigenen Handgriffe am Wagen. Sportfahrwerk, Felgen, Stoßstangen, Scheibentönung und ein kleiner Kofferraumausbau hielten für ein Jahr vor. Dann packte den 22-jährigen Österreicher aufs Neue die Lust am Tunen. In den Jahren 2004 und 2005 wurde mehr experimentell und ohne feste Linie verändert, was einige Probleme mit sich brachte. Fehlende Türgriffe sieht der TÜV nun mal nicht gern und so entstand erneut Handlungsbedarf. "Wenn schon, denn schon", dachte sich Michael und ging in die dritte Phase seines Umbaus – und das nicht unvorbereitet. Sein neues Konzept sollte ein dezentes, edles und harmonisches Ergebnis hervorbringen.

Dicke Lippe: Der Lupo trägt den Singleframe-Grill des A3.

"Der Audi ist aber klein geraten", könnte man denken, wenn man den Lupo mit Audi-Face im Rückspiegel sieht. Der Singleframe-Grill vom A3 Sportback ist das Augenscheinlichste des Wolfsburgers. Dafür wurden die äußeren Teile einer Lupo TDI 3L- und das Mittelstück einer A3-Stoßstange durch Plastikschweißen miteinander verbunden. Die Vorderansicht machen die gezogene Haube und der T4-Luftschlitz im rechten Kotflügel perfekt. Alles, selbst die vorderen Wischer und die Kennzeichenaussparung der Heckstoßstange, ist durch das Cleaning verschwunden. Einzig A6-Türgriffe fanden ihren Platz an der Karosse. Echt cremig kommt der Lupo durch den Paganini-Elfenbein-Lack vom aktuellen Lancia Ypsilon rüber. Auch vor den Rückleuchten (nur für Treffen) und den Abdeckungen des Motors machte der Lack nicht halt.

Extrem edel und gewaltig kommen auch die 16-Zoll-Radkappen vom Audi A6 in Mirra-Chrom-Black-Lackierung rüber. Dabei steht der Lupo auf Serienrädern. Vorn wie hinten stellen Stahlfelgen in der Größe 6 x14 Zoll mit 185/55 R 14 Lassa-Impetus-Bereifung die Verbindung mit zum Asphalt her. Indem andere Halterungen an den Audi-Kappen montiert wurden, konnten diese an den Originalrädern befestigt werden. Getragen wird der Zwerg von einem Airride-Fahrwerk in Verbindung mit Koni-Dämpfern. Für ein ungehindertes Absenken des Sahnestückes wurden die Radkästen innen um 30 Millimeter geweitet und die Kotflügelkanten umgelegt und leicht gezogen.

Audi auch innen: Michael hat konsequent gestylt.

Was von vorn auf Audi schließen lässt, wird im Innenraum konsequent fortgeführt. Mittelkonsole mit Kniestützen, Schaltknauf sowie Lenkrad und Pedale stammen vom Audi TT quattro. Neben den Audi-Elementen hat auch beiges Leder vom Mercedes SL 500 den Weg in den VW gefunden. Armaturenbrett, Mittelkonsole sowie die Sitze und der Heckausbau werden vom Edelmaterial umhüllt. Für ein wenig Farb- und Formkontrast sorgen die Plasteverkleidungen, die entweder lackiert oder mit braunem Alcantara abgesetzt worden sind. Auch im Detail fand Michaels Konzept Umsetzung. Lüftungsregler und Lichtschalter werden von Alu-Chromringen umhüllt. Die Innenraumbeleuchtung stammt vom großen Bruder VW Phaeton und der Tacho wurde mit Spiegelglas versehen. Ganz dezent prangt der Schriftzug "Edel Lupo" am Innen- und Schminkspiegel.

Für satten Klang sorgen ein Sony MP3-Radio, Infinity 900-Watt-Woofer und zwei Lightning Audio-Endstufen. Die HiFi-Komponenten sind, wie die Airride Elemente, in der Reserveradmulde verbaut. Im Kofferraum gibt es nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Augen. Passend zum Interieur ist der Heckausbau komplett mit beigem Leder des SL 500 bezogen. Weiße LED-Spots sorgen für optimale Beleuchtung. Bei solch delikater Tuningmischung stellen wir fest: Diese kleine "Cremeschnitte" hat es mächtig in sich!

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