VW Passat für den US-Markt
— 11.01.2011So sitzt es sich im Super-Passat!
Riesengroß, fett ausgestattet, umgerechnet 15.500 Euro billig: So einen Passat hätten wir auch gern. Doch leider lässt VW die Nice-Price-Limo dort, wo sie gebaut wird – in den USA.
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Vom Fließband rollt er in einem nagelneuen Werk in Chattanooga/Tennessee, der ersten Volkswagen-Fabrik in den USA. Mit ihr sind die Wolfsburger vom Auf und Ab des Dollar-Euro-Wechselkurses unabhängig, näher an den Kunden – und nebenbei noch das Problem los, dass der deutsche Passat von den Mittelklassekäufern jenseits des Atlantiks als zu teuer und zu klein empfunden wurde. Jawohl. Jenseits des Großen Teichs startete die Wolfsburger Limo bislang für etwas über 27.000 Dollar (20.860 Euro). Aus unserer Sicht ein Schnäppchen (auch wenn noch die Mehrwertsteuer draufkommt), zumal unter der Haube 200 Turbo-Pferdchen mit den Hufen scharrten. Uncle Sam ist jedoch andere Preise gewöhnt. Gegen Platzhirsche wie Toyota Camry (19.720 Dollar), Nissan Altima (19.900 Dollar) und Chevy Malibu (21.975 Dollar) sah der Sedan aus Good Old Germany daher kein Land.
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Also kommt er jetzt zum Polo-Preis – und wächst. Möglich ist das, weil die Amis praktisch denken und auf Gimmicks wie variable Dämpfer, Abstandsradar und Verkehrszeichen-Erkennung pfeifen. Aber mal ehrlich, liebe VW-Leute: Die Story von der weggelassenen Premium-Technik könnt ihr eurer Großmutter erzählen! Okay, der Fünfzylinder, der in den USA als Basis angeboten wird, passt ebenso wenig nach Europa wie der VR6 mit 3,6 Litern und 280 PS. Zu durstig und im Unterhalt zu teuer. Aber der Zweiliter-TDI hat als "Clean Diesel" eine blütenweiße Abgasweste. Und auch hochkarätige Extras wie ein DSG müssen Kunden beim Passat born in the USA nicht missen. Sogar ein Soundsystem vom Verstärker-Spezialisten Fender, bekannt durch seine legendären E-Gitarren, soll es geben. Wo ist er also, der Verzicht? In der Grundausstattung bestimmt nicht: Klima, Tempomat, ein Radio mit Bluetooth und Anschlussbuchse für externe Player, Dämmglas-Frontscheibe, komplettes Sicherheitspaket – alles Serie.Die komplette Geschichte vom US-Passat – inklusive eines Interviews mit VW-Chef Martin Winterkorn – lesen Sie in AUTO BILD 2/2011, ab Freitag, 14. Januar, im Handel.
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Kommentare zum Artikel (169)
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Der Us-Passat hat ein tolles Preis-Leistungsverhältnis auch nach dem Re-Import. Und ihn gibt es auch als 140 PS-Diesel. Auf den Bildern sehen die Kunststoffe nicht billiger aus, als im Europa-Passat. Wenn man hier am Softlack der Griffflächen gespart hat, ist das doch ein klarer Vorteil für den Kunden, den braucht sowieso keiner. und wo keiner ist, kann nichts abblättern. Die Verarbeitung kann man aber erst im Fahrenden zustand reel bewerten.
Fahrzeuge wie den Passat dürfte keiner mehr hier beim örtlichen Händler kaufen. Es kann nicht sein das wir hier mit den überzogenen Preisen den US-Absatz (z.B. VW Passat 15.500 Euro, Toyota Camry-Hybrid 20.000 Euro) subventionieren.
Wer diese Fahrzeuge haben möchte -- auf zum EU-Händler!
Der super Passat!
Ist das nicht schon ein Widerspruch in sich?
Die 24500 Euro zahlt man auch in Deutschland nicht, wenn man Preise vergleicht und einen EU-Neuwagen kauft.
http://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=bi3ruukpvew4
Man muss nicht zum Autohändler um die Ecke mit Glaspalast und Wasserkopf gehen.
Aber jedem das Seine!
wenn ich darüber nachdenke, dass a4,c-klasse und 3er bmw für über 25.000 € wenig auto bieten und dieser "riesen" passat in den staaten nur 15.000 € kostet, frage ich mich wie nur man so unverschämt verarscht werden kann. jetta um die 12.000 € (glaube ich) und passat auf a6 größe für 15.000€. wow. also. in den staaten bekommt man sehr viel vw für wenig geld. hier in europa umgekehrt. in den usa hat volkswagen noch die richtige bedeutung. vielleicht kann sich halt nicht jeder einen a6, 5er oder e-klasse leisten. da reicht der us-passat voll und ganz. 3.6 l gibts auch im motor-sortiment