Gebrauchter VW Passat im Test

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VW Passat B7: Gebrauchtwagen-Test

— 24.07.2014

Wie gut ist Vertreters Liebling?

Außendienstler schwören auf den VW Passat. Als Leasing-Rückläufer wird er auch für Privatkäufer interessant.

Seine Heimat ist die Autobahn: Rund drei Viertel aller VW Passat Variant (Typ B7, seit 2010) sind auf gewerbliche Kunden zugelassen. Als Dienstwagen eiliger Vertreter verbringen sie ihre ersten drei Lebensjahre meist als Kilometerfresser. Nämlich so lange, bis der Leasingvertrag endet. Vorteil für den Gebrauchtwagenkäufer: Die Autos sind nach Herstellervorschrift scheckheftgepflegt, der technische Zustand ist trotz hoher Laufleistungen meistens gut. Dazu kommt noch das üppige Angebot, denn vier Jahre nach der Einführung des Passat B7 und unmittelbar vor dem Start des Nachfolgers B8 ist die Auswahl an gepflegten Leasing-Rückläufern groß. Sechsstellige Kilometerstände sind jedoch eher die Regel als die Ausnahme. Der B7 steckt Dauer-Stress meist problemlos weg, die Mängelquoten beim TÜV sind erfreulich niedrig. Hoher Bremsenverschleiß ist laufleistungsbedingt, am Fahrwerk sind die hintere Lagerung des vorderen Querlenkers und die vordere Lagerung des hinteren Längslenkers schon mal ausgeschlagen.
Technische Daten: VW Passat Variant 1.6 TDI BlueMotion Trendline
Motor Vierzylinder-Diesel/vorn quer
Ventile/Nockenwellen 4 je Zylinder/2
Hubraum 1598 cm³
Leistung 77 kW (105 PS) bei 4400/min
Drehmoment 250 Nm bei 1500/min
Höchstgeschwindigkeit 193 km/h
100 km/h 12,1 s
Getriebe/Antrieb Sechsgang/Vorderrad

Passt perfekt: Das Passat-Fahrwerk federt komfortabel, die Sicherheitsreserven sind hoch.

An unserem getesteten Variant 1.6 TDI Trendline vom Hamburger Gebrauchtwagenhändler Auto Rahlau fallen nur zwei Dinge negativ auf: Es sind noch Winterräder montiert, die zwar erst knapp zwei Jahre alt sind und noch ausreichend Profiltiefe haben, aufgrund eines Standplatten wummern sie jedoch laut. Zudem finden wir Rost an der rechten Außenkante der Heckklappe. Der Innenraum sieht nach drei Jahren und 160.000 Kilometern allerdings noch tadellos aus, Motor, Getriebe und Fahrwerk funktionieren wie am ersten Tag. Der Steinschlag an der Front ist angesichts der Laufleistung völlig im Rahmen. Zum Zustand passt der Preis: Die geforderten 10.790 Euro sind fair kalkuliert. Beliebter als der getestete, sparsame Basis-Diesel ist der 2.0 TDI mit 140, 170 oder 177 PS, vor allem in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe DSG. Die Benziner (122 bis 300 PS) spielen keine große Rolle, denn fast 90 Prozent aller Passat sind Diesel. Unser Tipp zur Ausstattungslinie: Der dezent mit Chrom geschmückte Passat Comfortline ist edler als die triste Basis Trendline. Und der Comfortline hat unter anderem einen Müdigkeitswarner – damit eilige Vertreter und gestresste Papis nicht einschlafen.

Was bei unserem Testwagen aufgefallen ist, und auf welche Mängel Käufer beim VW Passat B7 außerdem achten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie.

Gebrauchter VW Passat im Test

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Gebrauchtwagensuche: VW Passat

Lars Busemann

Lars Busemann

Fazit

Als drei- oder vierjähriger Leasing-Rückläufer kostet der Passat B7 nur noch ein Drittel seines einstigen Neupreises. Bei scheckheftgepflegten Fahrzeugen ist das Reparaturrisiko gering. Mein Tipp: der gefragte 2.0 TDI mit 140 PS.

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