VW Magellan

Conceptcar VW Magellan Conceptcar VW Magellan

VW Magellan

— 14.02.2002

Spiel ohne Grenzen

Auto Show Detroit 2002: verrückte Ideen, gewagte Konzepte, aufregende Studien. Wir zeigen, mit was Sie in Zukunft zu rechnen haben.

VW mischt die Segmente

Die Zukunft der Mobilität. Wie fahren, wie nutzen wir unser Auto morgen? Tausende Designer auf der ganzen Welt zerbrechen sich darüber Tag für Tag den Kopf. Egal, ob bei DaimlerChrysler, GM oder VW. Mercedes zum Beispiel glaubt, die Zukunft fährt in Form des GST vor. Dem "Alles-in-einem-Mercedes". Ein Mix aus Van, Kombi und Geländewagen. Auch VW denkt in diese Richtung. Das Konzept der Stunde heißt Crossover. Der Versuch, verschiedene Fahrzeugkategorien in einem Auto zu vereinen.

"Best of Three Worlds - das Beste aus drei Welten", so lautete die Vorgabe an die Designer des Volkwagen Design-Center Europe unweit von Barcelona. Dort widmet man sich zukunftsorientierten Themen. Zum Beispiel: Abenteuer, Reisen und intelligente Raumökonomie auf vier angetriebene Räder zu bringen.

Das Ergebnis feiert jetzt Weltpremiere in Detroit und heißt "Magellan", benannt nach dem portugiesischen Entdecker. Das Conceptcar ist nicht so ein dicker Brocken wie der GST (5,15 Meter), sondern misst lediglich 4,68 Meter. Trotzdem soll der Magellan Platz für sechs Personen bieten, die auf vier Einzelsitzen sowie einer Bank untergebracht sind. Diese lässt sich komplett im Boden versenken, ähnlich wie beim Opel Zafira. Klar, dass dort kein Reserverad mehr liegen kann. Deswegen rollt der Magellan auch auf 19-Zoll-PAX-Reifen, die selbst ohne Luftdruck noch gute Notlaufeigenschaften besitzen sollen.

Das Cockpit der Zukunft

Der Allround-VW baut mit 1,62 Metern auch niedriger als ein Geländewagen oder Van, aber höher als jeder Kombi. Die Vorzüge sind ganz klar die erhöhte Sitzposition, die Beweglichkeit auch abseits der Straße und die Variabilität. Die reicht so weit, dass VW nicht nur an ein ausbaubares Navigationsgerät dachte, sondern sogar eine Dachbox entwarf, die umgedreht als Boot genutzt werden kann. Ankommen, abladen, ablegen. Den hohen Straßenkomfort soll zum einen eine souveräne Motorisierung, zum anderen ein Fahrwerk aus der Luxusklasse gewährleisten. So treibt den Magellan der bekannte W8-Motor aus dem Passat an, der seine 275 PS an alle vier Räder schickt. Geschaltet wird über Paddles am Lenkrad (Tiptronic). Oder man legt den kleinen Aluminiumhebel der Automatik auf "D".

Fahrwerkseitig besitzt der Magellan eine Luftfederung mit einem aktiven hydraulischen Dämpfungssystem. Ein System, das sich jeweils perfekt seiner Umgebung anpassen kann und zum Besten zählen dürfte, was heute in Radhäusern arbeitet. Anpassen an eine neue Situation muss sich auch der Fahrer. Im Cockpit ist nichts mehr so, wie es einmal war - zumindest nicht mehr so, wie von Golf und Co gewohnt. Bedienungseinheiten und Instrumente sind nicht mehr Teil des klassischen Armaturenbretts, sondern "schweben" horizontal als 1,10 Meter lange, durchgängige Info- und Steuerungssäule quer über die Front. Auch die Mittelkonsole ist losgelöst von der Schalttafel. Im Magellan sind Komfort- (Klima, Sitzheizung etc.) und Fahrfunktionen (Schaltung) damit deutlich voneinander getrennt.

Sieht so tatsächlich die automobile Zukunft aus? Okay, die Studie zeigt vorerst nur, was möglich ist. In dieser Form werden wir den Magellan wohl kaum auf der Straße wiedersehen. Einige Ideen von ihm schon. Das Spiel ohne Grenzen hat eben erst begonnen.

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